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vom 01.05.2018, aktuelle Version,

Anna Gasser

Anna Gasser
Nation Osterreich  Österreich
Geburtstag 16. August 1991 (26 Jahre)
Geburtsort Villach, Österreich
Größe 165 cm
Gewicht 52 kg
Karriere
Disziplin Slopestyle, Big Air
Verein SGS Spittal/Drau
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × 0 × 0 ×
Weltmeisterschaften 1 × 1 × 0 ×
X-Games 2 × 1 × 1 ×
 Olympische Winterspiele
0Gold0 Pyeongchang 2018 Big Air
 Snowboard-Weltmeisterschaften
0Silber0 2015 Kreischberg Slopestyle
0Gold0 2017 Sierra Nevada Big Air
 X-Games
0Silber0 2017 Aspen Big Air
0Gold0 2017 Hafjell Slopestyle
0Bronze0 2017 Hafjell Big Air
0Gold0 2018 Aspen Big Air
Platzierungen
Weltcup
 Debüt im Weltcup 11. Jänner 2013
 Weltcupsiege 7
 Freestyle-Weltcup 1. (2016/17)
 Big-Air-Weltcup 1. (2016/17, 2017/18)
 Slopestyle-Weltcup 5. (2013/14)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Big Air 6 1 0
 Slopestyle 1 1 1
TTR World Snowboard Tour
 Gesamtwertung 40. (2013/14)
 Slopestyle-Wertung 10. (2013/14)
letzte Änderung: 23. März 2018

Anna Maria Gasser (* 16. August 1991 in Villach) ist eine österreichische Snowboarderin, die in den Disziplinen Slopestyle und Big Air startet. Sie ist zweifache Gewinnerin der X-Games (Slopestyle 2017, Big Air 2018) sowie Weltmeisterin (2017) und Olympiasiegerin (2018) im Big Air.

Werdegang

Gasser wuchs in Großdombra in der Gemeinde Millstatt am See auf und ging in Spittal an der Drau zur Schule.[1] Zunächst trainierte sie in der Disziplin Kunstturnen, bevor sie sich 2010 dem Snowboardsport zuwandte.[2] Die Österreicherin begann ihre internationale Snowboardkarriere schließlich in der Saison 2010/11 bei Wettbewerben der TTR World Snowboard Tour. Dabei erreichte sie bei den Rip Curl Sista Sessions in Mayrhofen mit dem dritten Platz im Railjam ihre erste Podestplatzierung. In der folgenden Saison holte sie im Slopestyle beim „Blue Tomato Plan P“ in Schladming ihren ersten Sieg. Es folgte ein dritter Platz im Slopestyle beim O’Neill Evolution 2012 in Davos. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2013 belegte sie Rang 18. Beim O’Neill Pleasure Jam in Schladming im November 2013 belegte sie den zweiten Platz.

„Cab Double Cork 900“

Im November 2013 gelang es ihr als erster Frau, den Cab Double Cork 900, einen doppelten Rückwärtssalto mit zweieinhalb schraubenförmigen Drehungen, zu stehen.[3][4]

Im Jänner 2014 kam sie bei den Snowboard Jamboree in Stoneham auf den dritten Platz und auf den fünften Rang bei den Winter-X-Games 2014 in Aspen. Im FIS-Weltcup erreichte sie 2013 in Cardrona einen vierten sowie in Špindlerův Mlýn einen neunten Rang. Ihr bestes Weltcupergebnis und gleichzeitig den bis dato einzigen Weltcuppodestplatz erreichte sie im Jänner 2014 mit einem dritten Platz in Stoneham.[5]

Olympische Winterspiele 2014

Die Kärntnerin qualifizierte sich für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Dort belegte sie in der Qualifikation für den Hauptbewerb den ersten Platz. Im Finale erreichte sie den 10. Rang.[6] Zu Beginn der Saison 2014/15 gewann sie beim O’Neill Pleasure Jam in Schladming. Es folgten in der Saison zweite Plätze beim U.S. Snowboarding Grand Prix in Mammoth und bei den Burton US Open 2015 in Vail und ein Sieg im Slopestyle beim Spring Battle in Flachauwinkl im März 2015. Bei den Snowboard-Weltmeisterschaften 2015 am Kreischberg gewann sie mit ihrem dritten Lauf im Slopestyle die Silbermedaille.
In der folgenden Saison siegte sie im Slopestyle bei der Winter Dew Tour in Breckenridge und im Big Air beim Nine Queens in Serfaus.

2016/17: Erfolgswelle im Weltcup, bei den X-Games und Weltmeisterschafts-Gold

Am 12. November 2016 gewann sie in Mailand gleich ihren allerersten Bewerb im Big-Air-Weltcup und sorgte für den ersten Sieg einer Österreicherin in dieser Disziplin, nachdem es zuvor in der Freestyle-Disziplin mit der Tirolerin Nicola Pederzolli (Niki Pederzolli) zuletzt einen Halfpipe-Sieg in Serre Chevalier (FRA) (8. März 2003) gegeben hatte.[7]

Anna Gasser, ausgezeichnet als Sportlerin des Jahres 2017

Auch die nächsten beiden Bewerbe in Alpensia und Mönchengladbach gewann sie. Im Jänner 2017 siegte sie am Kreischberg erstmals auch in einem Slopestyle-Bewerb. Anschließend wurde sie beim Weltcup in Laax Zweite im Slopestyle und eroberte bei den Winter-X-Games 2017 in Aspen die Silbermedaille im Big Air.[8] Im Februar 2017 siegte sie beim Big Air Weltcup in Quebec und gewann damit vorzeitig den Big-Air-Weltcup und den Freestyle-Weltcup. Anfang März 2017 triumphierte sie im Slopestyle bei den Burton US Open in Vail.[9] Beim folgenden Wettbewerb, den X-Games Norway 2017 in Hafjell, holte sie die Bronzemedaille im Big Air und die Goldmedaille im Slopestyle. Bei den Weltmeisterschaften in der Sierra Nevada gelang ihr am 17. März im Big Air der Gewinn der Goldmedaille mit einem erstmals gezeigten Double Cork 1080 und der Höchstpunktezahl 100.[10]

Bereits als Siegerin des Freestyle-Weltcups feststehend, verzichtete Gasser auf die Teilnahme beim ab 24. März beginnenden Weltcupfinale in Špindlerův Mlýn; sie sagte, «sie sei seit November im Dauereinsatz gewesen und brauche eine Pause».[11]

Im November 2017 wurde die 26-Jährige als erste Snowboarderin in Österreich als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Im selben Monat holte sie in Mailand und in Peking bei den ersten Big-Air-Weltcups der Saison 2017/18 ihren sechsten und siebten Weltcupsieg.

Olympische Winterspiele 2018

Nach den Spielen 2014 war Gasser bei den XXIII. Olympischen Winterspielen im Februar 2018 in Pyeongchang, Südkorea, zum zweiten Mal Teil des österreichischen Teams.[12] Im Slopestyle-Bewerb hatte sie wie zahlreiche ihrer Konkurrentinnen mit dem böigen Wind zu kämpfen und belegte als Favoritin am Ende den 15. Rang.[13] Im erstmals im Rahmen der olympischen Snowboard-Bewerbe ausgetragenen Big Air gewann sie am 22. Februar die Goldmedaille.[14]

Sportliche Erfolge

Weltcupsiege

Nr. Datum Ort Disziplin
1. 12. November 2016 Italien  Mailand Big Air
2. 26. November 2016 Korea Sud  Pyeongchang Big Air
3. 3. Dezember 2016 Deutschland  Mönchengladbach Big Air
4. 14. Jänner 2017 Osterreich  Kreischberg Slopestyle
5. 11. Februar 2017 Kanada  Québec Big Air
6. 11. November 2017 Italien  Mailand Big Air
7. 25. November 2017 China Volksrepublik  Peking Big Air

Weitere Siege und Podestplatzierungen

Saison 2011/12
  • 3. Platz - O´Neill Evolution in Davos, Slopestyle
Saison 2013/14
  • 2. Platz - O´Neill Pleasure Jam in Schladming, Slopestyle
  • 3. Platz - Snowboard Jamboree und Snowboard-Weltcup in Stoneham, Slopestyle
Saison 2014/15
Saison 2015/16
  • 1. Platz - Winter Dew Tour in Breckenridge, Slopestyle
  • 1. Platz - Nine Queens in Serfaus, Big Air
  • 2. Platz - Pleasure Jam in Schladming, Slopestyle
Saison 2016/17

Auszeichnungen

  Commons: Anna Gasser  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Anna Gasser: "Meine Familie ist für mich Kraftquelle". meinbezirk.at, 2. März 2017, abgerufen am 22. Februar 2018.
  2. Anna Gasser. In: blue-tomato.com. 14. Januar 2013, abgerufen am 27. April 2016.
  3. Olympiasiegerin Gasser: "Triple-Sprung ist großes Ziel". In: Die Presse. 23. Februar 2018, abgerufen am 23. Februar 2018.
  4. Anna Gasser Cab Double Cork 900, November 2013, YouTube–Video auf dem Kanal von FIS Snowboarding
  5. Porträt Anna Gassers auf sport.orf.at
  6. Alexander Logar: „Slopestyle: Gold für die USA, Anna Gasser schmeißt die Nerven weg“ In: Format vom 9. Februar 2014
  7. Gasser feierte bei Big-Air-Debüt in Mailand ersten Weltcupsieg. In: Tiroler Tageszeitung Online. 12. November 2016, abgerufen am 21. März 2017.
  8. Aspen 2017 Women's Snowboard Big Air. Abgerufen am 1. Februar 2017.
  9. Gasser gewinnt US Open auf Kurier.at. Abgerufen am 4. März 2017.
  10. Gasser wird Favoritenrolle gerecht (17. März 2017)
  11. «Gasser verzichtet auf einen Start», «Kleine Zeitung Kärnten», vom 24. März 2017, Seite 83
  12. Die Kärntner Sportler bei Olympia (22. Jänner 2018)
  13. Anderson gelingt Titelverteidigung. ORF, 12. Februar 2018, abgerufen am 12. Februar 2018.
  14. Big-Air-Gold für Österreich (22. Februar 2018)
  15. Gasser für den "World Sports Award" nominiert (16. Jänner 2018)
  16. Land Kärnten: Großer Empfang für Anna Gasser. Artikel vom 2. März 2018, abgerufen am 1. Mai 2018.