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Neue Freie Presse#

Die Wiener Tageszeitung "Neue Freie Presse" wurde 1864 von den "Presse"-Redakteuren Michael Etienne und Max Friedländer nach einem Zerwürfnis mit dem "Die Presse"-Verleger August Zang gegründet. Die Anfangsauflage von 10.000 Exemplaren, steigerte sich laufend und hatte bereits nach 3 Jahre die der "Presse" überholt.

Die Neue Freie Presse verfolgte eine großbürgerlich-liberale Linie; aufgrund hervorragender Mitarbeiter (unter anderem Edúard Hanslick, Ludwig Speidel, Daniel Spitzer, Theodor Herzl) und moderner Gestaltung in Journalistik und Technik (1869-73 Übergang zum Rotationsdruck) entwickelte sich die Neue Freie Presse unter ihrem Mitherausgeber und (1908-20) Chefredakteur Moriz Benedikt zum Weltblatt.

(Nach dem Tod 1921 von Moritz Benedikt ging das Blatt an seinen Sohn über, der auch die Chefredaktion übernahm; in weiterer Folge gingen die Aktien der Neuen Freien Presse an ein Konsortium und wurden schließlich von der österreichischen Regierung erworben).

Die Zeitung erschien von 1. 9. 1864 bis 31. 1. 1939 und erreichte 1930 (mit einer Wochentagsauflage von 78.000 Exemplaren) ihre stärkste Verbreitung. Am 1. Februar 1939 wurde die "Neue Freie Presse" mit dem "Neuen Wiener Tagblatt" unter dem Titel des letzteren zusammengelegt.


Auflagen#

  • 1864: 10.000
  • 1867: 18.000
  • 1870: 25.000
  • 1890: 40.000
  • 1901: 55.000
  • 1930: 78.000
  • 1934: 59.000
  • 1938: 50.000


--> Historische Bilder zu Neue Freie Presse (IMAGNO)

Literatur#

  • A. Wandruszka, Geschichte einer Zeitung, 1958
  • F. Endler, Österreich zwischen den Zeilen, 1973

Weiterführendes#