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vom 13.12.2016, aktuelle Version,

Gerti Drassl

Gerti Drassl (* 13. April 1978 in Bozen, Südtirol, Italien) ist eine Südtiroler Film- und Theaterschauspielerin.

Leben

Bereits während ihrer Schulzeit nahm sie Unterricht in klassischem Ballett. Nach ihrer Matura studierte Drassl zunächst Kunstgeschichte in Wien, bis sie 1998 am dortigen Max-Reinhardt-Seminar aufgenommen wurde. Hier beendete sie 2002 ihre Schauspielausbildung.[1] Seit 2002 gehört sie zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien. Darüber hinaus tritt sie auch regelmäßig an anderen deutschsprachigen Bühnen sowie in Film- und Fernsehproduktionen auf. Gerti Drassl erhielt für ihre darstellerischen Leistungen bereits mehrere Auszeichnungen. In der Literaturverfilmung Das Tagebuch der Anne Frank, die im Frühjahr 2015 gedreht wurde und am 3. März 2016 in die Kinos kam, spielt Drassl Miep Gies, die zu den Helfern der im Hinterhaus untergetauchten Juden gehörte und nach deren Verhaftung das Tagebuch rettete.

Am 1. September 2016 spielte sie in der Uraufführung von Ödön von Horváths Tragödie Niemand im Theater an der Josefstadt die zentrale Rolle der Ursula. Es inszenierte Herbert Föttinger, den Fürchtegott Lehmann spielte Florian Teichtmeister.

Filmografie

Theaterrollen (Auswahl)

Hörspiele und Feature

  • 2007: Eberhard Petschinka/Herbert Lauermann: Bis die Hunde uns finden (Reiseberichte von illegalen Grenzüberschreitungen) – Regie: Eberhard Petschinka/Herbert Lauermann (Feature – Autorenprod. für DKultur)
  • 2009: Iris Nindl/Elisabeth Putz: Inferno Livestream - Regie: Elisabeth Putz (DKultur/ORF)
  • 2015: David Zane Mairowitz: Hornissengedächtnis – Regie: David Zane Mairowitz (Hörspiel – SRF/ORF)

Auszeichnungen

  • 2003: Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie Beste Nachwuchsschauspielerin für Die Wildente
  • 2005: Undine Award in der Kategorie Beste jugendliche Schauspielerin in einem Fernsehfilm für Mein Vater, meine Frau und meine Geliebte
  • 2006: Romy in der Kategorie Beliebtester weiblicher Shootingstar
  • 2011: ORF Hörspielpreis in der Kategorie Schauspieler/-in des Jahres
  • 2012: Sonderpreis Oberbürgermeisters des Günther Rohrbach Filmpreises für ihre Rolle in Das Wunder von Kärnten zusammen mit Gerhard Liebmann
  • 2013: Deutscher Schauspielerpreis (Beste Schauspielerin Nebenrolle für Das Wunder von Kärnten und Spuren des Bösen)
  • Österreichischer Filmpreis 2016 in der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle für Ma Folie[2]

Einzelnachweise

  1. Max Reinhardt Seminar - Absolventen. Abgerufen am 25. Februar 2015.
  2. Österreichischer Filmpreis: 13 Auszeichnungen für sechs Kinofilme mit ORF-Beteiligung. APA-Meldung vom 20. Jänner 2016, abgerufen am 20. Jänner 2016.