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vom 01.06.2020, aktuelle Version,

Don Bosco (Bozen)

Stadtviertel Don Bosco
Italienische Bezeichnung: Quartiere Don Bosco
Ein Haus aus den Gründerjahren des Viertels
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Südtirol (BZ)
Gemeinde: Bozen
Koordinaten:

46° 29′ N, 11° 20′ O

Höhe: 246 m s.l.m.
Fläche: 4,28 km²
Einwohner: 26.438 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 6177 Einw./km²
Demonym: Neugrieser
Patron: Johannes Bosco
Kirchtag: 31. Jänner
Präsident Federico De Piccoli (Fünf-Sterne-Bewegung)
Telefonvorwahl: 0471 CAP: 39100
Website: Offizielle Website

Don Bosco (vereinzelt auch Neugries) ist eines der fünf Stadtviertel der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen (Italien). Mit mehr als 26.000 Einwohnern ist es nach Gries-Quirein das bevölkerungsreichste und mit mehr als 5.800 Einwohnern pro km² nach Europa-Neustift das am zweitdichtesten besiedelte Stadtviertel. Don Bosco gehörte früher zur Marktgemeinde Gries und ist noch heute Teil der Katastralgemeinde Gries. Südöstlich der Don-Bosco-Kirche, in Richtung Eisack, finden sich die Reste des Chorherrenstifts Maria in der Au, dem ursprünglichen Konvent der Regularkanoniker des Stifts Gries.

Obwohl die zahlreichen Sozialwohnungen des Viertels zum Teil auch von Zuwanderern bewohnt werden, ist deren Anteil mit 8,4 % geringer als in anderen Stadtvierteln der Stadt.

Geografie

Das Stadtviertel, im Bozner Talkessel im Etschtal gelegen, ist zwischen zwei und fünf Kilometer von der Altstadt entfernt und weist kaum Höhenunterschiede auf (zwischen 240 und 250 m.s.l.m). Eine Ausnahme bildet der Kaiserberg, das Nordende des Mitterbergs, mit der aufgelassenen Mülldeponie der Stadt Bozen und Schloss Sigmundskron (339 m s.l.m.). Das Viertel wird im Südosten durch den Eisack begrenzt und im Westen von der Etsch durchflossen. Der Eisack hat vor seiner Regulierung sein Bett oftmals geändert und immer wieder weite Teile des damals Kaiserau oder Au genannten Viertels überflutet.

Der Westen und Südwesten des Stadtviertels links und rechts der Etsch bis zur Gemeindegrenze mit Eppan ist landwirtschaftlich geprägt (zum Großteil Apfelanbau). Entlang des Eisacks besteht eine ausgedehnte Uferpromenade mit zahlreichen Spielplätzen und dem Radweg, der den Eisacktal-Radroute mit dem Etsch-Radweg und dem Radweg Bozen-Kaltern verbindet (ehemalige Trasse der Überetscher Bahn). Weitere Parks sind der Europapark und der Park rund um die Ausgrabungen des früheren Chorherrenstifts Maria in der Au.

Gliederung des Stadtviertels

  • Don Bosco
  • Europaallee
  • Pius X.–Reschenstraße
  • Sigmundskron
  • Ortler
  • Kaiserau
  • Firmian

Geschichte

Der ehemals sumpfige, allenfalls landwirtschaftlich genutzte Ortsteil Quirein (Kaiserau) wurde 1925 zusammen mit der früheren Gemeinde Gries nach Bozen eingemeindet. Ab Mitte der 1930er begann die Bebauung des heutigen Stadtviertels Don Bosco. Ziel war es, für die vom italienischen Faschismus nach Bozen geholten Arbeiter des jenseits des Eisacks gelegenen neuen Bozner Industriegebiets Wohnraum zu schaffen (siehe dazu Italianisierung).

Der Name Kaiserau deutet darauf hin, dass diese Au(e) zu einer gewissen Zeit dem Kaiser gehörte (welcher Kaiser ist nicht eindeutig geklärt). Gewiss ist, dass hier die Grafen Morit-Greifenstein über Eigenbesitz verfügten, auf dem sie das Chorherrenstift Maria in der Au errichten ließen. Die Rechtsnachfolger dieser Familie waren nacheinander die Grafen von Tirol, die Meinhardiner und die Habsburger.

Chorherrenstift Maria in der Au

Das später nach Gries übersiedelte Chorherrenstift Maria in der Au (lat. Sancta Maria de Augea) wurde in den 1160er Jahren in den Auen des Eisack durch die Grafen von Morit-Greifenstein errichtet und 1166 von Kaiser Friedrich I. bestätigt. Die Chorherren kamen von Kloster Neustift bei Brixen und von Stift Klosterneuburg bei Wien.

Ende des 13. Jahrhunderts wurden die Konventsgebäude durch eine Überschwemmung in Mitleidenschaft gezogen. In der Folge wurde das Areal immer wieder überschwemmt, sodass die Chorherren 1412 in die ehemalige Burg der Grafen von Morit-Greifenstein in Gries zogen. Das alte Stift wurde daraufhin verschüttet und erst 1986 bei Bauarbeiten wiederentdeckt. 2007 wurde ein Park eröffnet, in dessen Mitte die Reste der Anlage zu besichtigen sind.

Schloss Sigmundskron

Zeit des Faschismus

Als in der Zeit des Faschismus die Italianisierung Bozens angelaufen war, wurde das heutige Stadtviertel Don Bosco ausgewählt, die Arbeiter des an der linken Seite des Eisacks ab 1935/36 errichteten Industriegebiets zu beherbergen. Da viele dieser Arbeiter aus ländlichen Verhältnissen stammten, entstand – im Sinne der ruralistischen Ideologie des Faschismus – ein sogenanntes „halbländliches“ Gebiet mit Häusern für zwei bis vier Familien und jeweiligem Gemüsegarten hinter dem Haus. Zugleich diente die geschlossene Ansiedlung weit abseits des Stadtzentrums der sozialen Segregation der Arbeiterfamilien, deren Sympathien das Regime nie völlig gewiss war.[2]

Der Rione Dux

Haus des Semirurali-Viertels, in dem ein Museum des Viertels entstehen soll

Für die ersten Neu-Siedler wurde ab 1935 das Rione Littorio um die Piazza Littoria (heute Matteottiplatz im Stadtviertel Europa-Neustift) errichtet. Dort entstanden mehrstöckige Mietshäuser in einem städtischen Ambiente. Da aber immer mehr Zuwanderer mit bäuerlichem Hintergrund in Bozen ankamen, wurde in den Jahren 1938 bis 1939 südlich des Rione Littorio der Rione Dux mit den oben beschriebenen Häusern und Gärten errichtet, der später Semirurali (Halbländliches Viertel) genannt wurde. Die Straßen waren zum Teil nicht asphaltiert und erhielten alle Namen von italienischen Städten. Diese sind bis heute erhalten geblieben (z. B. Parma, Mailand, Cagliari, Genua, Gorizia/Görz, Sorrent und Bari).

In dem Viertel wurden keine Geschäfte errichtet. Allein einen Platz hat man eingerichtet (den heutigen Don-Bosco-Platz).

Ein halbes Jahr nach Abschluss der Arbeiten wurden am nordöstlichen Eck des neuen Viertels (Palermostraße-Mailandstraße) neue Geschäfte eröffnet. In der Nähe dieser Geschäfte wurde in einem der Häuser eine Kapelle eingerichtet, die schon dem heiligen Johannes Bosco geweiht war.

Das Durchgangslager Bozen

Vom nationalsozialistischen Durchgangslager Bozen, das sich westlich der Reschenstraße befand, ist nur mehr eine Begrenzungsmauer erhalten geblieben. Im April 2004 wurde hier eine Erinnerungsstrecke eröffnet, prominentester Gast bei der Veranstaltung war Mike Bongiorno, einst selbst für kurze Zeit im Durchgangslager Bozen inhaftiert.

Ausbau des Viertels in der jüngeren Zeit

Hochhäuser in der Europaallee

Die Häuser, die in den 1950er Jahren südlich der ursprünglichen Semirurali-Zone gebaut wurden, hatten einen eher städtischen Charakter. In den 1970er Jahren wurde am nördlichen Rand des Viertels, zwischen Mailandstraße und Drusussallee eine neue Straße angelegt, die Europa-Allee. Längs dieser Straße entstanden durchwegs zehnstöckige Wohnhäuser, darunter auch die bis dato höchsten Wohnhäuser der Region (die Gebäude sind 49,5 Meter hoch und haben 15 Stockwerke). Es existieren zwar Pläne, neben dem neuen City-Tower, der mit einer Höhe von 42 Metern die Ansicht Bozens von Osten prägt, ein weiteres, noch höheres Hochhaus zu bauen. Die Bauarbeiten hierfür haben jedoch noch nicht begonnen.

Anfang der 1990er Jahre stand man vor der Wahl, die Semirurali-Häuser aufwendig zu restaurieren und mit Heizungen auszustatten, oder sie großteils abzubrechen und durch neue, zeitgemäßere und aufnahmefähigere Mehrfamilienhäuser (Mietwohnungen des Südtiroler Wohnbauinstituts) zu ersetzen. Bis heute sind nur zwei Semirurali-Häuser erhalten geblieben. Eines davon wird weiterhin bewohnt, im anderen wurde ein Semirurali-Museum eingerichtet.

Aufgrund des weiter gestiegenen Wohnraumbedarfes wurden im Stadtviertel in den letzten Jahren zwei neue Wohnbauzonen eingerichtet; in den früheren Obstwiesen östlich der Reschenstraße entstand zwischen der Mailandstraße und der Drususallee das Quartier Firmian (benannt nach einem mit Schloss Sigmundskron in Verbindung stehenden Tiroler Adelsgeschlecht). Auf 17 ha Fläche entsteht dort ein Wohngebiet für etwa 4000 Einwohner. 2004 ergab sich die Möglichkeit in der Kaiserau, östlich des Quartiers Ortlerstraße-Similaunstraße, nahe dem Eisackufer und der Bahnstrecke Bozen–Meran eine Fläche von 10 ha zu verbauen. Diese Wohneinheiten für etwa 3000 Menschen sollten ausschließlich Genossenschaften des geförderten Wohnbaus und dem Wohnbauinstitut zur Verfügung gestellt werden. Der Bozner Stadtrat hat diesem Projekt Priorität eingeräumt und umgehend einen Wettbewerb für die einheitliche Bebauung dieses neuen Quartiers Kaiserau ausgelobt. Der Sieger dieses Projektes schlug vor, sogenannte „Schlösser“ verschiedener Höhe mit viel Grün dazwischen zu errichten. In Firmian wird ein guter Teil der Kubatur von privaten Bauherren zum freien Verkauf errichtet; angesichts der aktuellen Entwicklungen am Wohnungsmarkt wurden die Projekte jedoch teilweise zurückgestellt. Da die Bauherren des Quartiers Kaiserau sich am eigenen Bedarf orientieren, ist das Quartier fast fertiggestellt. Es fehlen noch die geplanten Zusatzgebäude, etwa ein Gebäude, das im Erdgeschoss verschiedene Geschäfte und eine Bar sowie in den Obergeschossen Wohnungen für den sogenannten Mittelstand (also jene, die einen Mietvertrag mit Kaufoption erhalten[3]) enthalten soll. Die Genossenschaften haben jetzt ein Konsortium gegründet und wollen das Gebäude errichten. In Firmian wurde die deutschsprachige Grundschule "Alexander Langer" errichtet. Dazu wurde eine Kirche erbaut und der "Mutter Teresa von Kalkutta" gewidmet.

Politik

1995 wurden die ersten Stadtviertelräte gewählt und Bozen in die fünf Stadtviertel aufgeteilt. Die Stadtviertelräte und die beigeordneten Bürgerschalter haben einige Zuständigkeiten in den Bereichen Meldeamt, öffentliches Grün und Spielplätze sowie Straßenbau, daneben werden kulturelle und soziale Tätigkeiten im Stadtviertel unterstützt.

Amtszeit Name Partei
1995–1997 Tiziano Cabrele Alleanza Nazionale
1997–1999 Maria Teresa Tomada Alleanza Nazionale
1999–2000 Donata Fabbri Forza Italia
2000–2005 Enio Marcelli Noi per l'Alto Adige
2005 Enio Marcelli La Margherita
2005–2010 Enrico Lillo Forza Italia
2010–2011 Luigi Baratta Partito Democratico
2011–2015 Pasquale Morabito Partito Democratico
seit 2015 Federico De Piccoli Fünf-Sterne-Bewegung

Der Stadtviertelrat besteht aus 11 Mitgliedern, der Präsident und sein Stellvertreter werden aus deren Mitte gewählt. Der Präsident ist in Don Bosco immer italienischer Sprache, sein Stellvertreter muss der deutschen Sprachgruppe angehören. Anders als im Gemeinderat, in dem die Parteien der deutschsprachigen Bevölkerung höheres Gewicht haben, geht die Mehrheit der Sitze in Don Bosco eher an Mitte-Rechts.

Wirtschaft und Infrastruktur

Don Bosco ist ein typisches Wohnviertel mit vielen Sozialbauwohnungen (siehe Geschichte), trotzdem sind hier einige Handwerks- bzw. Handelsbetriebe angesiedelt (am Rande des Viertels in der Drususstraße). Im Westen des Viertels, in Richtung Sigmundskron, gibt es einige landwirtschaftliche Betriebe und ein Hotel.

Verkehr

Die Haltestelle Kaiserau-Casanova der Bahnlinie Bozen-Meran

Die Hauptdurchzugsstraßen sind die Reschenstraße, die Mailandstraße, die Europaallee und die Drususallee. Das Viertel wird von sechs Buslinien angefahren: Es sind dies die Linien 3, 5, 6, 8, 9 und 10 sowie der Nachtdienst 153. Am Rande des Quartiers Kaiserau befindet sich eine Haltestelle (Bahnhof) der Bahnstrecke Bozen–Meran.

Don Bosco ist über den Eisack-Radweg an das regionale Radwegenetz angebunden, daneben gibt es Radwege in verschiedenen Straßen.

Bildung

Im Stadtviertel gibt es zwei Schuldirektionen italienischer Sprache, zu denen jeweils zwei Schulen (Grund- und Mittelschule) gehören:

  • Schulsprengel Bozen – Europa 2 (in der Parmastraße)
  • Schulsprengel Bozen II – Don Bosco
    • Grundschule S.G. Bosco (Don-Bosco-Platz)
    • Mittelschule Ada Negri

Im benachbarten Stadtviertel Europa-Neustift befindet sich die Schulinfrastruktur in deutscher Sprache:

Seit Jahren existieren Pläne, je eine Grundschule in deutscher und italienischer Unterrichtssprache zu errichten, die aber den jeweiligen Direktionen beigeordnet würden.

Daneben gibt es zwei weiterführende öffentliche Schulen

Außerdem gibt es mehrere Bibliotheken:

  • Gemeindebibliothek, Außenstelle Ortlerstraße
  • Öffentliche Bibliothek "Albert Schweitzer" (an die Mittelschule "Albert Schweitzer" angebaut)
  • Stadtteilbibliothek Firmian
  • Bibliothek „Sandro Amadori“ (Circolo Culturale Don Bosco – Kulturverein Don Bosco)

Gesundheit und Sozialdienste

Im Stadtviertel gibt es mehrere niedergelassene Ärzte verschiedener Fachrichtungen. Daneben können, wie in allen Stadtvierteln, gewisse Visiten und Untersuchungen (Blutabnahme, zahnärztliche, gynäkologische oder pädiatrische Vorsorgeuntersuchungen) im Sitz des Gesundheits- und Sozialsprengels Don Bosco-Bozner Au (unter der Kirche Maria in der Au) durchgeführt werden. Dort haben auch die für das Stadtviertel zuständigen Sozialdienste ihren Sitz. Die Mieter des Wohnbauinstituts können auch den Mieterservice in Anspruch nehmen, der in einem der zahlreichen Häuser des Instituts seinen Sitz hat.

Behörden und Unternehmen mit öffentlichem Auftrag

In Don Bosco sind auch einige Behörden und Unternehmen mit öffentlichem Auftrag angesiedelt:

  • Landesrat für italienische Kultur, das italienische Landesschulamt (sovrintendenza scolastica)
  • INAIL-Landesdirektion (Nationalinstitut für die Arbeitsunfallversicherung)
  • RAS (Rundfunk-Anstalt Südtirol, in der Europaallee)
  • ORF Studio Bozen
  • Istituto Zooprofilattico delle Venezie – Sektion Bozen (Institut für Tierseuchenbekämpfung für Nord-Ost-Italien)

Kultur

Kirchen

1940 wurde eine kleine Kapelle errichtet. Diese Kapelle wurde dem heiligen Johannes Bosco geweiht. Die damaligen politischen Amtsträger erhofften sich damit, die Salesianer Don Boscos für die Seelsorge zu gewinnen. Die bischöfliche Kurie von Trient verwahrte sich jedoch dagegen.

Die Gemeinde setzte sich weiterhin für die Errichtung einer Kirche ein und so konnte am 27. Juli 1941 an der Piazza Pontinia der Grundstein für die Don-Bosco-Kirche gelegt werden. Da die Gemeinde allerdings kein Geld für den Bau hatte, musste man private Sponsoren suchen. Die Betriebe der Industriezone waren auch bereit, die Kosten zu übernehmen. 1943 wurde der Bau infolge der Besatzung der Stadt durch die Wehrmacht eingestellt. Die Baustelle wurde in dieser Zeit als Lagerhaus benutzt.

1947 wurde die Kirche unter aktiver Mitwirkung der Bevölkerung fertiggestellt. Ende des 20. Jahrhunderts wurde sie renoviert. Heute findet in der Kirche monatlich auch eine Messe in polnischer Sprache statt. Später wurden zwei weitere katholische Kirchen errichtet: Die Pfarrkirche Pius X. in der Reschenstraße (1969) und die Fronleichnamskirche in der Gutenbergstraße, die zur Pfarrei Don Bosco gehört, aber vom Pfarrer der Pfarrei Mutter Teresa betreut wird. In den 1990er Jahren wurde in der Nähe der Don-Bosco-Kirche die Pfarrkirche Maria in der Au errichtet, die von der deutschsprachigen Bevölkerung des Viertels genutzt wird.[4] Beide Kirchen kommen ohne Kirchturm aus; Pläne, einen gemeinsamen Kirchturm zwischen den beiden Kirchen zu errichten, wurden nie verwirklicht. Die Kirche der Pfarrei Mutter Teresa wurde zwischen 2010 und 2012 im neuen Viertel Firmian errichtet[5].

Neben diesen katholischen Gotteshäusern gibt es noch einen Königreichssaal der Zeugen Jehovas, ein Neuapostololisches Gotteshaus, ein Missionszentrum der Mormonen und einen islamischen Gebetsraum.

Regelmäßige Veranstaltungen

Bienenfest

Im Stadtviertel finden einige Wochenmärkte statt:

  • Montagsmarkt (Don-Bosco-Platz)
  • Dienstagsmarkt (Piacenzastraße)
  • Bauernmarkt (freitags am Don-Bosco-Platz)

Weitere Veranstaltungen

  • Bienenfest (8. Dezember, Reschenstraße und Umgebung)
  • Turnier der Stadt Bozen (Fußballturnier)
  • Faschingsumzug

Sport

In der Reschenstraße befinden sich einige Sportstätten:

  • Stadthalle (Mehrzweckhalle)
  • Europastadion (American-Football-Stadion mit 3000 Sitzplätzen).
  • Hinter der Stadthalle befinden sich mehrere Fußballplätze

Persönlichkeiten

Literatur

  • Enio Marcelli: Semirurali – ...per non dimenticare ...um zu verstehen. Pluristamp, 1995.
  • Arbeitsgruppe Für ein Museum in den „Semirurali“: Nicht nur Semirurali. Stadtgemeinde Bozen 2005.
  • Enio Marcelli: La città operaia. Circolo culturale Don Bosco, 2001.
  • Enio Marcelli: La parrocchia San Giovanni Bosco nel rione delle semirurali. Pluristamp, 1994.
  • Sandro Ottoni: Halb ländlich. Bozen 1966. Eine Kindheit im “Semirurali”-Viertel. Aus dem Italienischen von Dominikus Andergassen. alphabeta verlag + Drava Verlag, Meran-Klagenfurt 2018. ISBN 978-3854358923
  • Gabriele Rath, Andrea Sommerauer, Martha Verdorfer (Hrsg.): Bozen-Innsbruck – zeitgeschichtliche Stadtrundgänge. Wien-Bozen, Folio Verlag 2000, ISBN 3-85256-125-6.
Portal: Bozen  – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Bozen

Einzelnachweise

  1. Stadt Bozen: Ansässige Bevölkerung nach Stadtvierteln, 24. Februar 2015
  2. Carla Giacomozzi, Hannes Obermair: Die ehem. Semirurali in Schwarz-Weiß. In: Stadtarchiv Bozen (Hrsg.): Das Exponat des Monats im Stadtarchiv Bozen. Nr. 10, November 2012 (PDF [abgerufen am 2. März 2015]).
  3. http://www.gemeinde.bozen.it/stampa_context.jsp?ID_LINK=426&area=19&id_context=13845&COL0008=47
  4. Andreas Seehauser, Ewald Volgger: Licht und Leben: die Pfarrkirche Maria in der Au, Bozen. Architektur und Kunst. Bozen: Pfarrei Maria in der Au 2010. ISBN 978-88-7073-534-5
  5. http://www.bz-bx.net/diuk/verwendung_der_8_promille/00028638_Firmian.html