Lokalbahn Mixnitz–Sankt Erhard

Lokalbahn Mixnitz–Sankt Erhard
E4 mit gemischtem Güter-Personenzug bei Mautstatt
E4 mit gemischtem Güter-Personenzug bei Mautstatt
Streckenlänge: 10,7 km
Spurweite: 760 mm (Bosnische Spur)
Stromsystem: 800 V =
Kopfbahnhof – Streckenanfang
0,0 Mixnitz-Bärenschützklamm 446 m ü. A.
Bahnhof ohne Personenverkehr
1,4 Mautstatt
Bahnhof ohne Personenverkehr
5,0 Baumgartwiese 512 m ü. A.
   
5,3 Meinhof 1949 aufgelassen
Bahnhof ohne Personenverkehr
7,4 Schafferwerke 565 m ü. A.
   
8,3 Sägewerk Gerstl 1949 aufgelassen
   
9,1 St.Jakob Breitenau 1966 aufgelassen
   
9,8 St.Jakob Ort 1966 aufgelassen
   
10,4 Magnesitwerk Veitsch-Radex
   
10,7 Sankt Erhard 619 m ü. A.

Die Lokalbahn Mixnitz-Sankt Erhard AG oder Breitenauerbahn in der Steiermark ist eine hundertprozentige Tochter der RHI AG, die das Magnesitwerk Breitenau betreibt. Der Lokalbahngesellschaft gehört die Schmalspurbahn, die von den Steiermärkischen Landesbahnen betrieben wird. Sie weist eine Spurweite von 760 mm auf und wurde im Zuge der Erschließung der Magnesitvorkommen in Breitenau erbaut.

Ausgangspunkt der Bahn ist der ÖBB-Bahnhof Mixnitz-Bärenschützklamm (Österreichische Südbahn), wo die beförderten Frachten auf Normalspurwagen umgeladen werden. Der heutige Endpunkt der Strecke liegt direkt im Werksgelände des Magnesitwerks in Breitenau.

Geschichte

1906 wurde im steirischen Ort Breitenau am Hochlantsch - in einem östlich der Mur gelegenen Seitental - ein von dem deutschen Industriellen Carl Spaeter gegründeter Magnesitbergbaubetrieb nebst anschließender Verhüttung gebaut.

Schon bald waren die Grenzen des Abtransportes der Produktion sowie des Antransportes der notwendigen Produktionsmittel wie Kohle per Pferdefuhrwerk zu erkennen. Es wurde daher der Plan einer schmalspurigen elektrischen Kleinbahn geboren.

Der erste Personenzug verkehrte auf der Strecke am 12. September 1913, damals noch mit 600 V Gleichstrom. Später stellte man den Betrieb auf 800 V Gleichstrom um. 1953 wurden zwei Fahrzeuge von der eingestellten Ybbser Straßenbahn zu Verschubzwecken erworben.

Die Strecke diente von Anfang an vorrangig dem Materialtransport des Magnesitwerkes, aber auch den damals umfangreichen Holztransporten sowie bis ins Jahr 1966 auch dem Personenverkehr.

Nachdem der Personenverkehr im Laufe der Jahre nämlich immer mehr zurückgegangen war, wurde er am 31. Juli 1966 eingestellt und durch eine Postautolinie ersetzt.

Mit der Einstellung des Personenverkehres wurde auch die Strecke an beiden Endpunkten geringfügig verkürzt und die Abstellhalle sowie die Werkstätte nach Mixnitz verlagert. Am Platz des ehemaligen dreigleisigen Bahnhofes St. Erhard nebst Service- und Verladegleisen befindet sich heute eine Halle des Magnesitwerkes.

Ab dem Jahr 1988 wurde schrittweise die Sanierung der Strecke vorgenommen.

Durch heftige Regenfälle verursachtes Hochwasser führte im August 2005 in einigen Abschnitten zu schweren Schäden am Oberbau, so dass kein Fahrbetrieb stattfinden konnte. Am 14. Oktober 2005 wurde nach Wiederherstellung der Strecke der Betrieb wieder aufgenommen.

Literatur

Weblinks