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St. Veit an der Glan#

St. Veit an der Glan
Wappen von St. Veit an der Glan

Bundesland: Kärnten Sankt Veit an der Glan, Kaernten
Bezirk: St. Veit an der Glan, Stadt
Einwohner: 12.491 (Stand 2017)
Bevölkerungsentwicklung: Statistik Austria
Höhe: 482 m
Fläche: 50,72 km²
Postleitzahl: 9300
Website: www.stveit.carinthia.at


Die Stadt liegt am Nordostrand des Glantals.

Urkundlich wurde St. Veit an der Glan erstmals 1224 als Stadt bezeichnet. Zeitweise bambergisch war sie spätestens ab 1170 im Besitz der Sponheimer (Herzogsburg) und bis 1518 die Hauptstadt von Kärnten, sowie Münzstätte (1205-1725, mit Unterbrechung). Wirtschaftliche Bedeutung erlangte die Stadt vor allem durch das Niederlagsrecht (1399-1781) für Eisen.

Die Altstadt ist fast gänzlich von einer mittelalterlichen Stadtmauer (15. Jahrhundert) und einem ehemaligen Wassergraben umgeben. Die romanisch-spätgotische Stadtpfarrkirche beherbergt einen reich geschnitzten Hochaltar (1752), Seitenaltäre und eine Kanzel von J. Pacher. Der romanischer Karner ist mit karolingischem Flechtwerkstein und spätgotischem Kruzifix (um 1516) ausgestattet.

Die frühgotische Klosterkirche Unsere Liebe Frau (ab 1323 Klarissen, nach 1640 Franziskaner, 1786 aufgehoben) weist einen Hochaltar (1734) von J. Pacher auf. Weiter sehenswert sind die Kalvarienbergkirche (1658), die ehemalige Spitalskirche (14. Jahrhundert), die ein Trabantenmuseum beherbergt.

Das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert wurde 1754/55 umgestaltet und hat heute eine Stuckfassade, sowie einen großen Saal und Arkadenhof (um 1540). Das Carinthiahaus, die sogenannte Herzogsburg (1523-29, Heimatmuseum), der Schüsselbrunnen (1566) mit "Schüsselbrunnbartele" (spätgotische Bronzefigur) und römerzeitlicher Schale aus Virunum, der Florianibrunnen mit Figur Walthers von der Vogelweide, sowie die Pestsäule (1715/16) sind auch besuchenswert.

In der Gegend liegen die Schlösser Kölnhof (ursprünglich gotisch, Umbau 1778 und 1884) und Weyer (Renaissance, 1532) mit wehrhafter Anlage (16. Jahrhundert) und mit großem Hof und Arkadenfront. Im Gemeindegebiet liegt weiter die romanische Pfarrkirche Sankt Donat, die barock verändert wurde und einen Altar (1747) mit gotischer Madonna beherbergt, sowie römische Inschrift- und Reliefsteine aus Virunum.

Weiterführendes#

Literatur#

  • H. Pressinger, St. Veit an der Glan. Eine Stadtgeographie, Dissertation, Graz 1965
  • S. Hartwagner, Der Bezirk St. Veit an der Glan, seine Kunstwerke, historische Lebens- und Siedlungsformen, 1977