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vom 01.06.2018, aktuelle Version,

Die 4 Grazien

Markieren.

Die 4 Grazien ist eine Gruppe von vier bildenden Künstlerinnen in Wien. Sie arbeiten konzeptionell mit Malerei, Performance, Fotografie und Video.

Mela Kaltenegger[1], Petra Gell, Susanna Schwarz und Maria Wetter lernten sich als Studentinnen der Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien kennen, wo sie bereits 4 Grazien genannt wurden. Im Jahr 2002 schlossen sie sich als Künstlerinnenkollektiv unter dem Namen zusammen und bezogen ein Atelier in Wien-Neubau. Nach eigenen Angaben inszenieren sie „alltägliches Drama, Frohsinn, Glanz, Blüte und Sehnsucht mit Gier verwechselt“ und „subtile, selbstironische Kritik an traditionellen Bildern von Mann und Frau“.[2]

Der Name der Gruppe erinnere sie an die „Fotografie-Performance-Gang“ Die Damen, die in den 1980er Jahren mit Selbstinszenierungen bestehende Sexismen aufgezeigt haben, so Nina Schedlmayer 2009 im Art Magazin. Im Unterschied dazu schienen sich die 4 Grazien mit ihrer Ausstellung Salon Gier „weitgehend in die nicht gerade neue Innerlichkeit – Stimmung: heiter bis wolkig – zurückzuziehen“.[3] 2014 nahm das Künstlerinnenkollektiv an der großen Ausstellung Idol im Künstlerhaus Wien, die 2015 auch in München gezeigt wurde, mit einer Videoarbeit teil, in der Die 4 Grazien „auf einem Hausdach als Girlgroup(ies) einen stierköpfigen Zeus“ umtanzen.[4] In der Wiener Zeitung beschrieb Peter Zawrel Die 4 Grazien 2016 als Girl Group, deren Videos „unterhaltsame Demontagen männlicher Verklärungen“ seien.[5]

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2004: Club Lungo – Der Genuss der schönen Welt, Artothek Galerie Alte Schmiede, Wien[6]
  • 2007: 4 Gracje – bitchball, Österreichisches Kulturforum, Warschau[7]
  • 2009: Salon Gier, Young Austrian Art Barbara Preyer, Wien
  • 2010: Die 4 Grazien – Malerei und Video, Galerie Nothburga, Innsbruck[8]
  • 2013: Salon Gier II, Museum of Young Art (MoYA), Wien
  • 2013: Out of the Dark, Galerie Peithner-Lichtenfels, Wien[9]
  • 2014: Das EINE, mo.ë Wien[10]
  • 2014: IDOL – Prähistorische und zeitgenössische Frauenbilder, Künstlerhaus Wien
    • 2015 IDOL in der Rathausgalerie Kunsthalle, München[11]
  • 2015/2016: Markieren, Künstlerhaus Wien[12]
  • 2016: Markieren, Red Carpet Showroom, Karlsplatz, Wien[13]
  • 2016: XPOSIT / ZWEI SECHZEHN – In memoriam Gunter Damisch, Akademie der bildenden Künste Wien[14]
  • 2016: Markieren, Kunstraum SUPER, Wien[15]
  • 2016: Das Glück ist ein Vogerl, Offspace Atelier Die 4 Grazien, Bezirksfestival Neubau, Wien[16]
  • 2017: Kunst auf Rezept – art on prescription, Venedig[17]

Einzelnachweise

  1. Franz Smola, Leopold Birstinger: The Excitement Continues – Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II. Verlag Brandstätter, Wien 2011, ISBN 978-3-85033-584-3, S. 304 (336 S., grünfelder.at [PDF; abgerufen am 19. März 2017] anlässlich der Ausstellung im Museum Leopold Wien 2011/2012).
  2. Das Künstlerinnenkollektiv "Die 4 Grazien", Oe1, ORF.at, 22. Mai 2012
  3. Nina Schedlmayer: Die alte Innerlichkeit, Art Magazin, 25. Februar 2009
  4. Flora Schausberger: Doris Day, Tongöttinnen und die Leerstelle dazwischen, Art Magazin, 1. Dezember 2014
  5. Peter Zawrel: Girl-Group. Die 4 Grazien, Wiener Zeitung, 18. März 2016
  6. Website der MUSA Museum Startgalerie Artothek
  7. Website des Österreichischen Kulturforums Warschau@1@2Vorlage:Toter Link/www.austria.org.pl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)   Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Website der Galerie
  9. Kunstaspekte
  10. Das EINE, Kunstaspekte
  11. Kunstaspekte
  12. Die 4 Grazien. Markieren. Künstlerhaus, Passagegalerie, 13. November 2015 bis 10. Jänner 2016
  13. Bericht vom Red Carpet Showroom Dezember 2016
  14. Ausstellungsbericht der Akademie der bildenden Künste Wien
  15. Bericht von der SUPER EDITION 6
  16. Kulturherbst Neubau 2016
  17. Kunstverein precarium