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vom 04.01.2018, aktuelle Version,

Georg-Berndt Oschatz

Bundesratspräsident Bernhard Vogel gibt 1987 einen Empfang anlässlich des 25. Dienstjubiläum von Georg-Berndt Oschatz (rechts)
Kandidatenplakat zur Bundestagswahl 1983

Georg-Berndt Oschatz (* 5. April 1937 in Zwickau) ist ein ehemaliger deutscher Verwaltungsbeamter und Politiker. Er war niedersächsischer Kultusminister und Oberbürgermeister von Wiesbaden.

Leben

Oschatz wurde im Kreiskrankenhaus Zwickau geboren, da es in Schönheide, wo seine Eltern damals lebten, keine Geburtsklinik gab. Er besuchte zunächst die Oberschule in Aue (Sachsen) und wechselte danach zur Christian-Schule in Hermannsburg bei Celle. Im Jahr 1957 absolvierte er sein Abitur, bevor er ein Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg begann. Die erste juristische Staatsprüfung erfolgte 1961, die zweite 1965. 1966 trat Oschatz in den höheren allgemeinen Verwaltungsdienst des Landes Niedersachsen ein.

Im Jahr 1963 war er der CDU beigetreten, und 1968 holte ihn der niedersächsische Kultusminister Richard Langeheine als persönlichen Referenten in sein Haus. Nach dem Bruch der Großen Koalition und dem Ausscheiden Langenheines wurde Oschatz zum Leiter des Wissenschaftlichen Dienstes der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag bestellt. Zudem übernahm er Mandate im Rat der Stadt Hannover (1972–1974) und im Niedersächsischen Landtag, dem er erstmals in der achten Wahlperiode vom 21. Juni 1974 bis zum 12. Mai 1976 angehörte. 1976 ging er nach Hildesheim und übte dort das Amt des Oberstadtdirektors aus. Von 1980 bis 1982 war er Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden.

Oschatz wurde am 1. September 1982 zum Staatssekretär im Niedersächsischen Innenministerium ernannt. Am 22. September 1982 holte ihn der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht als Kultusminister in sein Kabinett, dem er bis April 1987 angehörte. Während dieser Zeit war er vom 21. Juni 1986 bis zum 30. April 1987 ein zweites Mal Landtagsabgeordneter. Von 1987 bis zu seiner Pensionierung im April 2002 war er Direktor des Bundesrates.

1999 wurde er an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, an der er auch Lehraufträge übernommen hatte, zum Honorarprofessor ernannt.

Er schreibt unter anderem für das rechtspopulistische Querfront-Monatsmagazin Compact, so in Heft 9/2011 „CDU-Wende: Nun auch die Schulpolitik“ und 12/2011 „Schwerpunkt Euro: ‚Kerneuropa‘: Schäubles Sündenfall“.[1][2][3]

Georg-Berndt Oschatz lebt heute in Karlsruhe.

Auszeichnungen

Literatur

  • Barbara Simon: Abgeordnete in Niedersachsen 1946–1994. Biographisches Handbuch. 1996, S. 281–282.
  Commons: Georg-Berndt Oschatz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Themenliste auf der Webseite, abgerufen am 20. März 2017
  2. 2012
  3. 2013
  4. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)