Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kartitsch

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kartitsch enthält die 12 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Kartitsch im Bezirk Lienz (Tirol).

Inhaltsverzeichnis

Denkmäler

Foto   Denkmal / Status Standort / GstNr. Beschreibung
Widum
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Widum
ObjektID: 2430
Status: Bescheid
Hollbruck 9
Standort
KG: Hollbruck
GstNr.: .242
Das würfelförmige, barocke Widum (Pfarrhof) stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert und wurde 1983 zuletzt 1983 saniert und wurde in der Folge privat vermietet. Der zweigeschoßige Bau mit Satteldach und giebelseitig aufgeschlossenem Mittelflurgrundriss besitzt ein Rechteckportal mit erneuertem Holzbalkon, glatt geputzte gewundene Säulen an den Gebäudekanten und horizontale Bänder zwischen den Geschoßen. Zudem wurde die Fassade durch Faschenrahmungen um die Portal- und Fensteröffnungen akzentuiert.
Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Mariahilf
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Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Mariahilf
ObjektID: 2427
Status: § 2a
bei Hollbruck 10
Standort
KG: Hollbruck
GstNr.: .258; 1549
Die schlichte, barocke Kirche aus dem 17. Jahrhundert besitzt ein steiles Satteldach, einen eingezogenen polygonalen Chor und einen Turm mit Zwiebelhaube. Mit ihrer qualitätvollen Inneneinrichtung zählt die Wallfahrtskirche zu den bedeutendsten, frühbarocken Kirchenbauten Tirols. Die Pfarrkirche beherbergt Kalk-Secco-Malereien von Gabriel Kessler aus dem Jahr 1686, die Altäre wurden im selben Jahr von Voltener aus Lienz gestaltet.
BW Datei hochladen Kreuzweg
ObjektID: 2429
Status: § 2a
bei Hollbruck 10
Standort
KG: Hollbruck
GstNr.: 1549
Der Kreuzweg wurde 1904 auf dem Weg vom Simmelerstöckl zur Wallfahrtskirche errichtet und 1926 nach dem Ausbau dieser Straße neu aufgestellt. Bei dem Kreuzweg handelt es sich um Bildtafeln in Öl auf Holz unter überdachten Gehäusen.
Militärfriedhof Hochgränten
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Militärfriedhof Hochgränten
ObjektID: 2432
Status: § 2a
Hollbruck
Standort
KG: Hollbruck
GstNr.: 1726
Der österreichisch-ungarische Kriegerfriedhof beherbergt die Gräber von vier am 6. September 1915 am Grenzkamm zwischen Höchgräten-Joch Hollbrucker Spitz gefallenen Standschützen. Ihre Gräber schmücken schmiedeeiserne Grabkreuze und ein Obelisk mit Kreuz und Inschriftentafel, der Friedhof selbst ist von einer Steinmauer mit schmiedeeisernen Ketten und Gittertüren umgeben.
Kath. Filialkirche St. Oswald
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Kath. Filialkirche St. Oswald
ObjektID: 2436
Status: § 2a
bei Kartitsch 31
Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: .1; 1
Die ungegliederte, gotische Filialkirche mit polygonalem Chor und angebautem Turm mit hohem Spitzhelm wurde im 18. Jahrhundert erweitert. Im Inneren besitzt das einschiffige Langhaus Seccomalereien aus dem 17. Jahrhundert, Sterngewölbe und eine qualitätvolle, barocke Inneneinrichtung.
Widum Datei hochladen Widum
ObjektID: 2435
Status: § 2a
Kartitsch 72
Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: .124
Der zweigeschoßige Pfarrhof mit Walmdach wurde zwischen 1665 und 1666 errichtet und besitzt eine nahezu regelmäßige, gemalte Fassadengliederung und ein Reckteckportal. Die gemalte Fassadengliederung weist Ecklisenen und Faschenrahmungen um Fenster und das Portal auf.
Kath. Pfarrkirche St. Leonhard
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Kath. Pfarrkirche St. Leonhard
ObjektID: 2433
Status: § 2a
bei Kartitsch 82
Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: 2128
Die spätgotische, schlanke Pfarrkirche mit einfacher Außengliederung und Südturm mit Spitzhelm wurde im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts an der Stelle eines Vorgängerbaus aus dem Jahr 1386 errichtet. Die Innenausstattung ist von der spätklassizistischen Umgestaltung und der Einrichtung aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geprägt.
Kriegerdenkmal Datei hochladen Kriegerdenkmal
ObjektID: 2434
Status: § 2a
bei Kartitsch 82
Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: 2128
Das Kriegerdenkmal in Kartitsch wurde 1964 auf dem Kirchenvorplatz als hohe, konische Betonstele mit Satteldach errichtet. Es zeigt ein Sgraffito der Heiligen Dreifaltigkeit von Oswald Kollreider sowie die Namen der Gefallenen der beiden Weltkriege.
Militärfriedhof mit Kapelle im Ort Datei hochladen Militärfriedhof mit Kapelle im Ort
ObjektID: 2448
Status: § 2a
bei Kartitsch 159
Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: .293; 748/2
Der Militärfriedhof wurde 1916 gemeinsam mit der Heilig-Kreuz-Kapelle als symmetrische Anlage mit 160 Gräbern für Gefallene des Ersten Weltkriegs errichtet. Die gotisierende Kapelle mit dreiseitigem Chorschluss wacht über die durchwegs schmiedeeisernen Kreuze.
Monegge-Kapelle
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Monegge-Kapelle
ObjektID: 2441
Status: § 2a

Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: .286
Der Bildstock an der Straße ins Kartischer Tal wurde im 1803 über rechteckigem Grundriss mit kreuzbekröntem Satteldach errichtet. Er beherbergt eine schmiedeeisenvergitterte Rundbogennische, in der sich ein Säulenaltärchen aus der Zeit um 1800 mit einem Gemälde der heiligen Oswald und Leonhard befindet.
BW Datei hochladen Prinz-Heinrich-Kapelle
ObjektID: 3151
Status: § 2a

Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: 1827/22
Die Prinz-Heinrich-Kapelle ist eine 1917 errichtete, verschindelte Holzkapelle, die in Gedenken an Prinz Heinrich von Bayern erbaut wurde. Die 1987 neu errichtete Kapelle besitzt einen längsrechteckigen Grundriss mit Apsis, einen offenen Eingangsbereich mit Brüstungsgeländer und ein weit vorkragendes Satteldach mit Glockenträger und kreuzbekröntem Satteldach.
BW Datei hochladen Kriegerfriedhof
ObjektID: 3152
Status: § 2a
bei Obstanserseehütte
Standort
KG: Kartitsch
GstNr.: 1763
Der Kriegerfriedhof der österreichisch-ungarischen Truppen wurde für die zwischen 1915 und 1917 in der Schlacht um Cima Frugnoni und der Pfannspitze gefallenen Standschützen in rund 2.3000 Meter Höhe am Obstansersee errichtet. Der Friedhof beherbergt zwölf Gedenkkreuze für die eindeutig identifizierten Soldaten und wird von einem massiven Eisenzaun umgeben.

Legende

Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:[1]

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Denkmal / Status: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Der Status darunter gibt an, ob das Objekt per Bescheid oder mittels Verordnung (gemäß § 2a Denkmalschutzgesetz)[2] unter Schutz gestellt wurde. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter sind die Katastralgemeinde (KG) und die Grundstücksnummer (GstNr.) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

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Literatur

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler des politischen Bezirkes Lienz. Teil II. Pustertal, Villgratental, Tiroler Gailtal. Verlag Berger, Horn 2007 ISBN 978-3-85028-447-9 (Österreichische Kunsttopographie, Band LVII)

Weblinks

 Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Kartitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz (Stand: 6. Juni 2012) (pdf)
  2. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.
Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing