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vom 26.10.2016, aktuelle Version,

Glarsdorf

Glarsdorf (Rotte)
Ortschaft
Glarsdorf (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Leoben (LN), Steiermark
Gerichtsbezirk Leoben
Pol. Gemeinde Kammern im Liesingtal  (KG Dirnsdorf)
Koordinaten 47° 24′ 24″ N, 14° 57′ 5″ O
Höhe 700 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 83 (2001)
Gebäudestand 31 (2001)
Postleitzahl 8773 Kammern im Liesingtal
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15659
Zählsprengel/ -bezirk Kammern im Liesingtal (61106 000)

Trofaiacher Becken, Blick vom Reiting südostwärts gegen Leoben-Donawitz: Untere Mitte Glarsdorf, rechts davon Veitscherwald und Liesingtal
mit Am Seeanger, Reiterer, Rieger, Roth
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

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Glarsdorf
Himmelsrichtung Westen Osten
Passhöhe 700 m ü. A.
Region Steiermark, Österreich
Wasserscheide Ploderbach Mochlerbach
Besonderheiten Talpass
Koordinaten 47° 24′ 20″ N, 14° 56′ 41″ O
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Glarsdorf (dialektal: ['glo:ʃdɔɐf]) ist ein Ort in der Obersteiermark und Ortschaft der Marktgemeinde Kammern im Liesingtal im Bezirk Leoben der Steiermark.

Geographie

Der Ort befindet sich etwa 11 Kilometer nordwestlich von Leoben. Er liegt auf 700 m ü. A. mitten im Trofaiacher Becken und ist 4 km nordöstlich vom Gemeindehauptort Kammern im Liesingtal, und 4 km südwestlich von Trofaiach entfernt.

Die Ortschaft umfasst knapp 30 Gebäude mit etwa 80 Einwohnern, der Gutteil, etwa 20 Adressen, im Ort selbst. Zum Ortschaftsgebiet gehören auch südlich die Einzellage Rieger, Roth und Reiterer, die sich zum Reitererkogel (953 m ü. A.), dem Ostgipfel des Veitscherwalds, erstrecken, sowie Teile der Veitscher Siedlung gegen Seiz hin. Außerdem rechnet man die Rotte Am Seeanger aus statistischen Gründen zur Ortschaft, die 3½ km südöstlich hinter dem Veitscherwald am Trabocher See liegt und zum Kammerner Gemeindegebiet gehört.

Der Ort selbst bildet einen orographisch kaum kennbaren Talpass im Trofaiacher Becken, das mit dem Ostteil schon zum Vordernbergertal gehört: Östlich fließt der Mochlerbach zum Veitscherbach, westlich der Damischbach, der sich mit dem Ploderbach zum Seizerbach vereint, beide münden in die Liesing. Die Wasserscheide ist durch die Kote 709 westlich des Orts markiert. Innerhalb dieses Gebiets liegt der Veitscherwald.

Nachbarortschaften
(ohne Seeanger)
Obermochl
Untermochl
Schardorf (Gem. Trofaiach)
Gai (Gem. Trofaiach)
Töllach (Gem. Trofaiach)
Dirnsdorf
Seiz
(Veitscherwald)

Sparsbach

Windischbühel (Gem. Trofaiach)

Geschichte

Der Name Glarsdorf erscheint als Gladisdorf erstmals urkundlich in einem Stiftungsbrief Admonts von Erzbischof Gebhard um das Jahr 1074 mit der Nennung einer Hube („Mansum I ad Gladisdorf“).[1] In weiteren Urkunden taucht es im 15. Jahrhundert als Glastorf auf.[2]

Infrastruktur

Die Landesstraße L116 Edlingerstraße SeizEdlingSt. Peter-Freienstein erreichbar. Die Pyhrn Autobahn A 9 verläuft südlich in 3 km Entfernung.

Es gibt drei Wasserquellen, je eine Bushaltestelle an zwei der drei Straßenkreuzungen zum Ort, eine Kapelle, eine Eisstockbahn. Das ehemalige Gasthaus Zum lustigen Teufel mit Gästezimmern wird heute (2012) nur noch als Frühstückspension betrieben. Ein kleiner Skilift an Reitererkogel, betrieben mit einem Motor aus einem VW Käfer, ist für den Wintersport vorgesehen.

Nachweise

  1. Geschichte der Gemeinde Kammern: Teil I, kammern-liesingtal.at
  2. Die Admonter Zehntbestandregister (pdf, verwaltung.steiermark.at).