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vom 27.08.2015, aktuelle Version,

Hans Franta

Hans Franta (* 17. Juni 1893 in Linz; † 19. März 1983 ebenda) war ein österreichischer Maler.

Er verbrachte viele Jahre in der sibirischen Stadt Tomsk, wo er bereits lange vor seinem Kunststudium zu malen begann.[1]

Leben und Werk

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges meldete sich Franta 1914 als Freiwilliger und wurde an der russischen Front eingesetzt. Bereits im Herbst desselben Jahres geriet er in russische Kriegsgefangenschaft. Der Künstler blieb bis 1921 in Sibirien, wo er seine zukünftige Ehefrau kennenlernte und 1918 heiratete. In Russland machte Franta auch Bekanntschaft mit dem russischen Avantgardisten David Burljuk, mit dem er bei der ersten futuristischen Zeitung Russlands (Mitherausgeber war unter anderem Wladimir Majakowski) zusammenarbeitete.

1925 kehrte Franta nach Österreich zurück, studierte bis 1929 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Professor Karl Sterrer und unterrichtete anschließend als Professor für Freihandzeichnen am Stadtgymnasium Linz Spittelwiese und am Realgymnasium in Linz. 1941 musste er im Zweiten Weltkrieg erneut Kriegsdienst leisten, wurde aber nach einem Herzanfall 1942 in die Heimat transportiert und 1943 krankheitsbedingt vom Wehrdienst entlassen.

Von 1943 bis 1957 unterrichtete er wieder als Professor am Realgymnasium in Linz. Er beschäftigte sich intensiv mit der Malerei und unternahm nach seiner Pensionierung zahlreiche Studienreisen durch Europa und die USA.

Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, unter anderem in der Neuen Galerie in Linz, im Palazzo Grassi in Venedig und im Centre Pompidou in Paris.

Stil

Frantas künstlerische Auffassung war sowohl durch seinen persönlichen Blick auf die Realität als auch durch seinen langjährigen Sibirienaufenthalt geprägt. Darüber hinaus wurden Kunstrichtungen wie Impressionismus und Jugendstil in sein Schafften miteinbezogen. In der von ihm bevorzugten Technik des Pastells wie auch in seinen Zeichnungen zeigen sich seine thematischen Schwerpunkte, nämlich Landschaft und Architektur, die er in seinen Arbeiten auf die wesentlichsten strukturalen Elemente Fläche, Linie, Licht und Schatten reduziert. Durch den dominierenden Einsatz der Farbe gelangt er zu einer Verdichtung von Stimmungswerten und erweist sich solcherart als engagierter Beobachter, dessen Arbeiten neben ästhetischem Interesse von persönlich Erlebten und intensiver Anteilnahme geprägt sind.

Ausstellungen

  • 2011 Nordico Hans Franta - Sibirien, umfassende Werkschau[2][3]
  • 2003 Hans Franta. Pastelle, Theo Blaickner. Skulpturen, Galerie Lehner Linz

Einzelnachweise

  1. Hans Franta: Der Russe vom Linzer Römerberg, in: Oberösterreichische Nachrichten vom 4. März 2011
  2. Tandem-Führung durch die Hans-Franta-Ausstellung im Nordico, in: Webpräsenz der Stadt Linz vom 25. März 2011
  3. Hans Franta - Sibirien, Pressemappe zur Ausstellung im Nordico 2011, in: Webpräsenz der Stadt Linz