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P. E. N.-Club, Österreichischer #

P. E. N. = Abkürzung für "Poets, Essayists, Novelists"


Österreichische Teilorganisation der bedeutendsten internationalen Schriftstellervereinigung, gegründet 1921 in London. Das österreichische P. E. N.-Zentrum konstituierte sich im Juni 1923; erster Ehrenpräsident wurde Arthur Schnitzler, erste Generalsekretärin Grete von Urbanitzky. Obwohl ursprünglich unpolitisch gedacht und der Idee der Völkerverständigung, der Freiheit der Meinungsäußerung und einem humanistischen Ideal verpflichtet, geriet auch der Österreichische P. in den Sog der politischen Radikalisierung nach 1930. Auf dem XI. Kongress des Internationalen P. E. N.-Clubs in Dubrovnik (Kroatien) kam es in der Folge im Mai 1933 zum Eklat, als sich die österreichischen Delegierten G. von Urbanitzky und Felix Salten nicht dem Protest gegen die Bücherverbrennungen im Deutschen Reich anschlossen; in der Folge traten jedoch die NS-Sympathisanten unter den Mitgliedern aus dem Österreichischen P. aus, darunter Mirko Jelusich, Bruno Brehm und Robert Hohlbaum. Damit war faktisch eine Spaltung der österreichischen Literatur gegeben; die Autoren des demokratisch-bürgerlichen Lagers gerieten ins Abseits und gingen zum Großteil noch vor dem Anschluss ins Exil. Von den Nationalsozialisten 1938 aufgelöst, wurde der Österreichische P.E.N.-Club insbesonders auf Betreiben von Robert Neumann, dem Generalsekretär des 1939 gegründeten österreichischen Exil-P.E.N.-Clubs, 1947 neu gegründet; erster Präsident des Österreichischen P.E.N-Club nach dem 2. Weltkrieg wurde Franz Theodor Csokor. Zu Beginn der 70er Jahre verstärkte sich die grundsätzliche Kritik am Österreichischen P.E.N.-Clubs, vor allem von Seiten der Grazer Autorenversammlung.


Präsidenten des Österreichischen P.E.N.-Clubs#

Weiterführendes#

Literatur#

  • C. Gürtler, Die literarhistorische Entwicklung und Bedeutung des Österreichen P. E. N.-Clubs ab 1945, Hausarbeit, Wien 1978
  • K. Amann, P. E. N.-Club. Politik - Emigration - Nationalsozialismus, 1984
  • H. Zeman (Hg.), Literaturlandschaft, 1997