Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 27.02.2020, aktuelle Version,

Christian Ruben

Columbus im Augenblicke, da er die neue Welt entdeckt

Christoph Christian Ruben (* 30. November 1805 in Trier; † 9. Juli 1875 in Inzersdorf bei Wien) war ein deutscher Maler, Glas- und Miniaturmaler.

Leben

Grabstätte Christian Ruben, Friedhof Fraueninsel

Ruben war der Sohn eines Zeichenlehrers. Er bildete sich seit 1823 in Düsseldorf unter Peter von Cornelius, seit 1826 in München, wo er an den Kartons zu den neuen Glasfenstern des Regensburger Doms und der Auer Kirche mitarbeitete. Er arbeitet zunächst als Gehilfe und später als selbständiger Künstler für König Ludwig I., für den er an mehreren großen Bauvorhaben tätig war. So wurde er 1836 mit den Kompositionen zur Ausschmückung des Schlosses Hohenschwangau beauftragt. Hierauf widmete er sich auch der Genremalerei in Öl. 1841 wurde er als Direktor an die Kunstakademie zu Prag berufen, wo er das Belvedere mit Wandgemälden schmückte. Auch malte er für den Fürsten Salm einen Prachtsaal aus und lieferte für die Kirche in Turnau drei Altarbilder. 1850 wurde er Mitglied der Kommission zur Reformierung der Akademie der bildenden Künste Wien. Von 1852 bis 1872 war er Direktor dieser Akademie. Er war nicht bei all seinen Zeitgenossen beliebt, so hatte er in Carl Rahl einen bekannten Gegenspieler. Durch seine Tätigkeit an der Akademie fand Ruben kaum Gelegenheiten, seinen künstlerischen Fertigkeiten nachzugehen. Er investierte viel Zeit für die Umsetzung der notwendigen Reformen und in die Verwaltungstätigkeit oder konzentrierte ich auf den Unterricht seiner Schüler. Zu diesen zählte unter anderem Ferdinand Laufberger. Der öterreichische Maler Franz Russ (* 1844 in Wien) war ebenfalls einer seiner Schüler.[1]

Ruben wirkte an einem Gebetbuch (Kleines Offizium der allerseligsten Jungfrau Maria) mit einigen Miniaturen mit, das die Akademie 1854 als Hochzeitsgeschenk für Elisabeth von Österreich-Ungarn angefertigt hatte. Auch an dem Messbuch (Missale Romanum) das Franz Joseph I. im Jahr 1868 Papst Pius IX. überreichte, hatte er Anteil.[2]

Ruben starb in Wien. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Frauenchiemsee.[3]

Von seinen Söhnen hat sich der älteste, Franz Leo Ruben (1842–1920), ebenfalls der Malerei gewidmet. Er hat sich an den Venezianern gebildet und historische Genrebilder von glänzendem Kolorit gemalt.[4]

Literatur

Commons: Christian Ruben  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. The Serenade. In: The Aldine – The art journal of America. New York 1879, Sp. 320 (englisch, Textarchiv – Internet Archive).
  2. E. Springer: Ruben, Christian (1805–1875), Maler. In: Österreichisches Biographisches Lexikon. Band 9, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 19878, S. 308 (biographien.ac.at)
  3. Gerd Otto-Rieke: Gräber in Bayern. München 2000. S. 112.
  4. Ruben, Franz Leo. In: Friedrich von Boetticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Band 2/1, Bogen 1–32: Mayer, Ludwig–Rybkowski. Fr. v. Boetticher’s Verlag, Dresden 1898, S. 485–486 (archive.org).