Veitsch

Veitsch
Wappen von Veitsch
Veitsch (Österreich)
Veitsch
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Mürzzuschlag
Kfz-Kennzeichen: MZ
Fläche: 77,58 km²
Koordinaten: 47° 35′ N, 15° 30′ O47.57944444444415.492777777778664Koordinaten: 47° 34′ 46″ N, 15° 29′ 34″ O
Höhe: 664 m ü. A.
Einwohner: 2.499 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 32,21 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 8663, 8664
Gemeindekennziffer: 6 13 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 18
8663 Veitsch
Website: www.veitsch.at
Politik
Bürgermeister: Erwin Dissauer (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
10
5
10 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Veitsch im Bezirk Mürzzuschlag
Allerheiligen im Mürztal Altenberg an der Rax Ganz Kapellen (Steiermark) Kindberg Krieglach Langenwang Mitterdorf im Mürztal Mürzhofen Mürzsteg Mürzzuschlag Neuberg an der Mürz Spital am Semmering Stanz im Mürztal Veitsch Wartberg im Mürztal SteiermarkLage der Gemeinde Veitsch im Bezirk Mürzzuschlag (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Veitsch ist eine Marktgemeinde mit 2499 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Mürztal in der Steiermark in Österreich (Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Mürzzuschlag). Die Gemeinde Veitsch umfasst auf 77,70 Quadratkilometern vier Katastralgemeinden: Dorf-Veitsch, Groß-Veitsch, Klein-Veitsch und Niederaigen. Weltweite Bekanntheit erlangte die Gemeinde durch den Fund von Magnesit und die Gründung der Veitscher Magnesitwerke AG im Jahr 1881. Bis zum heutigen Tag befindet sich das Stammwerk der nunmehrigen RHI AG in Veitsch.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Marktgemeinde Veitsch liegt in einem Seitental des Mürztals am Fuß des Gebirgsstocks der Hohen Veitsch (1981m ü.A.) auf einer Seehöhe von 664m ü.A.(Dorf-Veitsch). Der Ölberg/Sattlerkogel hinter der Veitscher Pfarrkirche teilen das Veitschtal in das Groß-Veitsch-Tal, das zum Wandergebiet Brunnalm am Fuß des westlichen Endes der Hohen Veitsch führt und in das Klein-Veitsch-Tal, das zum östlichen Ende des Plateaus der Hohen Veitsch führt. Im Süden mündet das Veitschtal bei Mitterdorf ins Mürztal. Nach Norden begrenzt der ausgedehnte Kalkgebirgsstock der Hohen Veitsch mit seinem weitläufigen Plateau das Gemeindegebiet. Im Osten begrenzen bewaldete Bergrücken das Tal. Im Westen führt eine Verbindung über den Pretalsattel (1069 m ü. A.) in das Stübmingtal sowie das Becken von Aflenz.

Gemeindegliederung

Die Marktgemeinde gliedert sich in die vier Katastralgemeinden Dorf-Veitsch, Groß-Veitsch, Klein-Veitsch, Niederaigen. Oftmals wird als fünfte Katastralgemeinde Rad genannt.

Nachbargemeinden

Gußwerk Mürzsteg Neuberg an der Mürz
Turnau Nachbargemeinden Krieglach
Wartberg im Mürztal Mitterdorf im Mürztal Krieglach

Tourismus und Sport

Die Hohe Veitsch ist ein beliebtes Ski- und Wandergebiet und wird manchmal als das „kleinste Hochgebirge“ der Steirisch-Niederösterreichischen Kalkalpen bezeichnet. Gämsen, Hirsche, Adler, Auerhähne, Alpendohlen sowie Edelweiß, Petergstamm und Enziane sind hier heimisch. Bemerkenswert ist vor allem das ausgedehnte Plateau welches sich vom Gipfel der Hohen Veitsch (1981m ü.A.) über mehrere Kilometer leicht nach Osten hin abfallend bis auf die Klein-Veitsch-Alm (1451 m ü.A.) erstreckt.

2004 wurde in Veitsch das größte begehbare Holzkreuz Europas errichtet und eröffnet (Pilgerkreuz am Veitscher Ölberg).

Der Kirchplatz ist auch Ausgangspunkt für den Magnesitwanderweg (etwa 3-4 Std. auf max. 1000 m).

Die Gemeinde Veitsch betreibt seit 1954 ein Hallenbad, dem inzwischen ein Jugend- und Familiengästehaus angeschlossen worden ist. Im Jahre 1959 wurde ein erster Schlepplift im Skigebiet der Brunnalm gebaut. Heute sind im Winter eine Vierer-Sesselbahn und drei Schleppliftanlagen in Betrieb.

Seit 1986 wird entlang der Gemeindegrenzen der "Veitscher Grenzstaffellauf" (etwa 54 km für 3 Staffeln oder Durchläufer) bei mittleren Laufzeiten von etwa 4,5 Stunden durchgeführt.

Industrie

Pilgerkreuz Veitsch

Veitsch ist seit 1881 ein Ort des Magnesit-Abbaus, begründet vom Koblenzer Großkaufmann Friedrich Albert Carl Spaeter. Zuvor wurde ohne großen Erfolg Eisen, Kupfer, Mangan und Graphit abgebaut.

Die Veitscher Magnesitwerke AG unter dem französischen Präsidenten Henry Goldberger trugen zur Schaffung eines relativen Wohlstandes bei: Angestellten- und Arbeiterwohnungen wurden von der AG erbaut und den Mietern kostengünstig zur Verfügung gestellt. Während es früher bis zu 1400 Beschäftigte gab, ist man seit der Stilllegung des Bergbaues (1. Februar 1968) derzeit (2005) auf einem Stand von etwa 300 Mitarbeitern. Heute wird im Werk Veitsch Magnesit, das an anderen Standorten abgebaut wird, in Korn zerkleinert für die Weiterverarbeitung für Feuerfestprodukte wie Zementofensteine. Des Weiteren steht im Veitschtal eine der Fertighausproduktionsstätten des deutschen Fertighausherstellers Bien-Zenker mit ca. 250 Mitarbeitern.

Verkehr

Die Brunnalmstraße wurde im Herbst 2005 durch eine sanfte neue Straßenführung ersetzt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Einsatzorganisationen

Die größte Einsatzorganisation in Veitsch ist die Freiwillige Feuerwehr. Sie besitzt 5 Feuerwehrfahrzeuge (1 Rüstlöschfahrzeug RLFA 2000, 1 Löschfahrzeug LFB-A, 2 Kleinlöschfahrzeuge KLF-A und 1 Mannschaftstransportfahrzeug MTF-A).

Literatur

Weblinks

 Commons: Veitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien