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Eggenburg#

Eggenburg
Wappen von Eggenburg

Bundesland: Niederösterreich Eggenburg, Niederösterreich
Bezirk: Horn, Stadt
Einwohner: 3.599 (Stand 2017)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 329 m
Fläche: 23,52 km²
Postleitzahl: 3730
Website: www.eggenburg.gv.at


Eggenburg: Spätgotische Steinkanzel in der Stadtpfarrkirche., © Copyright Österreichwerbung, Grünert.
Eggenburg: Spätgotische Steinkanzel in der Stadtpfarrkirche.
© Copyright Österreichwerbung, Grünert.

Eggenburg ist an der Schmida, am Nordostrand des Manhartsbergs an der Grenze von Wald- und Weinviertel, gelegen. Bezirksgericht, -Bauernkammer, -Feuerwehrkommando, Amt der Niederösterreichischen Landesregierung (Bauleitung), Eichamt, Sonderkrankenanstalt. Krahuletz-Museum (1902, Urgeschichte und Volkskunde des Raumes Eggenburg, benannt nach Büchsenmacher J. Krahuletz), Motorrad- und Technikmuseum, Stadthalle, Lehrlingsheim "Lindenhof" der Stadt Wien, Mehrzweckhalle, Medien- und Kommunikationszentrum nördliches Niederösterreich; Berufsschule für KFZ-Mechaniker, Volkshochschule; Dienstleistungsbereich dominiert, vor allem persönliche, soziale und öffentliche Dienste (Lehrlingsheim, Krankenhaus), Großspedition; daneben Metallverarbeitung (Spezialschlösser und Schlüssel, Drahtgitter), Elektronik- (Telekommunikation) und Kunststoffindustrie, großer Schlachtbetrieb, Teigwarenfabrik, Sägewerk.

Das Gebiet ist ein sehr alter Siedlungsraum (Paläolithikum, Hallstattkultur); urkundlich erstmals erwähnt wurde der Ort um 1125, das Stadtrecht wurde 1277 verliehen. Dem weißen Stein von Eggenburg, dem in Zoggelsdorf gebrochenen Sandstein, verdankte die Stadt zur Barockzeit ihren Reichtum.

Eggenburg ist Mitglied der Gemeinschaft NÖ Stadtmauerstädte: Die fast zur Gänze erhaltene Stadtmauer (etwa 2 km) wurde um 1400 fertiggestellt, heute lädt sie zu einem romantischen Rundgang um Mauern und Türmen ein, eine Zinnenwanderung beim Kanzlerturm ermöglicht den Blick von oben.

Sehenswert ist der historische Hauptplatz mit dem Gemalten Haus (Sgraffito E. Degasperi, 1577), mit Pranger, Adlerbrunnen, barocken Bildsäulen aus Zogelsdorfer Sandstein, Pfarrkirche (spätgotisch um 1340, mit Steinkanzel, 1515, ähnlich der Pilgramkanzel im Wiener Stephansdom) und Karner, das Redemptoristenkloster und -kirche (gotischer Kern).

Einen Besuch wert sind überdies das Krahuletz-Museum, das Österreichische Motorrad-Museum, ein Heuriger in der idyllischen Kellergasse Stoitzendorf oder einer der vielen Weinkeller.

Weiterführendes#

Literatur#

  • H. Brandstetter, Eggenburg, Geschichte und Kultur, 1986
  • L. Brunner, Eggenburg, Geschichte einer niederösterreichischen Stadt, 2 Bände, 1933/39
  • Österreichisches Städtebuch, Band IV, Teil 1, Die Städte Niederösterreichs, 1988