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vom 12.06.2017, aktuelle Version,

Barbara Kappel

Barbara Kappel (2014)

Barbara Kappel (* 16. Februar 1965 in Reith im Alpbachtal) ist eine österreichische Politikerin. Von 2010 bis 2014 saß sie für die FPÖ im Wiener Landtag und Gemeinderat. Danach wechselte sie, zunächst als fraktionsloses Mitglied, ins Europäische Parlament, wo sie mittlerweile der Fraktion Europa der Nationen und Freiheit angehört.

Im Europäischen Parlament ist Kappel in folgenden Ausschüssen und Delegationen Mitglied:

Außerdem ist sie stellvertretendes Mitglied in folgenden Ausschüssen und Delegationen:

  • Ausschuss für Haushaltskontrolle
  • Untersuchungsausschuss zur Prüfung von behaupteten Verstößen gegen das Unionsrecht und Missständen bei der Anwendung desselben im Zusammenhang mit Geldwäsche, Steuervermeidung und Steuerhinterziehung
  • Delegation für die Beziehungen zur Arabischen Halbinsel

Barbara Kappel verfügt über ein Doktorat der Wirtschaftswissenschaften, nachdem sie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Innsbruck und Wien studierte.[1]

Von 2000 bis 2006 arbeitete Kappel als Büroleiterin von Thomas Prinzhorn und nebenbei in einigen Agenturen, die der Industriellenvereinigung nahestehen. Von 2006 bis 2015 war Kappel geschäftsführende Gesellschafterin des Beratungsunternehmens Austrian Technologies. Im Oktober 2015 schied sie aus dem Unternehmen aus.[2]

Im Jahr 2010 war Kappel Teil einer FPÖ-Kampagne, in der sie als Wirtschafts- bzw. Finanzministerin im Schattenkabinett von Heinz-Christian Strache vorgestellt wurde.[3] März 2010 war sie Teil der FPÖ-Liste Pro Mittelstand bei den Wirtschaftskammerwahlen. Nach der Landtags- und Gemeinderatswahl in Wien 2010, wo sie auf Platz 6 der freiheitlichen Liste gesetzt war, zog sie in den Landtag ein. Im Jahr 2016 wurde Kappel erneut im Schattenkabinett von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als mögliche Wirtschaftsministerin erwähnt. [4]

Die Wochenzeitung Die Zeit (Österreich-Ausgabe) berichtete im Herbst 2011, Kappel habe in Osteuropa für ein Wasser geworben, dessen Vertriebssystem die Zeitung in die Nähe eines so genannten Pyramidenspiels rückte; Kappel betonte dagegen, nur in der Gründungs- und Produkteinführungsphase ehrenamtlich und nicht operativ für das Unternehmen tätig gewesen zu sein.[5]

Einzelnachweise

  1. http://www.fpoe-wien.at/index.php?id=1200&maID=1520&cHash=440b2e510820fc74995e951e77878050
  2. http://derstandard.at/1304551367527/derStandardat-Interview-Unsere-Politik-ist-nicht-populistisch-sondern-pragmatisch
  3. http://derstandard.at/1282979136150/Barbara-Kappel-Straches-Frau-fuers-Gehobene
  4. http://diepresse.com/home/innenpolitik/669850/FPOeParteitag_Strache-praesentiert-Schattenkabinett#slide-669850-3
  5. Herwig G. Höller: Die Mutter des Wunderwassers. In: Die Zeit, 27. Oktober 2011.