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Albrecht V. #

(als deutscher König Albrecht II.)


* 10. 8. 1397, Wien

† 27. 10. 1439, Neszmély bei Esztergom (Ungarn)


Sohn Albrechts IV., Herzog von Österreich, König von Ungarn und Böhmen sowie deutscher König;


 

Albrecht V.
Herzog Albrecht V. (König Albrecht II.). Anonym. Gemälde, 16. Jh.
© Copyright Kunsthistorisches Museum, Wien für AEIOU

1411 von den Ständen für großjährig erklärt, vermählte sich 1422 mit Elisabeth, Tochter von Kaiser Sigismund von Luxemburg (auch König von Böhmen und Ungarn), wurde 1437 König von Ungarn und Kroatien, 1438 von Böhmen und im selben Jahr als dritter Habsburger auch deutscher König.

Er förderte die Melker Klosterreform und ordnete am 12. März 1421 durch herzogliches Edikt die gesamtösterreichische (!) Vernichtung der Juden (zu richten durch den prannt = Scheiterhaufen = ) in siebzehn landesfürstlichen Orten, wie Wien, Krems, Klosterneuburg, Herzogenburg etc., an.

Begründet wurde diese durch einen angeblichen Hostienfrevel in Enns sowie durch eine vermutete Unterstützung der Hussiten durch die Juden. Da aber die jüdische Gemeinde von Komotau nach der Eroberung der Stadt durch die Hussiten am 16. März 1421 geschlossen Selbstmord beging, um der Zwangskatholisierung zu entgehen, waren offensichtlich eher andere Ursachen für die "Gesera" ausschlaggebend. Albrecht führte mehrere Kriege gegen die Hussiten und Türken.

Sein Sohn Ladislaus Postumus wurde erst nach seinem Tod geboren.

Quellen#

  • Thomas Ebendorfer: Chronica Austriae, Berlin/Zürich 1967.

Literatur#

  • E. Zöllner: Geschichte Österreichs. Standardwerk, zahlreiche Auflagen.
  • G. Hödl, A. II., Königtum, Reichsregierung und Reichsreform 1438-39, 1978.


Redaktion: Dr. Karl Glaubauf