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vom 02.05.2020, aktuelle Version,

Hechtsee

Hechtsee
Geographische Lage Thierberg bei Kufstein
Zuflüsse Hechtbach
Abfluss zum Kieferbach
Ufernaher Ort Kufstein
Daten
Koordinaten 47° 36′ 32″ N, 12° 9′ 48″ O
Hechtsee (Tirol)
Hechtsee
Höhe über Meeresspiegel 542 m ü. A.
Fläche 28,07 ha
Länge 750 m
Breite 650 m
Volumen 8.803.328 m³dep1
Umfang 2,671 km
Maximale Tiefe 57 m
Hechtsee mit Brünnstein
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Der Hechtsee ist ein kleiner See in den Brandenberger Alpen in Tirol, Österreich.

Geographie

Seen um Kufstein und Kiefersfelden

Der See liegt in den Brandenberger Alpen westlich von Kiefersfelden (Bayern) bzw. nördlich von Kufstein (Tirol). Er ist mit rund 0,28 km² Fläche der größte und mit maximal 57 m Tiefe der tiefste der sechs Seen westlich von Kufstein. Unweit seines Südufers erhebt sich der Thierberg (721 m). Nur wenige Meter vom Nordufer des Sees entfernt verläuft die deutsch-österreichische Grenze und damit die Grenze zwischen Bayern und Tirol.

Der größte Zufluss des Hechtsees ist der kleine Hechtbach, der aus einem kleinen Tal zwischen Hecht- und Längsee kommt. Die Wasseroberfläche ist normalerweise auf 542 me. Der Abfluss des Sees, der nach wenigen Metern die Staatsgrenze quert, mündet nach einem kleinen Wasserfall in den etwa 35 m tiefer liegenden Kieferbach.

Weitere Seen in und rund um Kufstein sind der Egelsee, der Längsee, die Maistaller Lacke, der Pfrillsee, der Stimmersee und der Thiersee.

Tektonik und Geschichte

Die vier „Thierberg-Seen“ (Pfrillsee, Längsee, Hechtsee und Egelsee) sind tektonische Erscheinungen, kleine Einsturzbecken die vielleicht durch Hohlräume oder andere Karstphänomene begünstigt wurden. Der Inntalgletscher hatte sie allerdings in der letzten Eiszeit ausgeräumt, ausgeschürft und mit Moränenschutt und Schmelzwassersedimenten abgedämmt.

1755 und 1761 schwoll das Wasser des Sees so sehr an, dass er schließlich Schlamm aufwirbelnd, mit braunem, stinkendem Wasser aus den Ufern trat. Als Grund für dieses seltsame Phänomen stellten sich die beiden Erdbeben von Lissabon sowie die nahe Lage an einer tektonischen Transformzone (Inntal) heraus.

Hydrologie

Der Hechtsee wird bereits seit Jahrhunderten durch eine zwei Meter hohe Mauer aufgestaut. Ohne sie wäre der Wasserspiegel entsprechend niedriger. Weil der See ab etwa 20 m Tiefe aus sauerstofflosem, schwefelwasserstoffhaltigem und zugleich nährstoffreichem Wasser besteht, wird seit den frühen 1990ern Wasser aus der Tiefe durch ein unter der Staumauer hindurchgeführtes Rohr abgelassen.

Tourismus

Der Hechtsee ist ein beliebter Badesee der Kufsteiner und Kiefersfeldener und wird im Sommer von vielen Besuchern aufgesucht. Am Südostufer befindet sich die sogenannte Badeanstalt mit einem ganzjährig geöffnetem Restaurant und im Sommer mit einem Café. Neben einem abgeschlossenen Kinderbecken bietet die Badeanstalt auch noch u. a. einen Beachvolleyballplatz und einen Tretbootverleih an. Im Winter kann der See bei ausreichender Eisdicke zum Eislaufen benützt werden. Ganzjährig führt ein gut begehbarer Spazierweg um den See mit Abzweigungen Richtung Kiefersfelden, zum Längsee oder zum Thierberg und zur gleichnamigen Kapelle. Nur wenige hundert Meter hinter dem Nordufer befindet sich direkt am Kieferbach eine Haltestelle des Wachtl-Express. Außerdem führt im Sommer bei Schönwetter ein sogenannter „Bäderbus“ vom Bahnhof Kufstein aus zum Parkplatz am Hechtsee.

Erreichbar ist der See seit den 1930er Jahren mit dem Auto über die B 173 Tiroler Straße auf der österreichischen Seite zwischen Kiefersfelden und Kufstein im Bereich des ehemaligen Gasthofes Klause. Zu Fuß oder via Fahrrad ist der Hechtsee über die parallel verlaufende, autofreie „alte Hechtseestraße“ erreichbar oder von deutschen Seite vom Dorffriedhof. Von dort führen zwei, etwas steilere Wege Richtung See. Der eine führt Richtung Hinterguggelberg und Buchbergkreuz der andere verläuft auf der deutschen Seite und endet etwas unterhalb der Hechtseestraße beim früheren Gasthof Sonneck.

Commons: Hechtsee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien