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vom 25.06.2017, aktuelle Version,

Hypo Noe Gruppe

  HYPO NOE Gruppe
Staat Osterreich Österreich
Sitz St. Pölten
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 53100[1]
BIC HYINAT22XXX[1]
Gründung 1888, als Landes- und Hypothekenanstalt für Niederösterreich
Website www.hyponoe.at
Geschäftsdaten Vorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Daten veraltetVorlage:Infobox Kreditinstitut/Wartung/Jahr fehlt
Mitarbeiter rund 900
Leitung

Unternehmensleitung

Peter Harold Vorstandsvorsitzender der HYPO NOE Gruppe

Pfandbrief über 500 Gulden der Niederösterreichische Landes-Hypothekenanstalt von 1895

Die HYPO NOE Gruppe ist eine niederösterreichische Regionalbank/Landesbank, die im hundertprozentigen Eigentum des Landes Niederösterreich steht. Sie wurde 1888 als Niederösterreichische Landes-Hypothekenanstalt gegründet. Seit 2007 steht die Bank – nach einer Teilprivatisierung 1996 – wieder im Alleineigentum des Bundeslandes und führte eine Splittung in die HYPO Investmentbank AG und die HYPO Landesbank AG durch. Kernmarkt der HYPO NOE Gruppe und ihrer Töchter (Landesbank, Leasing, Real Consult, First Facility und Valuation & Advisory) ist Niederösterreich. Insgesamt beschäftigt die Gruppe rund 900 Mitarbeiter.

Konzernstruktur

Der Konzern der HYPO NOE Gruppe u.a. besteht aus

HYPO NOE Gruppe Bank AG

Die HYPO NOE Gruppe betreut als Mutterinstitut im Konzernverbund Kunden in den Bereichen Public Finance, Corporate & Project Finance, Real Estate Finance und Treasury im Kernmarkt Niederösterreich und Wien, sowie darüber hinaus selektiv in der Donauraumregion. Im Bereich Real Estate Finance werden Immobilienfinanzierungen in den Assetklassen Büro, Retail, Logistik und Hotel angeboten. Im Geschäftsfeld Kirchen, Interessensvertretungen und Agrar werden die Kunden auf Basis von Finanzierungs- und Veranlagungskonzepten betreut.

Vorstand HYPO NOE Gruppe[2]

  • Peter Harold (Vorsitzender des Vorstandes)
  • Udo Birkner (Mitglied des Vorstandes)
  • Wolfgang Viehauser (Mitglied des Vorstandes)

Aufsichtsrat HYPO NOE Gruppe

  • Günther Ofner (Vorsitzender des Aufsichtsrates)
  • Michael Lentsch (Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates)
  • Engelbert Dockner
  • Karl Schlögl
  • Hubert Schultes
  • Gottfried Haber
  • Ulrike Prommer
  • Karl Fakler
  • Peter Böhm (Betriebsrat)
  • Franz Gyöngyösi (Betriebsrat)
  • Hermann Haitzer (Betriebsrat)
  • Claudia Mikes (Betriebsrat)

HYPO NOE Landesbank AG

Eine Universalbank für Private, Freiberufler und Kommerzkunden in Niederösterreich und Wien. Die Kernkompetenz der Landesbank liegt im Bereich Wohnbaufinanzierung. Die HYPO NOE Landesbank betreibt 26 Filialen in Niederösterreich und Wien, in denen rund 75.000 Kunden betreut werden.

Übersicht der Filialen der HYPO NOE Landesbank

HYPO NOE Leasing GmbH

Leasingfinanzierungen für die Sparten Immobilien und Mobilien

HYPO NOE Real Consult GmbH

Immobiliendienstleister und Bauprojektmanager im Raum Österreich. Das Spektrum umfasst alle Geschäftsfelder der Bau- und Immobilienwirtschaft mit Schwerpunkt auf Projektentwicklung, Projektabwicklung und Immobilienmanagement.

HYPO NOE First Facility GmbH

Facility Management Dienstleistungen inkl. Consulting und Real Estate Management.

HYPO NOE Valuation & Advisory GmbH

Die HYPO NOE Valuation & Advisory GmbH ist Spezialist für die Bewertung und Analyse von Immobilien-Kreditsicherheiten und Konzernliegenschaften im In- und Ausland.

Kennzahlen

Periode Q1-Q3 2016

  • Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheiten in Höhe von 28,6 Mio. Euro
  • Cost Income Ratio (operativ)1) in Höhe von 55,9 % (Anmerkung: CIR ohne Aufwand Stabilitätsabgabe, Abwicklungsfonds, Einlagensicherung, Aufsichtskosten)
  • Aufsichtsrechtliche Kapitalquoten per 30. September 2016 weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen: Kernkapitalquote bei 13,44 % und Eigenmittelquote bei 14,39 %

Geschichte

Gründung & erste Jahre

Der älteste Teil des Konzerns ist die Landesbank, die als Landes-Hypothekenanstalt für Niederösterreich bereits im Jahr 1888 gegründet wurde. Anlässlich der Teilprivatisierung wurden 26 % an die Österreichische Volksbanken-Aktiengesellschaft verkauft.

Umstrukturierung in Hypo Landesbank

1998 verlegte die Bank ihren Konzernsitz nach St. Pölten. Im Jahr 1999 wurde der Anteil der ÖVAG auf 41 % erhöht. Im Jahr 2007 erwarb das Land die ÖVAG Anteile zurück und die Bank wird in die Hypo Investmentbank AG und die Niederösterreichische Landesbank-Hypothekenbank Aktiengesellschaft (Hypo Landesbank) aufgeteilt.

Entwicklung seit 2010

Seit 23. Oktober 2010 tritt die Hypo Noe Gruppe in der aktuellen Form nach außen auf. 2012 erwarb das Unternehmen die first facility GmbH, die nun als HYPO NOE First Facility zur Konzernstruktur gehört. Im Herbst 2012 eröffnete Generaldirektor Peter Harold im Namen der HYPO NOE Gruppe eine neue Konzernzentrale in St. Pölten mit einer Nettogeschoßfläche von rund 19.000 m². [3] Neben diesen Infrastruktur-Maßnahmen will sich das Unternehmen laut Vorstand auch in seinen Geschäftsfeldern weiterhin auf eine nachhaltige Entwicklung im Bundesland Niederösterreich fokussieren und hat dazu 2013 erstmals einen Nachhaltigkeits-/CSR-Bericht der HYPO NOE Gruppe Bank AG erstellt. [4]

Ihr Geschäftsfeld ist auf das Finanzieren von Projekten der Öffentlichen Hand, Unternehmens- und Projektfinanzierung, Immobilienfinanzierung sowie Privatkundengeschäft und Veranlagung fokussiert.

Sponsoring

Die Gruppe tritt innerhalb Niederösterreichs als Sponsor sowohl im Sport als auch in der Kultur auf. So unterstützt die HYPO NOE u.a.:[5]

Im Bereich Sport:

Athletensponsoring:

  • Lucas Miedler: Österreichischer Nachwuchstennisspieler
  • Benjamin Weilguni: Österreichischer Golfer

Kultur:

Kontroversen

Aquarius: Gegen die Bankmanager Peter Harold und Richard Juill läuft ein Strafverfahren wegen Verdacht der Bilanzfälschung und der Untreue. Sie sollen widerrechtliche Geschäfte rund um wertmäßig abgestürzte Wertpapiere der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers getätigt haben.[6]

Augustus: Die Hypo Investmentbank war im Jahr 2007 eine 20-Prozent-Beteiligung an der Augustus Funding Ltd. (Dublin) in Höhe von rund 800 Millionen Euro eingegangen[7] und soll dabei 40 Millionen Euro verspekuliert haben.[8] Laut Oesterreichischer Nationalbank (OeNB) und Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) sei bei diesen Investments die Großveranlagungsgrenze überschritten worden.[7] Die Pönale in der Höhe von 58 Millionen Euro wurde im Jahr 2011 getätigt und im Jahresabschluss berücksichtigt. Die Vorschreibung wurde von der HYPO NOE Gruppe beim Verwaltungsgerichtshof angefochten. Im Oktober 2013 wurde die Pönale vom Verwaltungsgerichtshof aufgehoben und der Bank wurde der volle Betrag rücküberwiesen.[9]

Einzelnachweise

  1. 1 2 Abfrage für BLZ 53100. In: SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). (Neuladen des Browsers erforderlich.)
  2. Vorstand und Organisation der HYPO NOE Gruppe
  3. St. Pölten: Hypo NÖ eröffnet neue Zentrale, ORF 11. September 2012
  4. Nachhaltigkeitsbericht 2013
  5. Sponsoring
  6. Die Post bringt allen was nur nicht der Bankenaufsicht, Der Standard, 3. September 2010
  7. 1 2 Demnächst Augustus-Stellungnahme bei FMA, Der Standard, 12. Oktober 2010
  8. NÖ verlor durch "Augustus" 40 Millionen Der Standard, 11. September 2010
  9. Hypo NÖ: Gericht hebt 58-Millionen-Euro-Pönale auf, Die Presse, 3. Oktober 2013