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vom 01.01.2019, aktuelle Version,

Dietach

Dietach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Dietach
Dietach (Österreich)
Dietach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Steyr-Land
Kfz-Kennzeichen: SE
Fläche: 20,7 km²
Koordinaten: 48° 6′ N, 14° 25′ O
Höhe: 313 m ü. A.
Einwohner: 3.212 (1. Jän. 2018)
Bevölkerungsdichte: 155 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4407
Vorwahl: 07252
Gemeindekennziffer: 4 15 04
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 6
4407 Dietach
Website: www.dietach.at
Politik
Bürgermeister: Johannes Kampenhuber (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(25 Mitglieder)
15
5
3
2
15  5  3  2 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Dietach im Bezirk Steyr-Land
AdlwangAschach an der SteyrBad HallDietachGaflenzGarstenGroßramingLaussaLosensteinMaria NeustiftPfarrkirchenReichramingRohr im KremstalSchiedlbergSierningSteyrSt. Ulrich bei SteyrTernbergWaldneukirchenWeyerWolfernOberösterreich Lage der Gemeinde Dietach im Bezirk Steyr-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Dietach ist eine Gemeinde mit 3212 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2018) in Oberösterreich im Bezirk Steyr-Land im Traunviertel. Der zuständige Gerichtsbezirk ist Steyr.

Geografie

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6,6 km, von West nach Ost 6,4 km. 17,1 % der Fläche der Gemeinde sind bewaldet, 72,2 % landwirtschaftlich genutzt.

Nachbargemeinden

Hargelsberg
(Bez. Linz-Land)
Kronstorf
(Bez. Linz-Land)
Wolfern Haidershofen
(Bez. Amstetten, )
Steyr
(Statutarstadt)

Gemeindegliederung

Das Ortszentrum von Dietach mit Pfarrkirche

Das Gemeindegebiet umfasst folgende fünf Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Januar 2018[1]):

  • Dietach – Hauptort, mit dem Südwesten (1389)
  • Dietachdorf – im Süden (1280)
  • Stadlkirchen – nordöstlich des Hauptorts (259)
  • Thann – im Nordosten (172)
  • Winkling – im Osten an der Enns (112, Teile auch in Kronstorf und der Stadt Steyr)

Die Gemeindeverwaltung gibt als weitere Ortschaften (im Sinne einer gemeindeeigenen Gliederung) noch Heuberg (bei Dietach) und Niedergleink (im Süden bei Steyr).[2]

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Mitterdietach (Südwesten), Oberdietach (Nordwesten) und Unterdietach (Osten).

Zählsprengel sind Dietach-Südwest (Dietach, Dietachdorf) und Dietach-Nord-und Ost (Rest der Gemeinde).

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 777 als Todicha im Stiftsbrief des Bayernherzog Tassilo III. zur Gründung des Stiftes Kremsmünster. Das Wort ist zusammengesetzt aus einem germanischen Personennamen Todo und althochdeutsch aha für Fluß.[3] Daraus wurde Twedick (1088), Dudich (1170) und schließlich das heutige Dietach.

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum, dann Kronland Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Bis zur NS-Zeit hatte Dietach zur Gemeinde Gleink gehört. Diese musste 1938 ihre Südteile, mitsamt dem Hauptort, an die Stadt Steyr abtreten,[4][5] sodass sie nurmehr die drei ursprünglichen Steuergemeinden Unter-, Mitter-, Oberdietach umfasste, und in Folge der Gemeinde Wolfern eingegliedert wurde.[6] Per 1. Jänner 1946 wurde Dietach dann unter diesem Namen eigene politische Gemeinde. [5][7]

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 2113 Einwohner, 2001 dann 2436 Einwohner.

Politik

Der Gemeinderat hat 25 Mitglieder. Mit den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung:[8]

Bürgermeister
  • bis 2008 Karl Schweinschwaller (ÖVP)
  • seit 2008 Johannes Kampenhuber (ÖVP)

Wappen

Blasonierung:Geteilt; oben in Silber an einem Stengel ein grünes, aus der Teilungslinie wachsendes Kleeblatt; unten in Schwarz ein goldenes, viereckiges, an den Ecken mit Blattranken verziertes Schloßblatt.“

Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Rot.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

  • Bus und Bahn: Im Ortsteil Dietachdorf halten regelmäßig die Busse der Linie Steyr-Linz. In Dietach selbst halten etwas seltener die Busse der Linie Steyr-Hargelsberg. Der nächste größere Bahnhof befindet sich rund 7 Kilometer vom Dietacher Ortszentrum entfernt in Steyr, von wo auf der Rudolfsbahn Züge nach Linz (über Sankt Valentin, mit Anschluss an die Westbahn) und Kleinreifling verkehren.

Freizeit

Der Dietacher Ortsteil Niedergleink ist einer der sechs Standorte des Kinos Star Movie (Star Movie Steyr). Das Kino hat sechs Säle, die auf dem neuesten Stand der Technik sind.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Filialkirche Stadlkirchen

Sport

Für sportliche Aktivitäten sorgen u. a. der Fußballverein Union Procon Wohnbau Dietach (Landesliga Ost), seit August 2007 hat ASKÖ Honda Dietach mit „Union Dietach, Sektion Tischtennis“ die Spielgemeinschaft „Spg Honda Dietach“ gebildet, ferner der Tennisclub Dietach.

  Commons: Dietach  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2018 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2018), (Excel)
  2. Wissenswertes: Zahlen und Fakten. Gemeinde Dietach, dietach.at
  3. Franz Kurz: Beiträge zur Geschichte des Landes Österreich ob der Enns. Band 4. Haslinger, Linz 1809, S. 494 (Digitalisat, Google, vollständige Ansicht).
  4. Verordnung des Landeshauptmannes von Oberösterreich vom 30. September 1938 über die Vereinigung von Gebietsteilen der Ortsgemeinden Garsten, Gleink und Sierning mit der Stadtgemeinde Steyr. VOBl. Nr. 61/1938 14. Stück, S. 44 f (in Kraft getreten 15. Oktober d. J. lt. § 7 und § 2 63/1938 ; EReader, ALEX Online).
  5. 1 2 Wilhelm Rausch, Hermann Rafetseder: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Band 2). 1989, ISBN 3-900387-22-2, S. 261 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Kundmachung des Landeshauptmannes des Gaues Oberdonau vom 28. September 1938, betreffend die Vereinigung der Gemeinden Wolfern und Gleink, bestehend aus den Steuergemeinden: Mitter-, Ober- und Unterdietach zu einer Gemeinde mit dem Namen Wolfern. VOBl. Nr. 51/1938 10. Stück, S. 35 f (in Kraft getreten 1. Jänner 1939; EReader, ALEX Online).
  7. Kleine Teile der KG Gleink wurden per 1. Jänner 1950 wieder Dietach zurückgegeben. ops.cit. Rausch, Rafetseder 1989, ebd.
  8. Gemeinderatswahlen 2015 – Ergebnis Bezirk Steyr-Land. (Memento vom 29. September 2015 im Internet Archive)
  9. Star Movie Steyr