Straßenbahn Ybbs

Ybbser Straßenbahn
TW 2 im Historama Ferlach
TW 2 im Historama Ferlach
Streckenlänge: 2,943 km
Spurweite: 760 mm (Bosnische Spur)
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Westbahn von Salzburg
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0,000 Bahnhof
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Wieselburgerstraße
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Westbahn nach Wien
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1,000
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Ybbs
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Jubiläumsallee
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Trogbrücke über den Laabenbach
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Städtisches Bad
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2,000
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Remise
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Fabriksgasse
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Vorstadt Angern
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Lange Gasse
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2,943 Stadtplatz
Eröffnung der Straßenbahn

Die Straßenbahn Ybbs war ein österreichischer Straßenbahnbetrieb. Die Bahn verband in den Jahren 1907 bis 1953 die Stadt Ybbs an der Donau mit dem außerhalb des Stadtgebiets an der Westbahn Wien–Salzburg gelegenen Bahnhof Kemmelbach-Ybbs (ab 1910 Ybbs-Kemmelbach, heute Ybbs an der Donau). Die nur 2,943 Kilometer lange Strecke war in der für Straßenbahnen höchst ungewöhnlichen Spurweite von 760 mm (sogenannte Bosnische Spurweite) angelegt und war lange Zeit der kleinste Straßenbahnbetrieb Österreichs (ferner einer der kleinsten Straßenbahnbetriebe der Welt). Erst 1938 verlor die Ybbser Straßenbahn dieses Superlativ an die mit nur 2,543 Kilometern Streckenlänge noch kürzere Straßenbahn Gmunden (die zwar bereits seit 1894 bestand aber erst 1938 in einen Straßenbahnbetrieb umgewidmet wurde). Die offizielle Bezeichnung der Bahn lautete Elektrische Kleinbahn Ybbs–Kemmelbach.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 30. Juni 1906 wurde mit dem Bau der Strecke begonnen, für die allerdings erst am 21. Mai 1907 die Konzession erteilt wurde[1]. (Am 23. März 1908 wurde die Konzession zu Gunsten von Gepäcksverkehr erweitert[2]). Eröffnung war am 11. November 1907. Wegen der engen Kurven wurde eine Spurweite von 760 Millimeter gewählt. Für den Betrieb wurden zwei Triebwagen von der Grazer Waggonfabrik beschafft. Täglich wurden bis zu 20 Fahrten abgewickelt. Die Strecke war bis auf die beiden Weichen, welche in die Wagenhalle abzweigten, komplett eingleisig. Weitere Ausweichen für den Begegnungsfall gab es nicht. Eine weitere Besonderheit war, dass bei Hochwasser, welches den Stadtplatz in Ybbs überschwemmte, der Ersatzverkehr in diesem Bereich mit Ruderbooten abgewickelt wurde.

Im Zuge des Ausbaues der Straße zum Kraftwerk Ybbs-Persenbeug, dem ersten Donaukraftwerk in Österreich, wurde die Straßenbahn eingestellt. Am 22. September 1953 fuhr sie zum letzten Mal. Die Straßenbahn wurde durch eine Autobusverbindung ersetzt.

Fahrzeuge

Nr. Baujahr Hersteller LÜP Achsstand Bemerkungen:
1 1907 Grazer Waggonfabrik 6.550 mm 2.000 mm 1953 verkauft, 1964 verschrottet
2 1907 Grazer Waggonfabrik 6.550 mm 2.000 mm 1953 verkauft, bis heute erhalten

Für den Betrieb der Strecke standen zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Nach der Betriebseinstellung wurden die beiden Triebwagen von der Lokalbahn Mixnitz–Sankt Erhard gekauft. Triebwagen 2 erhielt die Bezeichnung T 2 und wurde im Verschubdienst eingesetzt. 1963 wurde das Fahrzeug durch eine E-Lok abgelöst. Weitgehend in den Originalzustand zurückversetzt ging er anschließend an das Museum des Vereins Nostalgiebahnen in Kärnten wo er bis heute im Historama Ferlach erhalten geblieben ist. Der Triebwagen 1 (nach dem Verkauf als T 1 bezeichnet) wurde als Ersatzteilspender verwendet und 1964 verschrottet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kundmachung des Eisenbahnministeriums vom 21. Mai 1907, betreffend die Konzessionierung einer mit elektrischer Kraft zu betreibenden schmalspurigen Kleinbahn von Kemmelbach-Ybbs nach Ybbs.
  2. Kundmachung des Eisenbahnministeriums vom 23. März 1908, betreffend die Abänderung der Kundmachung des Eisenbahnministeriums vom 21. Mai 1907, R. G. Bl. Nr. 134, betreffend die Konzessionierung einer mit elektrischer Kraft zu betreibenden schmalspurigen Kleinbahn von Kemmelbach-Ybbs nach Ybbs, aus Anlaß der Einführung des Gepäcksverkehres auf dieser Kleinbahn.
  3. Bestandsnachweis Österreichischer Bibliothekenverbund
  4. Bestandsnachweis Österreichischer Bibliothekenverbund
  5. Bestandsnachweis Österreichischer Bibliothekenverbund

Weblinks