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vom 29.05.2020, aktuelle Version,

Josef Aussermair

Josef Aussermair (* 20. März 1948 in Sierning) ist ein österreichischer Theologe.

Leben

Von 1959 bis 1967 besuchte er das Gymnasium der Benediktiner in Kremsmünster. An der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Gabriel in Mödling bei Wien studierte er von 1968 bis 1970 Theologie. Pastoralassistent war er in Linz von 1970 bis 1971. Das Studium der Theologie, Soziologie und Geschichte absolvierte von 1972 bis 1975 an der Universität Salzburg, wo 1976 zum Doktor der Theologie promoviert wurde. 1977 erwarb er die Lehrbefähigung für Kath. Religion an der allgemeinbildenden höheren Schulen und berufsbildenden höheren Schulen. In Salzburg lehrte er von 1976 bis 1980 als Gymnasiallehrer. Zum Magister der Philosophie wurde er 1978 spondiert. Von 1980 bis 1982 forschte er für fundamentaltheologische und missionstheologische Studien an der Universität Bonn. Seit 1983 ist er Universitätsassistent am Institut für Ökumenische Theologie und Fundamentaltheologie der Universität Salzburg.

Nachdem 1996 habilitiert worden war, war er ab 1. Februar 1997 Assistenzprofessor am Institut für Ökumenische Theologie und Fundamentaltheologie. Seit 1. Oktober 1997 wurde er zum außerordentlichen Universitätsprofessor am Institut für Ökumenische Theologie und Fundamentaltheologie der Universität Salzburg ernannt. Im Wintersemester 1998/99 lehrte er als Lektor an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Wien. Seit 2006 ist er Honorarprofessor für Ökumenische Theologie an der Hochschule Heiligenkreuz. Im Wintersemester 2009/10 war er Gastprofessur an der Theologischen Fakultät der Universität Tartu.

Schriften

  • Kirche und Sozialdemokratie. Der Bund der religiösen Sozialisten Österreichs 1926-1934. Eingeleitet von Weihbischof Florian Kuntner. Mit einem Nachwort von Josef Weidenholzer (= Schriftenreihe des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Geschichte der Arbeiterbewegung, Band 10). Europaverlag, Wien/München/Zürich 1979, ISBN 3-203-50738-2 (zugleich Dissertation, Salzburg 1976).
  • Konkretion und Gestalt. „Leiblichkeit“ als wesentliches Element eines sakramentalen Kirchenverständnisses am Beispiel der ekklesiologischen Ansätze Paul Tillichs, Dietrich Bonhoeffers und Hans Asmussens unter ökumenischem Gesichtspunkt (= Konfessionskundliche und kontroverstheologische Studien des Johann-Adam-Möhler-Instituts, Band 67). Bonifatius, Paderborn 1997, ISBN 3-87088-875-X (zugleich Habilitationsschrift, Salzburg 1996).
  • als Herausgeber: Hans Asmussen im Kontext heutiger ökumenischer Theologie (= Studien zur systematischen Theologie und Ethik, Band 24). Lit, Münster u. a. 2001, ISBN 3-8258-4852-3.
  • als Übersetzer mit Eva Aussermair: Henri Caffarel: Weil Du Gott bist. Hinführung zum inneren Gebet. Mit einem Geleitwort von Christoph Schönborn. (= Beten heute, Band 16). Johannes-Verl. Einsiedeln, Freiburg 2000, ISBN 3-89411-364-2.
  • als Herausgeber: Juha Pihkala: Gnadenmittel oder Gnadenangebot? Auslegungsgeschichte des Passus per baptismum offeratur gratia Dei im Taufartikel der Confessio Augustana im Zeitraum von 1530 – 1930 (= Studien zur systematischen Theologie und Ethik, Band 34). Lit, Münster u. a. 2003, ISBN 3-8258-6570-3.
  • als Herausgeber mit Gregor Maria Hoff: Dietrich Bonhoeffer – Orte seiner Theologie. Schöningh, Paderborn u. a. 2008, ISBN 3-506-76340-7.
  • als Übersetzer mit Eva Aussermair: Henri Caffarel: Die Ehe auf dem Weg der Heiligkeit (= Beten heute, Band 19). Johannes-Verl. Einsiedeln, Freiburg 2014, ISBN 978-3-89411-428-2.