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vom 23.05.2019, aktuelle Version,

Erhard Grossnigg

Erhard Grossnigg im Kepler Salon (2018)

Erhard F. Grossnigg (* 22. September 1946 in Linz[1]) ist ein österreichischer Unternehmer. Er hat den Ruf als Österreichs „Paradesanierer“.[2]

Werdegang

Grossnigg besuchte von 1952 bis 1956 die Volksschule in Linz und von 1956 bis 1960 die Realschule, ebenfalls in Linz. Von 1960 bis 1965 war er auf der Handelsakademie Linz. An der Hochschule für Welthandel in Wien studierte er von 1964 bis 1968. Im Anschluss daran arbeitete er von 1968 bis 1974 bei der Chase Manhattan Bank in Wien, New York City, Paris und Düsseldorf. 1975 wurde Grossnigg diplomiert. 1974 bis 1979 war er geschäftsführender Gesellschafter der Donau-Finanz Treuhand- und Finanzierungsgesellschaft mbH & Co. KG in Wien. 1980 wurde er promoviert. Seit 1979 ist Grossnigg geschäftsführender Gesellschafter der E. F. Grossnigg Finanzberatung und Treuhandgesellschaft mbH.[3] Dieses Gesellschaft hat seit dieser Zeit die Sanierung bzw. Restrukturierung angeschlagener Unternehmen als Geschäftsgegenstand.

Grossnigg ist außerdem Gründungsgesellschafter der Austro Holding GmbH. Diese Dachgesellschaft hält Beteiligungen an folgenden Unternehmen (% Anteile):

  • Ankerbrot (der bedeutendste Backwarenhersteller in Österreichs), 100 %
  • Austro Lease Fuhrparkmanagement GmbH, 100 %
  • Bene (Möbelbau), 50 %
  • Dachstein (Schuhe), 90 %
  • Deutz-Fahr Austria Landmaschinen GmbH, 83 %
  • Domoferm (Metallindustrie), 95 %
  • Gaulhofer (größter Anbieter industriell gefertigter Fenster und Türen in Österreich), 34,5 %
  • HDW (Hotellerie- und Gastronomieaustatter), 100 %
  • Kunert Fashion GmbH, 40 %
  • Lohberger, Heiz + Kochgeräte-Technologie GmbH, 90 %
  • Neudoerfler Office Systems, 50 %
  • Sleepwell Kauffmann GmbH, 100 %

Die Bilanzsumme der Austro Holding lag im Geschäftsjahr 2015 bei 182,4 Mio Euro.[4]

Des Weiteren gehört Grossnigg die grosso Holding. Dieser Dachgesellschaft gehörten beispielsweise 14,05 % am Linzer IT-Konzern S&T. Diesen Anteil veräußerte Grossnigg im Oktober 2016 nach dem Einstieg von Foxconn bei S&T.[5] Im Jänner 2017 übernahm die grosso Holding für 18,5 Mio Euro den insolventen Bramscher Bettwarenhersteller Gebr. Sanders GmbH.[6][7]

Darüber hinaus ist Grossnigg seit 2003 Eigentümer der Porzellanmanufaktur Augarten.

In der Vergangenheit war Grossnigg auch bei Unternehmen wie ADEG Österreich, Alpine Holding, Delka, Economos, Europapier AG, Forstinger, Frantschach, Funder, Huber Tricot, Kneissl, Leiner/Kika, Leykam, Praktiker, Semper Constantia Privatbank, Wienerwald oder Zellstoffwerk Pöls und vielen weiteren Unternehmen[8] beteiligt.[9]

Im März 2016 kündigte Grossnigg an, dass er sich im Herbst 2016 aus dem operativen Geschäft zurückziehen werde. Er werde nach seinem 70. Geburtstag nur noch das Vorstandsmandat in seinen vier Stiftungen Czerwenka Privatstiftung, Gambit Privatstiftung, MTS Privatstiftung und Rhomberg Privatstiftung ausüben.[10] Grossnigg ist mit dem Industriellen Hans Peter Haselsteiner gut befreundet.[11][12][13]

  Commons: Erhard Grossnigg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kurzbiografie: Dr. Erhard F. Grossnigg (PDF)
  2. Peter Muzik: Österreichs bester Firmen-Doktor In: Wiener Zeitung vom 18. August 2008
  3. Dr. Erhard F. Grossnigg: Curriculum Vitae efgrossnigg.at
  4. Geschäftsbericht der Austro Holding 2015 (PDF)
  5. Grossnigg steigt bei Linzer S&T aus In: Die Presse vom 18. Oktober 2016
  6. Wiener Grosso Holding steigt bei Sanders in Bramsche ein In: Osnabrücker Zeitung vom 27. Jänner 2017
  7. Es bleibt in der Unternehmensfamilie In: Vorarlberger Nachrichten vom 21. Februar 2017
  8. Ausgewählte Referenzen efgrossnigg.at
  9. Grossnigg bei Raiffeisen-IT-Deal Favorit In: Der Standard vom 4. Oktober 2016
  10. Apa: Sanierer Grossnigg zieht sich zurück In: Salzburger Nachrichten vom 7. März 2016
  11. Andrea Hodoschek: Eine schrecklich nette Firma In: kurier.at vom 19. April 2015
  12. Andrea Hodoschek: Haselsteiner, Gusenbauer und Co. klagen In: kurier.at vom 23. Juli 2015
  13. Andrea Hodoschek: Grossnigg: "Endlich Mut zu Reformen" In: kurier.at vom 1. Jänner 2013