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vom 25.11.2017, aktuelle Version,

Hermine Haselböck

Hermine Haselböck (* 7. März 1967 in Melk, Niederösterreich) ist eine österreichische Mezzosopranistin.

Leben

Hermine Haselböck erhielt nach ihrer Matura am Stiftsgymnasium Melk[1] ihre Gesangsausbildung bei Rita Streich, Hartmut Krones, Marjana Lipovšek, Christa Ludwig und Brigitte Fassbaender. Entdeckt wurde sie als Mercedes in Nikolaus Harnoncourts „Carmen“-Produktion bei der styriarte 2005.

Dann folgten bald zwei Verkörperungen von Hosenrollen, 2006 als Hänsel in Engelbert Humperdincks Hänsel und Gretel in der Wiener Volksoper und 2009 als Ramiro in Mozarts Gärtnerin aus Liebe von unter Joji Hattori in der Neuen Nationaloper Tokio. Sie debütierte 2009 als Magdalene in Richard Wagners Meistersinger von Nürnberg, 2012 als Brangäne in Tristan und Isolde, 2013 als Azucena in Giuseppe Verdis Il trovatore bei den Tiroler Festspielen in Erl[2] und als Gertrud/Mutter in Hänsel und Gretel an der Oper Graz. 2013 sang sie erstmals die Flosshilde in Wagners Rheingold an der Accademia Santa Cecilia in Rom.[3] und 2015 in Hongkong. 2014 folgten Rollendebüts als Fricka in Wagners Das Rheingold und Die Walküre bei den Tiroler Festspielen, 2015 Auftritte als Fricka bei der ersten szenischen Aufführung von Rheingold und Walküre in Peking und Schanghai, 2016 verkörperte sie die Tochter in Ella Milch-Sheriff s Baruchs Schweigen beim Festival EntarteOpera, Wien.

Haselböck arbeitete u.a. mit den Dirigenten Bertrand de Billy, Jean-Claude Casadesus, Vladimir Fedoseyev, Gustav Kuhn, Fabio Luisi, Christopher Moulds, Franz Welser-Möst, Kirill Petrenko, Martin Sieghart, Jean-Christophe Spinosi, Christian Thielemann und Jaap van Zweden sowie mit Orchestern wie Arnhem Philharmonic Orchestra, Budapester Philharmoniker, Dresdner Philharmonie, Hongkong Philharmonic Orchestra, L’Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, MDR Sinfonieorchester, Orchestre National de Lille, RSO Wien, Münchner Philharmonikern, Wiener Hofmusikkapelle und den Wiener Symphonikern zusammen.

Als Lied- und Konzertsängerin trat sie u. a. in der Carnegie Hall in New York City, im Wiener Konzerthaus, im Wiener Musikverein, Mozarteum Salzburg, Concertgebouw Amsterdam, in der Frauenkirche Dresden, Musée d’Orsay, Paris, im Teatro San Carlo in Neapel, und bei den Haydn Festspielen Eisenstadt auf.

Außerdem ist sie auf mehreren CDs zu hören.

Seit März 2017 ist Hermine Haselböck als Gastprofessorin für Sologesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz tätig.

Auszeichnungen

  • Ihre Debüt-CD mit „Liedern von Alexander Zemlinsky“ wurde mit dem Internationalen Preis der Zemlinsky Stiftung und dem Ö1 Pasticcio-Preis ausgezeichnet.
  • Ihre CD Lieder eines fahrenden Gesellen, Kindertotenlieder, Rückert-Lieder von Gustav Mahler mit Russell Ryan, Klavier, 2011: BRIDGE 9341 wurde 2014 mit dem SUPER SONIC Classic music award der Zeitschrift PIZZICATO, Luxemburg ausgezeichnet.

Diskografie

  • 2.Symphonie von Gustav Mahler, Orchestre National de Lille, D: Jean-Claude Casadesus mit Olena Tokar, Sopran, Philharmonic Choir of Brno, Petr Fiala, 2016, EVIDENCE EVCD027
  • Rheingold, (Flosshilde) von Richard Wagner, Hong Kong Philharmonic Orchestra, D: Jaap van Zweden, Mathias Goerne, Michelle De Young, Peter Sidhom, Kwangchul Youn, Stephen Milling, Kim Begley, Anna Samuil, David Cangelosi, Deborah Humble, Oleksandr Pushniak, Eri Nakamura, 2015 NAXOS 8.660374-75
  • Lieder eines fahrenden Gesellen, Kindertotenlieder, Rückert-Lieder von Gustav Mahler mit Russell Ryan, Klavier, 2011: BRIDGE 9341
  • Gustav Mahler: Lieder-Collectors edition, mit Elisabeth Flechl, Sopran, Wolfgang Holzmair, Bariton, Alexander Kaimbacher, Tenor, Angelika Kirchschlager, Mezzosopran, Michael Kraus, Bariton, Daniel Schmutzhard, Bariton, Birgid Steinberger, Sopran, Christopher Hinterhuber und Russell Ryan, Klavier, Christian Fennesz: Mahler Remix, Visualisierung: Annablume, Victoria Coeln, lia, Lillevan, lwz, Valence. 2011, Musik dvd, departure 711956
  • Hugo Wolf Lieder: Lieder-Collectors edition, mit Birgid Steinberger, Sopran, Bernhard Berchtold, Tenor, Florian Boesch, Bassbariton, Wolfgang Holzmair, Bariton, Angelika Kirchschlager, Mezzosopran, Michaela Selinger, Mezzosopran; Georg Beckmann und Russell Ryan, Klavier, Visualisierung: Victoria Coeln, Timo Novotny, luma.launisch (sound:frame lab), Claudia Rohrmoser; 2011, music dvd, departure 711760
  • Das Lied von der Erde von Gustav Mahler mit Bernhard Berchtold, Tenor; Markus Vorzellner, Klavier. Originalversion für Klavier, hohe und mittlere Stimme. 2009: C-AVI RECORDS 4260085531257
  • Missa solemnis von Ludwig van Beethoven; Haydnorchester von Bozen/Trient, D: Gustav Kuhn, 2007: COL LEGNO 60011
  • Songs of Franz Schreker, mit Wolfgang Holzmair, Bariton und Russel Ryan, Klavier, 2007: BRIDGE RECORDS 9259
  • Songs of Alexander Zemlinsky mit Florian Henschel, Klavier, 2003: PANCLASSICS PC 10162
  • As-Dur Messe von Franz Schubert, Spirit of Europe, D: Martin Sieghart, 2007. ORF-N CD 034
  • 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven Haydnorchester von Bozen und Trient, D: Gustav Kuhn, 2006: COL LEGNO 60005
  • Adelia von Gaetano Donizetti (Odetta), Haydnorchester von Bozen und Trient, D: Gustav Kuhn 2007: RCA RED SEAL SONY BMG
  • Judas Maccabäus von Georg Friedrich Händel, Barucco Kammerorchester, D: Heinz Ferlesch, 2006 ORF SACD 2010059

Einzelnachweise

  1. Profil, Italartist Austroconcert
  2. Il trovatore in Erl
  3. „Rheingold“: Richard Wagner erobert Rom