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vom 15.01.2020, aktuelle Version,

Issing (Pfalzen)

Kirche St. Johann in Hasenried mit Brunnenkapelle

Issing (veraltet auch Issingen und Itzing) ist eine Katastralgemeinde und Fraktion der Gemeinde Pfalzen mit ca. 350 Einwohnern nördlich von Kiens im Südtiroler Pustertal (Italien).

Geschichte

Genannt wird Issing ersturkundlich in den Jahren 1100–1110, als ein Vasall der bischöflichen Kirche Brixen, namens Perenhart, dieser einen Hof in der Ortschaft „Issingun“ übertrug.[1] In den nachfolgenden Urkunden heißt der Ort „Issinge“ oder „Yssing“. Der Ortsname ist, analog zu bayerischen Ortsnamen, gebildet aus dem Personennamen Isso und der Ableitung -ing (vgl. das oberbayerische Issing bei Vilgertshofen) und verweist mit anderen Namen der Umgegend auf die Zeit der intensiven bajuwarischen Besiedlung des Brunecker Raumes im Frühmittelalter.

Der 1100 bezeugte Brixner Hof ist wahrscheinlich mit dem heutigen Hof Mair-bei-Kirch gleichzusetzen.

Issing liegt inmitten der Pfalzner Mittelgebirgsterrasse ungefähr 950 m über dem Meeresspiegel.

Sehenswürdigkeiten

  • Brunnenkapelle in Hasenried: In ihrem Inneren befindet sich an Stelle eines Altars ein Brünnlein, was auf einen alten Quellenkult hinweist.
  • Kirche St. Johann zu Hasenried: Sie stammt aus dem Jahr 1457 und ist dem heiligen Johannes geweiht. Die schön gelegene Kirche blickt auf Burg Schöneck, auf der um 1377 vermutlich der Dichter und Politiker Oswald von Wolkenstein geboren wurde.
  • St.-Nikolaus-Kirche zu Issing: Von der ursprünglichen, dem Hl. Nikolaus geweihten Kirche, als deren Kirchpropst im Jahr 1440 Johann Gattermayr bezeugt ist[2], haben sich noch die Langhausmauern erhalten. Die Einwölbung des Langhauses stammt aus dem Jahr 1519, ebenso der vierseitig abschließende Chor mit dem Spitzturm.[3]
  • Issinger Weiher: Der Moorsee ist einer der wenigen Naturseen des Pustertals.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Oswald Redlich: Die Traditionsbücher des Hochstifts Brixen vom zehnten bis in das vierzehnte Jahrhundert (Acta Tirolensia 1). Innsbruck 1886, Nr. 411.
  2. Emil von Ottenthal, Oswald Redlich: Archiv-Berichte aus Tirol. Band 3 (Mittheilungen der dritten (Archiv-)Section der k.k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 5). Wien: Kubasta & Voigt 1903, S. 295, Nr. 1512.
  3. Josef Weingartner: Die Kunstdenkmäler Südtirols. Band 1: Eisacktal, Pustertal, Ladinien. 8. Auflage, bearb. von Magdalena Hörmann-Weingartner. Bozen-Innsbruck-Wien: Athesia-Tyrolia 1998. ISBN 88-7014-360-0, S. 489.
Commons: Issing  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien