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Hohenems#

Wappen von Hohenems., © Verlag Ed. Hölzel, Wien, für AEIOU
Wappen von Hohenems.
© Verlag Ed. Hölzel, Wien, für AEIOU

Bundesland: Vorarlberg Hohenems, Vorarlberg
Bezirk: Dornbirn, Gemeinde
Einwohner: 16.127 (Stand 2017)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 432 m
Fläche: 29,19 km²
Postleitzahl: 6845
Website: www.hohenems.at


Industrieort mit Schwefelbad (seit dem 15. Jahrhundert), am Ostrand des Rheintals, südwestlich von Dornbirn

In unmittelbarer Nähe der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, unweit der Landeshauptstadt Bregenz, Vorarlbergs größter Stadt Dornbirn und der Schulstadt Feldkirch ist Hohenems ein pittoreskes Herzstück des Vorarlberger Rheintales. Die historische Stadt liegt malerisch zwischen grünen Rheinauen und dem imposanten Schlossberg.

Krankenhaus, Zollamt, Gebietskrankenkasse (Außenstelle), Flugplatz, Stadion Herrenried, "Stoffels Sägemühle", Islamisches Kulturzentrum, Jugendzentrum, Geschäftsstelle des Vorarlberger Medienhauses, Erholungszentrum Rheinauen, Kunsteisbahn, Wasserwerk, Konzerte der Bregenzer Festspiele (Juli-August) im Renaissancepalast; landwirtschaftliche Fachschule und Berufsschule, hauswirtschaftliche Berufsschule, Flugschule (priv.). 4995 Beschäftigte (1991), davon rund 65 % in der Produktion: Skifabrik, Textilindustrie (Herrenbekleidung, Heimtextilien), Eloxal- und Galvanowerk (Besteckerzeugung), daneben breite Palette an Mittel- und Kleinbetrieben (unter anderem Nahrungsmittel, Textilien, Strickwaren, Holzverarbeitung, Marmorwerk usw.); Handel, Fremdenverkehr.

Urkundlich 1180 "Amides", war reichsunmittelbare Herrschaft, kam 1765 unter österreichische Verwaltung, Stadterhebung 1983; Pfarrkirche (1576-80, 1796/97 erweitert) mit Fresken (1798) und Renaissancehochaltar (Figuren von H. Dieffolt, 1580), Grabmäler von Mark Sittich I. (1533) und Kaspar von Hohenems (1635). Jüdisches Museum, Synagoge, Judengasse und ehemaliger jüdischer Friedhof erinnern an das jüdische Viertel (ab 1617); Burgruine Alt-Ems (Bauphasen 12.-17. Jahrhundert, Sitz des Epikers Rudolf von Ems); Burg Neu-Ems (Glopper, 1343 gegründet, heutiger Baubestand vor allem aus der Zeit des Wiederaufbaus um 1407); im Ort Renaissancepalast (1562-67) des Kardinals Mark Sittich, 1603-10 erweitert; in der Bibliothek wurden 1755 und 1779 zwei Handschriften des Nibelungenlieds entdeckt; Nibelungenbrunnen (1955) auf dem Schlossplatz; Rathaus (1567); größter Kieselkalksteinbruch in Vorarlberg. Freilichtmuseum.

Weiterführendes#

Literatur#

  • Marktgemeinde Hohenems (Hg.), Hohenems, 3 Bände, 1975-83
  • C. Wallmann, Hohenems - die jüngste Stadt in Vorarlberg, Diplomarbeit, Innsbruck 1987