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vom 12.01.2018, aktuelle Version,

Burg Karlsberg (Kärnten)

Burg Karlsberg
Burgruine Karlsberg

Burgruine Karlsberg

Entstehungszeit: um 1160
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ort: St. Veit an der Glan
Geographische Lage 46° 43′ 39,4″ N, 14° 18′ 42,6″ O
Höhe: 700 m ü. A.
Burg Karlsberg (Kärnten) (Kärnten)
Burg Karlsberg (Kärnten)

Die Burg Karlsberg ist die Ruine einer Höhenburg in etwa 700 m ü. A. auf einem bewaldeten Grat zwischen dem Zollfeld und dem Glantal südwestlich von St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Reste der im 12. Jahrhundert errichteten Zwillingsburg stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Burg auf dem Charlsperch wurde 1168 erstmals urkundlich erwähnt, errichtet wurde sie wohl um 1160 durch Karl von Projern. 1169 nannte sich ein Wichard von Karlsberg, mutmaßlich Karls Sohn, bereits nach der Feste. Ab 1265 waren die Karlsberger Marschälle des Herzogs von Kärnten, mussten aber 1294 das Land aufgrund der Beteiligung an einer Verschwörung gegen den Herzog verlassen. Das Marschallamt und die Burg Karlsberg gingen nun an den aus Tirol stammenden Konrad von Aufenstein († 1138), der sich bei der Niederschlagung des Adelsaufstandes bewährt hatte. Die Auffensteiner lehnten sich einige Jahrzehnte ebenfalls gegen den Herzog auf, wurden aber 1368 entscheidend geschlagen und anschließend entmachtet. Karlsberg ging nun an die Habsburger und wurde nur noch an Burggrafen und Pfleger vergeben. 1548 verpfändete Ferdinand von Österreich den Besitz an Sigmund Khevenhüller, der Karlsberg 1586 schließlich erwarb. Georg Khevenhüller war 1629 gezwungen, Burg und Herrschaft zu verkaufen, weil er als Lutheraner im Zuge der Gegenreformation das Land verlassen musste. Neuer Eigentümer wurde der Bamberger Vizedom Franz Freiherr von Hatzfeld, der 1642 als Fürstbischof des Hochstifts Bamberg starb. Auf verschiedene weitere Besitzer folgte 1687 mit Johann von Goëss, Bischof von Gurk, ein weiterer hoher katholischer Würdenträger als Besitzer von Karlsberg. Zu dieser Zeit war die Burg bereits im Verfall begriffen und mit dem Schloss Karlsberg ein Nachfolgebau errichtet. Sowohl Burgruine als auch Schloss sind heute Eigentum der Familie Goëss.

Baubeschreibung

Bereits im Jahr 1688 wurde der mindestens vierstöckige Bergfried gesprengt, Valvasor schrieb zu dieser Zeit über das Bauwerk: „an jetzo aber ist es bis auf den Grund ruiniert“.[1] Die Reste der stark verfallenen einstigen Zwillingsburg liegen heute im Wald versteckt. Von dem romanischen Bergfried, dessen Mauern bis zu drei Meter stark waren, steht noch eine steil aufragende Ecke, vom Palas hingegen finden sich kaum mehr Spuren. Von der Burgkapelle sind noch Reste der Seitenmauern und der Apsis erkennbar, auch von der zumeist doppelten Ringmauer und dem Halsgraben finden sich noch Spuren.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Karlsberg, Burgruine (austriaforum.org)