unbekannter Gast
vom 12.03.2017, aktuelle Version,

Gölsen (Fluss)

Gölsen

Schotterbänke der Gölsen

Schotterbänke der Gölsen

Daten
Lage Niederösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Traisen Donau Schwarzes Meer
Ursprung Zusammenfluss von Fliederbach und Ramsaubach (=Innere Gölsen) in Hainfeld
Quellhöhe ca. 440 m ü. A.
Mündung bei Traisen in die Traisen
48° 3′ 7″ N, 15° 36′ 43″ O
Mündungshöhe 346 m ü. A.
Höhenunterschied ca. 94 m
Länge 15 km

Abfluss am Pegel St. Veit an der Gölsen[1]
AEo: 211,1 km²
Lage: 7,63 km oberhalb der Mündung
NNQ (29.11.1982)
MNQ 1981–2011
MQ 1981–2011
Mq 1981–2011
MHQ 1981–2011
HHQ (07.07.1997)
300 l/s
1,21 m³/s
3,5 m³/s
16,6 l/(s km²)
78,4 m³/s
300 m³/s
Linke Nebenflüsse Halbach, Pfennigbach, Wobach, Wiesenbach
Rechte Nebenflüsse Durlasbach, Kerschenbach, Schwarzenbach
Kleinstädte Hainfeld
Gemeinden Rohrbach an der Gölsen, Sankt Veit an der Gölsen, Traisen

Die Gölsen durchfließt das gleichnamige Gölsental und ist ein rechter Nebenfluss der Traisen im Bezirk Lilienfeld im Mostviertel Niederösterreichs.

Name

Wie die Gölsen zu Zeiten der Kelten und Römer genannt wurde ist nicht bekannt. Der Name Gölsen stammt aus dem Mittelalter und leitet sich vom slowenischen Golcana ab, was (Die) Glucksende bedeutet und ein sicherer Hinweis auf eine zeitweilige slawische Besiedlung des Gölsentals ist.

Geografie

Die Gölsen entsteht in Hainfeld aus dem Zusammenfluss des aus dem Wienerwald kommenden Fliedersbach und des Ramsaubaches (auch bekannt als Innere Gölsen). Sie fließt ca. 15 km westwärts und mündet beim Markt Traisen in die Traisen. Dabei überwindet der Fluss eine Höhendifferenz von 90 Meter.

Der Talboden der Gölsen ist mit 400 bis 500 m Breite im Verhältnis zur Flussbreite relativ breit, es bildet sich eine deutliche Bruchkante zwischen den nahezu senkrechten Prallhangböschungen und dem horizontalen Talboden aus. An den Innenbögen der Mäander befinden sich flache Böschungen, die in breite Schotterbänke übergehen. Das Profil ist bereichsweise bis zu einige Meter in den Talboden eingeschnitten und der Niveauunterschied zwischen Flussbett und Umland groß.

Auf ihrem Weg durchfließt die Gölsen die Ortschaften Hainfeld, Rohrbach an der Gölsen, Rainfeld, Sankt Veit an der Gölsen und Wiesenfeld.

Nebenflüsse

Die Gölsen besitzt folgende Nebenflüsse (in jener Reihenfolge in der sie in die Gölsen fließen):

  • Durlasbach
  • Halbach
  • Pfennigbach
  • Kerschenbach
  • Wobach
  • Schwarzenbach
  • Wiesenbach

Der erste Nebenfluss der Gölsen ist der im Wiener Wald entspringende Durlasbach, der von Norden kommend bei Rohrbach in die Gölsen mündet. Weiter flussab folgt der größere Halbach, der im Bereich der Kalten Kuchl in den Kalkdecken entspringt und an Kleinzell vorbei nach Rainfeld fließt, wo er in die Gölsen einmündet. Im Bereich von St. Veit folgen der in der Flyschzone entspringende Kerschenbach sowie die beiden aus den Kalkalpen entspringenden Bäche Wobach und Pfennigbach. Die letzten erwähnenswerten Zuflüsse der Gölsen sind die in Wiesenfeld einmündenden Flüsse Wiesenbach und Schwarzenbach. Der Schwarzenbach entspringt in der Flyschzone. Der Wiesenbach entspringt in den Kalkdecken östlich von Freiland und führt bis zu einem Viertel des Gölsenwassers. Der in diesem Bereich bis zu einige 100 Meter breite Talboden führt zu mit Totholz strukturierten Prallufern und Schotterbänken am Gleitufer. Das Gefälle beträgt 4 ‰, der Abfluss 3,21 m³/s.

Allgemeines

Der Fluss ist aufgrund seiner immer wiederkehrenden Hochwässer sehr stark verbaut (Gölsendamm, Sohlstufen), ein den Fluss begleitender Auwald ist nicht vorhanden. Innerhalb des breit angelegten Flussbettes kann der Fluss jedoch Schotterbänke bilden.

Parallel zum Fluss wurde der sogenannte Gölsentalradweg angelegt, der durchgehend asphaltiert vom Traisentalradweg bis Hainfeld führt und dann weiter über den Gerichtsberg ins Triestingtal zum Triestingtalradweg.

Galerie

  Commons: Gölsen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2011. 119. Band, Wien 2013, S. OG 230 (PDF; 14,5 MB)