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vom 17.10.2016, aktuelle Version,

Hoher Riffler (Zillertaler Alpen)

Hoher Riffler
Hoher Riffler mit Friesenbergsee und Friesenberghaus

Hoher Riffler mit Friesenbergsee und Friesenberghaus

Höhe 3231 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Zillertaler Alpen
Dominanz 2,6 km Gefrorene-Wand-Spitzen
Schartenhöhe 321 m Friesenbergscharte
Koordinaten 47° 4′ 53″ N, 11° 42′ 15″ O
Hoher Riffler (Zillertaler Alpen) (Tirol)
Hoher Riffler (Zillertaler Alpen)

Erstbesteigung 1864 anlässlich der Landesvermessung
Normalweg Südwestgrat (I)
Der Gipfelaufbau des Hohen Rifflers von Westen, davor das Schwarzbrunnerkees

Der Gipfelaufbau des Hohen Rifflers von Westen, davor das Schwarzbrunnerkees

Der Hohe Riffler ist ein 3231 m ü. A.[1] hoher Berg in den Zillertaler Alpen, im Osten des Tuxer Hauptkammes, im österreichischen Bundesland Tirol. Der Berg ist auf seiner nördlichen Seite firnbedeckt, von Süden erscheint er als Felsgipfel. Nach Südwesten, Norden, Nordosten und Südosten sendet der Berg ausgeprägte Grate, die teilweise die Anstiegswege tragen. Von dem westlich gelegenen Bergrestaurant Spannagelhaus und der südlich gelegenen Schutzhütte Friesenberghaus ist der Berg leicht zu erreichen und daher oft besucht. Im Winter ist er ein leichtes Ziel für Skibergsteiger. Zuerst bestiegen wurde er anlässlich der österreichischen Landesvermessung. Erster Tourist war, laut Literatur, ein H. Weber, geführt von Georg Samer im Jahr 1875. Mitglieder der KÖHV Leopoldina Innsbruck errichteten 1981/82 ein eisernes Gipfelkreuz mit dem Wappen der Verbindung.[2]

Umgebung

Der Zillertaler Riffler ist nur im Norden und Westen von Gletschern umgeben. Im Norden erstreckt sich das Federbettkees bis kurz unterhalb des Gipfels, und im Westen liegt das bedeutend kleinere Schwarzbrunnerkees. Im Südosten sind noch die Überreste des Rifflerkees vorhanden, das im Zuge der globalen Erwärmung stark zurückgegangenen ist. Benachbarte Berge sind im Verlauf des Südwestgrats, getrennt durch die auf 2910 m Höhe gelegene Friesenbergscharte, die Gefrorene-Wand-Spitzen mit 3288 m, jenseits des Federbettkees, entlang des Nordgrats, der nach Nordosten abdreht, liegen, getrennt durch die Obere Rifflerscharte (2868 m), Grierer-Kar-Spitze (2952 m), Napfspitze (2925 m) und die 3039 m hohe Realspitze. Im Verlauf des Südostgrats liegt, oberhalb des Wesendlekarsees (Wasserspiegel auf 2375 m), getrennt durch die auf 2774 Metern Höhe gelegene Untere Rifflerscharte, der Kleine Riffler (2837 m). Die nächste bedeutende Siedlung ist der etwa vier Kilometer Luftlinie nordwestlich gelegene Wintersportort Hintertux.

Stützpunkte und Routen

Stützpunkt zur eisfreien Besteigung über den Südgrat ist das Friesenberghaus auf 2477 m, über Friesenbergscharte und Südwestgrat ist es das Spannagelhaus. Beide Routen sind in ihrer Schwierigkeit im Schwierigkeitsgrad UIAA I etwa gleich und gelten als Normalweg. Vom Friesenberghaus beträgt die Gehzeit, laut Literatur, etwa zweieinhalb Stunden, vom Spannagelhaus ist es etwas kürzer zum Gipfelkreuz. Im Winter ist von hier aus eine Besteigung auch als leichte Skitour möglich.

Einzelnachweise

  1. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000).
  2. Peter Krause: O alte Burschenherrlichkeit. Die Studenten und ihr Brauchtum. 5. Auflage. Graz, Wien, Köln 1997, S. 214.

Literatur und Karte

  Commons: Hoher Riffler (Zillertaler Alpen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien