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vom 28.10.2017, aktuelle Version,

Burg Goyen

Burg Goien
Schloss Goyen 2016

Schloss Goyen 2016

Alternativname(n): Castel Gaiano, Schloss Goyen, Goien, Burg Goien
Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: erhalten
Ort: Schenna
Geographische Lage 46° 40′ 27,3″ N, 11° 11′ 45,8″ O
Burg Goyen (Südtirol)
Burg Goyen

Die Burg Goyen (bisweilen auch Goien oder Schloss Goyen genannt) liegt als Höhenburg in beherrschender Lage auf einem Hügel in Südtirol. Sie befindet sich oberhalb von Meran auf dem Gemeindegebiet von Schenna.

Ursprünglich bestand die Höhenburg nur aus einem mächtigen viereckigen Wohnturm aus romanischer Zeit, datiert ins 12. Jahrhundert. Bemerkenswert sind die langgezogen-rechteckige (nicht quadratische) Form des Wohnturms und der zinnenlose Abschluss. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich ursprünglich noch ein weiteres Geschoss in Form eines hölzernen Obergadens auf dem Wohnturmstumpf befand.

Diese Anlage wurde ab dem 13. Jahrhundert immer weiter zur jetzigen Burg erweitert. Die unregelmäßige polygonale Wehrmauer mit Zinnen umfasst heute neben dem östlich gelegenen Turm einen spätgotischen Kapellenbau und einen um 1570 erneuerten Palas mit einer getäfelten Stube.

Seit dem 14. Jahrhundert wechselten die Besitzer Goyens häufig. Heute ist der alte Wohnturm unbewohnt, einige Gebäude um den alten Turm sind jedoch passabel erhalten und bewohnt. Goyen befindet sich in Privatbesitz. Die Burganlage steht seit 1949 unter Denkmalschutz.

Literatur

  • Martin Schweiggl, Le Pietre Raccontano: I Castelli Dell'Alto Adige. Vita Nel Medioevo. Tappeiner, Bozen 1991, ISBN 8870731294
  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters (Grundriss-Lexikon). Bechtermünz Verlag, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-219-4, S. 218
  • Hanspaul Menara: Südtiroler Burgen, Schlösser und Ansitze (Ein Bildwanderbuch). Athesia, Bozen 1999, ISBN 8870148084, S. 60f.
  Commons: Burg Goyen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien