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vom 24.05.2016, aktuelle Version,

Jakob Gschiel

Jakob Gschiel (* 6. Juli 1821 in Obersalzberg, Gemeinde Greinbach; † 15. Januar 1908 in Graz) war ein österreichischer Bildhauer.

Leben

Nach seiner Lehrzeit als Gehilfe bei Bildschnitzern folgte ein dreijähriger Besuch der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Danach war er als führender Neogotiker ständig in Graz tätig und führte eine Werkstatt mit mehreren Gehilfen und Schüler, darunter Anton Aicher[1]. Er erhielt viele und namhafte Aufträge, was seine Kritiker jedoch zur Herabsetzung seiner Arbeiten veranlasste.

Seine über 1000 geschaffenen Werke sind fast immer religiöser Natur. Das führte dazu, dass in vielen steirischen Kirchen seine Werke enthalten sind. Gschiels Werkstätte befand sich in der Jakob-Lorber-Gasse, einem kleinen Straßenzug zwischen Ägydigasse und Griesplatz. Nach seinem Tod wurde in den Räumlichkeiten das Jakob-Gschiel-Mueseum etabliert, welches heute nicht mehr existiert. Auch der bekannte steirische Künstler Hans Brandstetter und dessen Sohn Wilhelm Gösser gingen bei Gschiel in seiner Werkstätte in die Lehre. Nach dem berühmten Grazer Bildhauer wurde 1976 in Wetzelsdorf eine Straße benannt, die „Jakob-Gschiel-Gasse“.

Werke

Literatur

  Commons: Jakob Gschiel  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 15


Neuere Literatur zu J. Gschiel:

Engeljehringer, Gertrude: Jakob Gschiel, ein steirischer Bildhauer. Künstlermonographie und Werkkatalog. Graz, Univ., Dipl.-Arb., 1994.

Die Kunstdenkmäler Österreichs. Steiermark (ohne Graz). Bearb. von Kurt Woisetschläger und Peter Krenn mit Beiträgen von Géza Hajós u.a.. 2., unveränd. Aufl. Horn/Wien: Berger 2006. (= Dehio-Handbuch.)

-- Gmeiner-Hübel Gabriele, Freitag, 18. Juli 2014, 17:48