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vom 13.01.2017, aktuelle Version,

Dachstein-Mammuthöhle

Dachstein-Mammuthöhle
Dachstein-Mammuthöhle Alter Teil

Dachstein-Mammuthöhle Alter Teil

Lage: Dachsteingebirge bei Obertraun, Oberösterreich
Höhe: 1368 m ü. A.
Geographische
Lage:
47° 32′ 7″ N, 13° 42′ 35″ O
Dachstein-Mammuthöhle (Oberösterreich)
Dachstein-Mammuthöhle

Katasternummer: 1547/9
Geologie: Dachsteinkalk
Entdeckung: 1910
Schauhöhle seit: 1911
Beleuchtung: elektrisch
Gesamtlänge: über 67 km (Stand 2013)
Niveaudifferenz: +423, -757 (Kasperek 1981)
Länge des Schau-
höhlenbereiches:
1 km
Website: Mammuthöhle

Die Dachstein-Mammuthöhle befindet sich am Rande des nördlichen Dachsteingebirges über der Gemeinde Obertraun (Oberösterreich) in nächster Nähe zur Dachstein-Rieseneishöhle und der Hirlatzhöhle.

Geschichte, Forschung und Tourismus

Bis heute wurde die Höhle auf über 67 Kilometer Ganglänge vermessen und es wird noch weiter geforscht, so dass fast jedes Jahr neue Entdeckungen hinzu kommen. Sie zählt somit zu den längsten und bedeutendsten Höhlen in Österreich und auch in Europa.

Die Höhle, deren Höhendifferenz zwischen dem höchsten und tiefsten bekannten Punkten mehr als 1200 Meter beträgt, wurde im Jahr 1910 entdeckt und schon wenig später als Schauhöhle für Touristen geöffnet. Besucher können im Sommer auf einem ein Kilometer langen Rundweg einen Eindruck von der gewaltigen Größe der Höhle bekommen. Dieser führt durch einen kurzen künstlichen Stollen (Neuer Osteingang) in die Lahnerhalle und anschließend in die Halle der Vergessenen. Von dort geht es durch das große tunnelartige Paläotraun zum Mitternachtsdom. Hier befindet sich der Umkehrpunkt des Führungsweges. Von dort aus weiter zur Arkadenkluft und zurück in die Lahnerhalle.

Naturschutz

Höhlen stehen in Österreich prinzipiell (ex-lege) unter strengem Naturschutz. Diese Höhle wurde mit Umgebung 1973 auch zum Naturdenkmal (nd614, Naturschutzbuch: OÖ-64/Obertraun) erklärt.[1] Das Gebiet liegt in der Kernzone des UNESCO-Welterbegebiets Kulturlandschaft Hallstatt–Dachstein/Salzkammergut (WHS 806) und im Europa- und Naturschutzgebiet Dachstein (Vogelschutz- und FFH-Gebiet, AT3101000/EU02; n098).[2]

Siehe auch

Literatur

  • Günter Stummer: Atlas der Dachstein-Mammuthöhle 1:1000. Wiss. Beihefte zur Zeitschrift "Die Höhle" Nr. 32.
  • Mit Günter Stummer und Herbert W. Franke in der Dachstein-Mammuthöhle, in: Glück tief – Höhlenforscher erzählen, 2-CD-Box, supposé, Berlin 2015 ISBN 978-3-86385-005-0
  Commons: Dachstein Mammuthöhle  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bescheid vom 30. August 1973 (Agrar – 450003-5509-I/Ha).
    Angabe in Gerhard W. Mandl (Autor Kap. 2): Pilotprojekt „Karstwasser Dachstein“. Band 2: Karsthydrologie und Kontaminationsrisiko von Quellen. In: Geologische Bundesanstalt (Hrsg.): Archiv für Lagerstättenforschung. Band 21 (= Monographien Band 108 – M-108). Wien 2001, 2.4 Geologische Naturdenkmale in der Dachstein-Region, 2. Dachstein-Mammuthöhle (1.368 m), S. 39 (pdf, googledrive.com [abgerufen am 10. April 2014]).
  2. Europaschutzgebiet Dachstein (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3101000), Naturschutzgebiet Dachstein in den Gemeinden Gosau, Hallstatt und Obertraun, Genisys