Karwendelhaus

Karwendelhaus
DAV-Hütte Kategorie I
Das Karwendelhaus vor dem Nordgrat der westlichen Ödkarspitze
Das Karwendelhaus vor dem Nordgrat der westlichen Ödkarspitze
Lage unweit des Hochalmsattels; Tirol, Österreich; Talort: Scharnitz
Gebirgsgruppe Hinterautal-Vomper-Kette, Karwendel
Geographische Lage 47° 25′ 37″ N, 11° 25′ 18″ O47.42694444444411.4216666666671771Koordinaten: 47° 25′ 37″ N, 11° 25′ 18″ O
Höhenlage 1771 m ü. A.
Karwendelhaus (Tirol)
Karwendelhaus
Besitzer DAV-Sektion Männer-Turnverein München
Erbaut 1908
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Anfang Juni bis Mitte Oktober
Beherbergung 50 Betten, 140 Lager
Winterraum 24 Lager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis OeAV DAV

Das 1908 erbaute Karwendelhaus ist eine Alpenvereinshütte des Deutschen Alpenverein in 1771 m ü. A. Höhe[1] (nach anderen Angaben nur 1765 m ü. A.)[2] unweit des Hochalmsattels mit Blick ins tiefer gelegene Karwendeltal. Das Schutzhaus liegt inmitten des Karwendels in Tirol, nicht weit entfernt von der Grenze zu Bayern. Wegen der zentralen Lage und den zahlreichen Tourenmöglichkeiten ist die Hütte für Bergsteiger ein wichtiger Stützpunkt bei mehrtägigen Touren, beispielsweise längeren Karwendeldurchquerungen, aber auch vielen Gipfelbesteigungen. Darüber hinaus ist die Hütte ein beliebtes Ausflugsziel von Mountainbikern, welche von Scharnitz oder Hinterriß über Schotterwege zum Karwendelhaus fahren können. Im Winter ist die Hütte geschlossen, jedoch steht im Nebengebäude ein unverschlossener, beheizbarer Raum für Skitourengeher zur Verfügung. Bei lawinensicheren Verhältnissen können dadurch hochalpine Skitouren auf die umliegenden Gipfel unternommen werden, diese erfordern jedoch ausnahmslos eine solide alpine Erfahrung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Karwendelhaus unter dem Massiv der höchsten Karwendelgipfel: Birkkarspitze und Ödkarspitzen

Das Karwendelhaus wurde 1908 nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet. Im Jahre 1928 wurde eine erste Anlage zur Stromversorgung mit Hilfe eines einfachen E-Werkes eingerichtet, die von 1964 bis 1968 modernisiert wurde. 1977 wurde das Dachgeschoss ausgebaut, um eine größere Übernachtungskapazität zu schaffen. Im Laufe der 90er-Jahre schließlich wurden vielfältige Erneuerungsarbeiten durchgeführt und es wurde eine vollbiologische Kläranlage bei der Hütte errichtet. 2005 konnte das neu errichtete Winterhaus eröffnet werden, das im Winter für Skitourengeher (während das Karwendelhaus geschlossen ist) eine bequeme Übernachtungsgelegenheit mit bis zu 24 Schlafplätzen bietet.

Zugänge

  • Von Scharnitz durchs Karwendeltal, leicht, Gehzeit: 5 Stunden, auch mit Mountainbike befahrbar
  • Von Hinterriß
    • durchs Johannestal, leicht, Gehzeit: 4 Stunden, auch mit dem Mountainbike befahrbar
    • über Rontal, Wechselschneid und Bäralpl, für Geübte, Gehzeit: 7 Stunden
    • über Rontal, Steinlochscharte und Bäralpl, für Geübte, z.T. weglos (I), Gehzeit: 7,5 Stunden
    • über Rontal und Vogelkarscharte, Kletterei bis Schwierigkeit II auf der UIAA-Skala, weglos, Gehzeit: 5,5 Stunden
  • Von Eng, leicht, Gehzeit: 5 Stunden
  • Von Mittenwald
    • über Verein-Alm und Bäralpl, mittel, Gehzeit: 6 Stunden
    • über Hochlandhütte, Gjaidsteig und Bäralpl, mittel, Gehzeit: 7 Stunden

Übergänge

  • Falkenhütte über Hochalmsattel, Kleinen Ahornboden und Ladizalm, leicht, Gehzeit: 3 Stunden
  • Krinner-Kofler-Hütte über Gjaidsteig und Bäralpl, mittel, Gehzeit: 3½ Stunden
  • Hochlandhütte über Gjaidsteig, Bäralpl und Wörnersattel, mittel, Gehzeit: 5 Stunden
  • Pleisenhütte über Brendelsteig und Breitgrieskarscharte (Toni-Gaugg-Höhenweg), weglos, markiert, nur für Geübte, Gehzeit: 8 Stunden
  • Hallerangerhaus über Schlauchkar, Birkkar und Kastenalm, schwierig, sehr lang, Gehzeit: 9 Stunden

Gipfelbesteigungen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ÖK50 des BEV
  2. Hüttenverzeichnisse von OeAV und DAV
  3. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.