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vom 31.05.2018, aktuelle Version,

Alessandro Schöpf

Alessandro Schöpf
im Trikot der Nationalmannschaft (2014)
Personalia
Geburtstag 7. Februar 1994
Geburtsort Umhausen, Tirol, Österreich
Größe 178 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1999–2007 SV Längenfeld
2007–2009 AKA Tirol
2009–2012 FC Bayern München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2012–2014 FC Bayern München II 63 (22)
2013–2014 FC Bayern München 00 (0)
2014–2016 1. FC Nürnberg 51 (11)
2016– FC Schalke 04 56 0(9)
2017 FC Schalke 04 II 1 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2009–2010 Österreich U16 5 0(0)
2011 Österreich U18 1 0(0)
2012–2013 Österreich U19 10 0(2)
2013–2015 Österreich U21 19 0(8)
2016– Österreich 16 0(3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/18

2 Stand: 30. Mai 2018

Alessandro Schöpf (* 7. Februar 1994 in Umhausen, Tirol) ist ein österreichischer Fußballspieler. Der aus dem Ötztal stammende Mittelfeldspieler wechselte bereits als 15-Jähriger nach Deutschland, steht beim FC Schalke 04 unter Vertrag und ist österreichischer Nationalspieler.

Vereinskarriere

Beginn in Österreich und Fortsetzung in Deutschland

Schöpf begann im Alter von fünf Jahren beim SV Längenfeld mit dem Fußballspielen. Nach acht Spielzeiten wechselte er in die Akademie Tirol. 2009 schloss er sich dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München an. Nach zwei Jahren in der B-Jugend rückte er in der Saison 2011/12 in den Kader der A-Jugend auf und hatte durch fünf Tore und zwei Torvorlagen nach 25 Spielen Anteil am Gewinn der Meisterschaft in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest. Dadurch qualifizierte sich die Mannschaft für die Meisterschaftsendrunde, in der sie im Finale dem FC Schalke 04 mit 1:2 unterlegen war.

FC Bayern München

2012 rückte er in die zweite Mannschaft auf, bestritt in zwei Spielzeiten 63 Spiele in der viertklassigen Regionalliga Bayern und erzielte 22 Tore. Sein Pflichtspieldebüt im Seniorenbereich gab er am 21. Juli 2012 beim 1:1 im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg II, sein erstes Tor erzielte er am 7. Oktober 2012 beim 5:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen Viktoria Aschaffenburg mit dem Treffer zum 2:0 in der 55. Minute. Im November 2013 unterschrieb er einen bis 2016 laufenden Profivertrag beim FC Bayern, kam aber nicht für die erste Mannschaft zum Einsatz.[1]

1. FC Nürnberg

Zur Saison 2014/15 verpflichtete ihn der Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg, für den er am 3. August 2014 (1. Spieltag) beim 1:0-Sieg im Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue sein erstes Ligaspiel bestritt. Am 29. September 2014 erzielte er beim 3:2-Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit zwei Toren seine ersten Treffer in der 2. Bundesliga.[2] Er etablierte sich in der Folge in der ersten Mannschaft der Nürnberger; auch nach dem Trainerwechsel im November 2014 von Valérien Ismaël auf René Weiler. Am Saisonende hatte Schöpf in 32 Ligaspielen fünf Tore erzielt und sieben Torvorlagen gegeben. Für den Verein endete die Saison jedoch nur mit einem Mittelfeldplatz. Auch in der Folgesaison war Schöpf Stammspieler. Am Ende des Jahres 2015 hatte er in 19 Ligaspielen sechs Tore erzielt, vier weitere vorbereitet und stand mit dem Verein auf dem dritten Tabellenplatz.

FC Schalke 04

Am 9. Jänner 2016 wechselte Schöpf zum Bundesligisten FC Schalke 04, bei dem er einen zunächst bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag erhielt.[3] Sein Bundesligadebüt gab er am 30. Jänner 2016 beim 2:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen den SV Darmstadt 98, als er in der 89. Minute für Leroy Sané eingewechselt wurde. Sein erstes Tor für den FC Schalke 04 und in der Bundesliga erzielte er am 6. Februar 2016 beim 3:0-Sieg im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit dem Treffer zum Endstand in der 87. Minute. Am Ende der Saison hatte er in 13 Spielen in der Bundesliga drei Tore erzielt und drei Torvorlagen gegeben.

Zur Saison 2016/17 wurde Trainer André Breitenreiter durch Markus Weinzierl ersetzt. Die ersten fünf Bundesligaspiele wurden allesamt verloren. Unter dem neuen Trainer bestritt Schöpf erst am 4. Spieltag sein erstes Bundesligaspiel in der laufenden Saison. Zuvor war er lediglich im Erstrundenspiel des DFB-Pokals in Freiburg beim 4:1 gegen den sechstklassigen FC 08 Villingen zum Einsatz gekommen. Sein erstes Pflichtspieltor der Saison erzielte er am 6. November 2016, dem 10. Spieltag, gegen Werder Bremen. Beim 3:1-Sieg erzielte er auch mit einem zweiten Treffer den Endstand. Am 28. Mai 2017 zog er sich beim 4:1-Sieg gegen Bayer 04 Leverkusen, bei dem er das 3:0 erzielte und zwei andere Treffer vorbereitete, einen Einriss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu und fiel mehrere Monate aus.[4] In der Saison 2016/17 kam er überwiegend im rechten defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Am Ende der Saison, in der er mit Schalke nur Zehnter wurde, hatte er in 28 Spielen in der Bundesliga sechs Tore erzielt und zwei Torvorlagen gegeben. In der Europa League schied er mit Schalke im Viertelfinale gegen Ajax Amsterdam aus, er kam bei zehn der zwölf Spiele zum Einsatz, jedoch nur zweimal über die volle Spielzeit. Beim 1:1 im Zwischenrundenheimspiel gegen PAOK Saloniki erzielte er den Führungstreffer.

In der Saison 2017/18 kam er nach auskurierter Verletzung ab Oktober zu einzelnen Einsätzen, in der Startelf stand er erst wieder im Dezember. In der Saison, die Schalke unter dem neuen Trainer Domenico Tedesco als Vizemeister beendete, kam Schöpf auf lediglich 15 Ligaeinsätze. Hinzu kamen vier Einsätze im DFB-Pokal, in dem Schalke im Halbfinale dem späteren Pokalsieger Eintracht Frankfurt knapp unterlegen war. Schöpf spielte in jenem Halbfinale sowie im Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg über die volle Spielzeit.

Am 15. Februar 2018 verlängerte Schöpf seine Vertragslaufzeit bis 2021.[5]

Nationalmannschaft

Am 25. Mai 2012 kam Schöpf zu seinem Länderspieldebüt mit der österreichischen U-19-Nationalmannschaft in Zaprešić im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft im Spiel gegen die kroatische Auswahl (2:2). Sein erstes Länderspieltor erzielte er am 5. Juni 2013 in Traiskirchen beim 6:0-Sieg im Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft gegen die albanische Auswahl mit dem Treffer zum 4:0 in der 70. Minute. Am 14. Oktober 2013 spielte er erstmals für die U-21-Nationalmannschaft. Beim 3:0-Sieg im Test-Länderspiel gegen die Auswahl der Niederlande wurde er zur zweiten Halbzeit für Florian Kainz eingewechselt.

Sein Debüt für die A-Nationalmannschaft gab er am 26. März 2016 beim 2:1-Sieg im Test-Länderspiel gegen die Auswahl aus Albanien mit Einwechslung für David Alaba kurz vor Spielende.[6] Sein erstes Länderspieltor erzielte er in seinem dritten Spiel am 31. Mai 2016 beim 2:1-Sieg im Testspiel gegen die Auswahl Maltas mit dem Tor zum 2:0 in der 18. Minute.

Bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich wurde er in allen drei Gruppenspielen eingewechselt. Im letzten Spiel gegen Island kam er nach der Halbzeitpause in die Partie und erzielte das einzige Turniertor der Österreicher mit dem Treffer zum 1:1. Das Team verlor dennoch und schied nach den Gruppenspielen aus dem Turnier aus.

Erfolge

Auszeichnungen

Spielweise

Schöpfs favorisierte Position ist die des zentralen offensiven Mittelfeldspielers („Zehner“).[7] Bei Schalke 04 spielt er vor allem als offensiver und defensiver Außenbahnspieler und wird auch im defensiven Mittelfeld oder als Flügelstürmer eingesetzt.

Neben seiner Technik und Ballbehandlung gehören seine Geschwindigkeit und seine überdurchschnittliche Laufleistung zu seinen Stärken.[7][8]

Einzelnachweise

  1. Profiverträge für Alessandro Schöpf und Julian Green fcbayern.de, abgerufen am 5. November 2014
  2. Club: Courage nach dem Chaos Sportmagazin Kicker, 30. September 2014, abgerufen am 30. September 2014
  3. FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V. (Hrsg.): Medizincheck bestanden: Schöpf ist Schalker. In: FC Schalke 04 (schalke04.de). 9. Januar 2016, abgerufen im 9. Januar 2016.
  4. Verletzung bestätigt: So lange fällt Schöpf aus. In: spox.com. 2. Mai 2017, abgerufen am 23. Mai 2017.
  5. FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V. (Hrsg.): Alessandro Schöpf verlängert Vertrag vorzeitig bis 30. Juni 2021. In: FC Schalke 04 (schalke04.de). 15. Februar 2018, abgerufen im 15. Februar 2018.
  6. Spielbericht und -daten auf der Website des ÖFB, abgerufen am 29. März 2016
  7. 1 2 In dieser Statistik überragt Schöpf die komplette Liga, Fussball.News vom 7. November 2016, abgerufen am 27. November 2016.
  8. WAZ: So füllt Schalkes Mittelfeld-Motor Alessandro Schöpf seinen Tank auf, vom 22. November 2016, abgerufen am 27. November 2016.