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vom 29.07.2016, aktuelle Version,

Anneliese Kitzmüller

Anneliese Kitzmüller (* 3. Juli 1959 in Linz) ist eine österreichische Politikerin (FPÖ) und seit 2008 Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat.

Ausbildung und Beruf

Kitzmüller besuchte nach der Volksschule ein Gymnasium in Linz und studierte danach Rechtswissenschaften. Ihr Studium blieb jedoch ohne Abschluss. Nach der Geburt ihrer zwei Kinder war Kitzmüller Hausfrau.

Politik

Kitzmüller war ab 1991 FPÖ-Gemeinderätin in Kirchschlag und wurde 1994 zur Bezirksparteiobmann-Stellvertreterin und zum Mitglied der Landesparteileitung gewählt. 1995 wurde sie Ortsparteiobfrau, 1996 Fraktionsobfrau und Assessorin beim Landesschulrat Oberösterreich. Kitzmüller war zwischen 1997 und 2003 Mitglied des Gemeindevorstands von Kirchschlag und Ausschussobfrau des Bau- und Straßenbauausschusses. 1998 wurde sie zur Landesobfrau des Freiheitlichen Familienverbandes gewählt, 1999 wurde sie Stellvertretende Bundesobfrau des Freiheitlichen Familienverbandes. Kitzmüller war zwischen 2000 und 2002 zudem Mitglied der FPÖ-Bundesparteileitung und von 2001 bis 2004 Vertreterin in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, Fachgruppe Handel mit Arzneiwaren, Drogeriewaren, Chemikalien und Farben. Im Jahr 2004 wurde Kitzmüller zur Bezirksparteiobfrau Urfahr-Umgebung gewählt, 2006 zur Landesparteiobmann- Stellvertreterin. Sie ist seit 2006 zudem wieder Mitglied der Bundesparteileitung. Bei der Nationalratswahl 2008 kandidierte Kitzmüller auf Platz vier der FPÖ-Landesliste für Oberösterreich[1] und erzielte als Spitzenkandidatin im Regionalwahlkreis Mühlviertel ein Direktmandat. Kitzmüller wurde am 28. Oktober 2008 als Abgeordnete angelobt und übernahm die Agende Familien als Bereichssprecherin im FPÖ-Parlamentsklub.

Politische Standpunkte

Die Väterkarenz wird von Kitzmüller kritisch gesehen: „Echte Männer sorgen für ihre Familie“, stellte sie zu diesem Thema im Jahr 2010 fest.[2] Die laut Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes rechtsextreme Österreichische Landsmannschaft bezeichnete Kitzmüller im selben Jahr als „einen untadeligen Verein, der beispielhaft demokratisch“ sei.[3] Hinsichtlich der Partei der Grünen bemerkte Kitzmüller im Jahr 2013, es sei „in Deutschland (...) mittlerweile bekannt, dass pädophile Kreise auf die Grünen großen Einfluss hatten und zum Teil vielleicht noch haben. Die Weigerung, sich von diesen Kreisen abzugrenzen“, lasse „befürchten, dass es in Österreich nicht anders“ sei.[4] Mediale Aufmerksamkeit erreichte Kitzmüller mit einer parlamentarischen Anfrage im Dezember 2015 zum Thema Unbegleitete Minderjährige in „Kindergrippen“.[5]

Privates

Kitzmüller ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Sie lebt in Hellmonsödt. Sie hat zwei Brüder und eine Schwester.

Einzelnachweise

  1. ORF Oberösterreich Politik: FPÖ-Kandidatenliste für Nationalratswahl, 19. Juli 2008
  2. Freiheitlicher Parlamentsclub: FPÖ-Kitzmüller: Echte Männer sorgen für ihre Familie!, 11. November 2010
  3. Freiheitlicher Parlamentsclub: FPÖ-Kitzmüller: Zeitungshetze gegen Österreichische Landsmannschaft ist skandalös, 16. April 2010
  4. Freiheitlicher Parlamentsclub: FPÖ: Kitzmüller: Grüne distanzieren sich nicht von pädophilen Aussagen ihres Gesinnungsgenossen, 12. Juni 2013
  5. derStandard am 14. Dezember 2015