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vom 06.12.2016, aktuelle Version,

Gerichtsbezirk Deutschlandsberg

Gerichtsbezirk Deutschlandsberg
 Gerichtsbezirk Deutschlandsberg
 Landesgericht Graz
Basisdaten
Bundesland Steiermark
Bezirk Deutschlandsberg
Sitz des Gerichts Deutschlandsberg
Kennziffer 6031
zuständiges Landesgericht  Graz
Fläche 864,02 km2 (2016)
Einwohner 60.808 (1. Jänner 2017)
Bezirksgericht Deutschlandsberg

Der Gerichtsbezirk Deutschlandsberg ist ein dem Bezirksgericht Deutschlandsberg unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Steiermark.

Geschichte

Der Gerichtsbezirk Deutsch-Landsberg wurde durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission geschaffen.[1][2]

Der Gerichtsbezirk Deutsch-Landsberg bildete im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung[3] ab 1868 gemeinsam mit den Gerichtsbezirken Stainz und Eibiswald den Bezirk Deutsch-Landsberg.[4]

Der Gerichtsbezirk Deutsch-Landsberg umfasste damals die 37 Gemeinden Aigen, Bösenbach, Burgegg, Deutsch-Landsberg,Dittmannsdorf, Freidorf, Greith, Greßenberg, Grünau, Gußendorf, Haßreith, Hollenegg, Kloster, Krottendorf, Kruckenberg, Langegg, Laßenberg, Laßnitz, Lebing, Leibenfeld, Mainsdorf, Michelgleinz, Mitterspiel, Nassau, Osterwitz, Otternitz, Rastock, St. Florian, St. Martin, Schwanberg, Sulz, Sulzhof, Tanzelsdorf, Trahütten, Unterbergla, Wettmannstätten, Zeyerling.[5]

Mit Wirkung ab 1. Jänner 1889 wurde die Gemeinde Wildbach aus dem Sprengel des Bezirksgerichtes Stainz dem Gerichtsbezirk Deutschlandsberg zugewiesen.[6]

Nach dem Anschluss Österreichs 1939 wurde das Gericht in Amtsgericht Deutschlandsberg umbenannt und war nun dem Landgericht Graz nachgeordnet.[7] 1945 erhielt es wieder den Namen Bezirksgericht.[8]

Seit 1. Juli 2002 umfasst der Gerichtsbezirk Deutschlandsberg auch den früheren Gerichtsbezirk Eibiswald[9] und seit 1. Juli 2014 den früheren Gerichtsbezirk Stainz.[10]

Mit Wirkung ab 1. Jänner 2015 wurde der Gerichtsbezirk aufgrund der Veränderungen im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark in der „Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2015“ neu definiert.[11]

Gerichtssprengel

Seit 1. Jänner 2015 umfasst er die folgenden 15 Gemeinden: Deutschlandsberg, Eibiswald, Frauental an der Laßnitz, Groß Sankt Florian, Lannach, Pölfing-Brunn, Preding, Sankt Josef (Weststeiermark), Sankt Martin im Sulmtal, Sankt Peter im Sulmtal, Sankt Stefan ob Stainz, Schwanberg, Stainz, Wettmannstätten, Wies.

Er ist somit mit dem Bezirk Deutschlandsberg deckungsgleich.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850, XXI. Stück, Nr. 378: Erlass des Statthalters vom 20. September 1850, womit die nach dem provisorischen Gesetze vom 17. März 1849 errichteten neuen Ortsgemeinden mit ihrer Zutheilung in die politischen Gerichts- und Steueramts-Bezirke in dem Kronlande Steiermark bekannt gemacht werden.
  2. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark. 1850 (Beilage Kreis Gratz)
  3. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen ...“
  4. Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich. Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101: Verordnung vom 10. Juli 1868
  5. Gemeindeverzeichnis Bezirksgericht Deutsch-Landsberg 1868.
  6. Verordnung des Justiz-Ministeriums vom 10. Oktober 1888. Landesgesetz- und Verordnungsblatt für das Herzogthum Steiermark vom 11. November 1888, XXII. Stück, Nr. 44 S. 64.
  7. „VO über die Änderung der Bezeichnung von Gerichten im Lande Österreich“ vom 2. August 1938 (RGBl. I, S. 998 / GBlfdLÖ. Nr. 350 / 1938)
  8. StGBl. Nr. 47/1945
  9. Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte in der Steiermark (Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark): BGBl. II Nr. 82/2002.
  10. § 4 Absatz 1 der Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2012, BGBl. II Nr. 243/2012.
  11. Bezirksgerichte-Verordnung Steiermark 2015. (BGBl. II Nr. 298/2014), ausgegeben 19. November 2014. ZDB-ID 1361921-4 S. 1.