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vom 18.06.2017, aktuelle Version,

Blaguss

Blaguss Reisen GmbH
Basisinformationen
Unternehmenssitz Wien, Österreich
Webpräsenz www.blaguss.com
Rechtsform GmbH
Gründungsjahr 1926
Geschäftsführung

Thomas Blaguss, Paul Blaguss

Verkehrsverbund

VOR

Erste Blaguss-Werkstatt in Unterpullendorf
Blaguss Flotte
Die Blaguss Bus Flotte

Blaguss, Familienunternehmen in der dritten Generation, ist ein österreichisches Personentransport- und Reisebürounternehmen.

Die Tätigkeitsschwerpunkte der Unternehmensgruppe liegen im Bereich Bus-Charter, Shuttle-Services, Reisebüros, Individual- und Gruppenreisen sowie auf dem nationalen und internationalen Linienverkehr. Blaguss hat mitunter auch Shuttle-Services bei Großevents, wie zum Beispiel dem 60. Eurovision Sonst Contest 2015[1], bei dem sämtliche Länder-Delegationen mit Blaguss-Bussen fuhren, durchgeführt.

Die Bus-Flotte der Blaguss Gruppe mit einem Durchschnittsalter von 2,1 Jahren umfasst rund 550 Reisebussen (Stand 2017) der Euro 6-Emissionsstandard[2]. Die Blaguss Gruppe beschäftigt über 1000 Mitarbeiter an den Standorten in Österreich, Ungarn, Slowakei, Tschechien und Deutschland.

Die Unternehmensgruppe wird von den beiden Cousins Thomas und Paul Blaguss geführt.

Blaguss Gruppe

Zur Blaguss Gruppe gehören, neben der für den Bus-Charter bekannte Blaguss Reisen GmbH, mehrere Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Dazu zählen 14 Reisebüros, mit Standorten in Wien, Niederösterreich, Burgenland, Salzburg sowie Ungarn.

Weitere Töchter- und Beteiligungsunternehmen der Blaguss Unternehmensgruppe:

  • Admicos: One-Stop-Shop für Kongress-, Ausstellungs- und Verbandsmanagement.
  • Airport Driver: Flughafentransfers und Limousinenservice zwischen Wien und dem Flughafen Schwechat.
  • Blaguss Minibus Service: Fahrtendienste für Kleingruppen und Personentransporte für Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
  • Eventbus: Bus- und Ticketangebote zu Top-Events mit mehr als 300 Zustiegsmöglichkeiten in ganz Österreich.
  • Flixbus CEE: Internationale Buslinien mit Fokus auf Zentral- und Osteuropa.
  • Rius Cruises: Incoming-Agentur für Kreuzfahrten.
  • Schönbrunner Schloßkonzerte: Tägliche Konzerte von Mozart und Strauß vom Schloss Schönbrunn Orchester.
  • Vienna International Busterminal (VIB): Österreichs größter Busbahnhof mit dem höchsten Passagieraufkommen und Drehkreuz hunderter nationaler und internationaler Fernbus-Verbindungen[3].
  • Vienna PASS: Sightseeingkarte für Wien mit freiem Zutritt zu über 60 Sehenswürdigkeiten und Museen, sowie der unlimitierten Nutzung des HOP ON HOP OFF Vienna Sightseeing Busses.
  • Vienna Sightseeing Tours: HOP ON HOP OFF Bustouren bieten einen Überblick der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wien. Es werden auch Touren innerhalb Österreichs, sowie zu interessanten Städten österreichischer Nachbarländer angeboten.
  • Donauturm: Wahrzeichen Wiens und beliebtes Ausflugsziel.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1926 von Paul Blaguss (* 1907 in Unterpullendorf; † 1972) als Handelsunternehmen für den „Handel mit Eier, Butter, Geflügel, Wildbret, Obst und Schwammerl“ gegründet. Bald darauf erwarb er einen Lastkraftwagen der Type Perl um seine Produkte zum Verkauf am Wiener Naschmarkt bringen zu können. Das Transportunternehmen Blaguss war geboren. Im Jahr 1932 verfügte die Firma zudem über drei Omnibusse und erhielt 1935 die Linien- und Reisebürokonzession.

Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Fahrzeuge eingezogen und das Unternehmen musste wieder ganz von vorne beginnen. Kurz nach Kriegsende, im Jahr 1947, besaß Blaguss bereits wieder drei Busse und suchte um Linienkonzessionen an. Das Liniennetz wird seither laufend erweitert.

Bereits 1953 wurden die ersten touristischen Fahrten nach Ungarn durchgeführt und ab 1956 wurde auch Reisen u.a. bis nach Griechenland angeboten. Im Jahr 1965 erhielt das Unternehmen die uneingeschränkte Reisebüro-Konzession in Oberpullendorf. Die Söhne stiegen 1970 als Gesellschafter in das Unternehmen ein und übernahmen die Geschäftsführung. Blaguss erweiterte sowohl sein Programm im Burgenland als auch am neuen Firmenstandort in Wien.

Im Jahr 1979 bekam das Unternehmen anlässlich des 50-jährigen Bestehens das Staatswappen verliehen. Das Unternehmen beschäftigte zu dieser Zeit rund 150 Mitarbeiter und verfügte über 40 Busse.

1984 wurden die ersten Stadtlinien der Wiener Linien übernommen. Ein neues Buscenter wurde 1987 in Wien eröffnet. Neben der neuen Reisebürofiliale in Budapest wurde auch ein Linienverkehr zwischen Wien und Budapest aufgenommen.

Bald nach der Öffnung der osteuropäischen Staaten wurden internationale Linienverkehre zusätzlich nach Rumänien, Bulgarien und Polen aufgenommen. In die Nachbarländer der ehemaligen Tschechoslowakei und Ungarn wurden bereits während der Zeit des Eisernen Vorhanges zahlreiche Aktivitäten gesetzt. Von 1991 bis Anfang 2016 war Blaguss Mitglied des Eurolines-Verbundes

Seit 2014 kooperiert Blaguss mit dem deutschen Fernbusunternehmen Flixbus Mobility GmbH[4]. Im Rahmen dieser strategischen Kooperation werden seit Anfang 2016 Ziele in insgesamt sechs Ländern in Central & Eastern Europe (CEE) durch die gemeinsame Tochtergesellschaft Flixbus CEE angefahren.

Im Dezember 2015 wurden die Anteile der Bank Austria am Wiener Donauturm an die Blaguss Gruppe[5] – gemeinsam mit drei weiteren Investoren - verkauft.

Im Jahr 2016 wurden mehrheitliche Anteile am Salzburger Bus- und Reisebürounternehmen Vorderegger übernommen[6], der Standort Salzburg wird weiter ausgebaut.

  Commons: Blaguss  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Mit Eventbus zum 60. Eurovision Song Contest. In: Tourismuspresse. (tourismuspresse.at [abgerufen am 13. April 2017]).
  2. Coach Hire Austria | Rent a Bus Austria | Coach Rental. Abgerufen am 13. April 2017.
  3. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Warten auf zentralen Wiener Busbahnhof. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 14. April 2017]).
  4. FlixBus Österreich, abgerufen am 18. Dezember 2014
  5. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Bank Austria verkauft Wiener Donauturm an Blaguss und Co. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 29. März 2017]).
  6. Blaguss Vorderegger – Salzburgwiki. Abgerufen am 29. März 2017 (deutsch).