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vom 15.07.2015, aktuelle Version,

Evangelische Kirche Fischertratten

Die evangelische Kirche Fischertratten in der Gemeinde Malta wurde 1787 mit Hilfe des Grafen Hieronymus Maria Lodron, Katholik und Grundherr von Gmünd (vgl. Lodron), als Toleranzbethaus errichtet. Erst drei Jahre später wurde die evangelische Pfarrgemeinde Dornbach-Fischertratten gegründet. Lodrons Stiftung war ausreichend, um außer dem Bau die regelmäßige Bezahlung von Pfarrer und Schullehrer zu bestreiten[1]. Das neben der Kirche erbaute Pfarr- und Schulhaus wurde 1978 abgebrochen.

Die Kirche ist ein kleiner barock-klassizistischer Bau aus dem Jahre 1787. An das ungegliederte Langhaus schließt eine halbrunde Apsis an. Die Westfassade weist eine Portalädikula und einen geschwungenen Giebel auf. Der Campanile neben der Kirche wurde 1985 errichtet. Der den Turm bekrönende Lodron’sche Löwe sowie eine Glocke stammen vom alten Pfarrhaus, die zweite Glocke wurde neu angeschafft. Die auf Säulen stehende Musikempore besitzt im Mittelteil einen konvex ausschwingenden Orgelerker. Der rokoko-klassizistische, in Weiß und Gold gefasste Kanzelaltar mit zierlicher Säulenarchitektur und zwei seitlichen Bogendurchgängen stammt wie das Taufbecken aus der Erbauungszeit der Kirche.

Seit 2001 befindet sich in Gmünd ein Bethaus der Pfarre[2].

Literatur

  • Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 139.
  • Alexander Hanisch-Wolfram: Auf den Spuren der Protestanten in Kärnten. Verlag Johannes Heyn, Klagenfurt 2010, ISBN 978-3-7084-0392-2, S. 193 f.

Belege

  1. Auf den Spuren des Brezelschweiflöwen – 300 Jahre Grafen Lodron in Gmünd. S. 5, abgerufen am 7. November 2013.
  2. Dreieinigkeitskirche. Stadt Gmünd, abgerufen am 22. Mai 2015.
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