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Ranggeln, bäuerliches#

Dem in der Schweiz gebräuchlichen Schwingen ähnliches Kampfspiel (Ringsport). Besonders auf almenreichen Gebirgshöhen ausgetragen, zum Beispiel traditionell am Jakobstag (25. 7.) auf dem Hundstein bei Zell am See (Salzburg). Im früher nur von ledigen Teilnehmern ausgeübten Ranggeln messen sich die Burschen der umliegenden Talschaften. Beim ritualisiert geregelten Kampf tragen die Ranggler eine eigene Kleidung aus grober Leinwand. Sie kämpfen bloßfüßig unter der Kontrolle des "Schermtax", nur bestimmte Griffe ("Kreuzwurf", "Hufer", "Stierer", "Aufdrahn") sind erlaubt. Der Sieger erhält den jährlich vergebenen Ehrentitel eines "Hagmoar". Ranggeln ist auch in Tirol ("Robeln", Gauderfest) und Kärnten bekannt, gilt aber vor allem in Salzburg als regionaltypischer Brauch, der von dem 1947 gegründeten "Salzburger Rangglerverband" organisiert und heute als Sport verstanden wird.

Literatur#

  • I. Peter, Das Ranggeln im Pinzgau und verwandte Kampfsportarten in anderen Alpenländern, 1981