unbekannter Gast
vom 15.01.2018, aktuelle Version,

Hermann Reisinger

Hermann Reisinger

Hermann Reisinger (* 16. Januar 1900 in Hadersdorf; † 6. Januar 1967) war ein österreichisch-deutscher Politiker (NSDAP).

Leben und Wirken

Nach dem Schulbesuch und der Teilnahme am Ersten Weltkrieg verdiente Reisinger seinen Lebensunterhalt als Volksschullehrer. In den 1920er Jahren schloss er sich der NSDAP an, in der er 1931 Aufgaben als Kreisleiter des Waldviertels im Gau Niederdonau übernahm. Während des Verbots der NSDAP in Österreich war Reisinger kurzzeitig in Haft. Nach dem „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich im März 1938 wurde Reisinger mit dem Posten des Kreisleiters von Zwettl betraut, den er bis 1945 ausübte. Daneben war er NSDAP-Beauftragter in der Landeslehrer-Erneuerungskommission.

Am 20. Dezember 1941 trat Reisinger im Nachrückverfahren für den ausgeschiedenen Abgeordneten Konrad Hammetter in den nationalsozialistischen Reichstag ein, in dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 das Land Österreich vertrat.

Literatur

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4, S. 504.