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Gumpoldskirchen#

Gumpoldskirchen
Wappen von Gumpoldskirchen

Bundesland: Niederösterreich Gumpoldskirchen, Niederösterreich
Bezirk: Mödling, Markt
Einwohner: 3.850 (Stand 2017)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 250 m
Fläche: 8,11 km²
Postleitzahl: 2353
Website: www.gumpoldskirchen.at


Gumpoldskirchen ist Weinbauort am Fuß des Anninger (674 m) am Rand des Wiener Beckens. Von 1938 bis 1945 war Gumpoldskirchen ein Teil von "Groß-Wien".

In der Gemeinde befinden sich die Bundeskellereiinspektion (Außenstelle), die Aufsichtsstelle der Ersten Wiener Hochquellenleitung sowie ein Sportzentrum und eine landwirtschaftliche Fachschule für Weinbau (seit 1898). Rund 64 % der Beschäftigten (1991) waren in der Produktion (Lederfabrik, Obst- und Gemüsekonservenerzeugung, chemische Industrie, Maschinen- und Automatenindustrie, Kalk- und Schotterwerk) tätig. Weinbau und -Ausschank und Fremdenverkehr sind ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Urkundlich erstmals 1120-30 erwähnt, ist Gumpoldskirchen bereits im Mittelalter ein bedeutender Weinbauort und Weinmarkt. Heute bestehen 200 Winzerbetriebe mit einer Jahresproduktion von rund 17.000 hl; typische Weine sind "Zierfandler", "Rotgipfler" und "Spät-Rotrotgipfler".

Sehenswert sind unter anderem:

  • Pfarrkirche, ehemalige Deutschordenskirche (1. Hälfte 15. Jahrhundert) mit massigem Turm und ehemaligem Kommendehaus (spätbarocker Schlossbau), von Resten der Wehrmauer umgeben
  • Renaissancerathaus (16. Jahrhundert) mit markantem Eckturm und Laubengängen
  • Weinhauerhäuser (16.-18. Jahrhundert) teilweise mit biedermeierlichen Fassaden
  • Pranger (1563)

Weiterführendes#

Literatur#

  • J. Hagenauer, 850 Jahre Gumpoldskirchen, 1990
  • K. Neumaier, Heimatbuch von Gumpoldskirchen, 1948