unbekannter Gast
vom 01.06.2017, aktuelle Version,

Josef Höchtl

Josef Höchtl (2015)

Josef Höchtl (* 13. Mai 1947 in Hollabrunn) ist ein österreichischer Sozial- und Wirtschaftswissenschafter und ehemaliger Politiker (ÖVP). Höchtl vertrat die ÖVP von 1975 bis 1999 im Österreichischen Nationalrat.

Leben

Ausbildung und Beruf

Höchtl besuchte von 1953 bis 1957 die Volksschule in Hadres und von 1957 bis 1958 die Hauptschule in Hadres. Er wechselte danach 1958 an das Realgymnasium in Horn, das er 1966 mit der Matura abschloss. Nachdem Höchtl von 1966 bis 1967 seinen Präsenzdienst geleistet hatte, studierte er Volkswirtschaft an der Hochschule für Welthandel und erwarb 1972 den akademischen Grad Mag. rer. soc. oec. und promovierte sich 1981 zum Dr. rer. soc. oec.. Zudem studierte er Soziologie, Philosophie der Politik und Ideologiekritik an der Universität Wien, besuchte Vorlesungen in Publizistik und absolvierte Sprachstudien in Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch. Er ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung KÖHV Franco-Bavaria Wien im ÖCV.

Beruflich war Höchtl ab 1971 für die Wirtschaftsuniversität Wien tätig und arbeitete ab 1997 im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Politik

Höchtl gehörte von 1980 bis 1990 dem Gemeinderat von Klosterneuburg an und war vom 28. November 1975 bis zum 28. Oktober 1999 Abgeordneter zum Nationalrat. Er übernahm in der ÖVP von 1979 bis 1993 die Funktion des Bereichssprechers für Sportpolitik und war zudem von 1989 bis 1995 Sprecher für Menschenrechtsfragen. Innerhalb des Parlamentsklubs hatte er ebenfalls die Rolle des Sprechers für Menschenrechtsfragen inne und war zudem Bildungssprecher der ÖVP.

Innerparteilich übernahm Höchtl 1978 das Amt des Bezirksparteiobmanns der ÖVP Wien-Umgebung. Er gehörte zwischen 1972 und 1981 dem Bundesparteivorstand an, danach bis 1991 Mitglied der Bundesparteileitung und anschließend bis 1997 erneut Mitglied des Bundesparteivorstandes. Sein innerparteilich höchstes Amt bekleidete er von 1977 bis 1981 als Bundesparteiobmann-Stellvertreter der ÖVP.

Höchtl war während seiner politischen Karriere in verschiedenen Bünden aktiv und begann sein politisches Engagement als Landesobmann-Stellvertreter der Jungen ÖVP Niederösterreich, ein Amt das er zwischen 1971 und 1973 bekleidete. Des Weiteren war er von 1972 bis 1981 Bundesobmann der Jungen ÖVP und übernahm von 1991 bis 1997 die Funktion des Bundesobmanns des ÖAAB.

Zudem hatte Höchtl zwischen 1968 und 1972 das Amt des Obmanns der Niederösterreicher in Wien inne. Höchtl war zudem von 1976 bis 1981 Vizepräsident der Europäischen Union der Jungen Christdemokraten, zwischen 1972 und 1980 Vorsitzender-Stellvertreter des Österreichischen Bundesjugendringes und war Mitglied der Interparlamentarischen Union (IPU) sowie Fraktionschef der christlich-demokratischen und konservativen Parlamentarier. Des Weiteren hatte er von 1993 bis 1997 das Amt des Vizepräsidenten der EUCDA (Europäische Union Christlich-Demokratischer Arbeitnehmer) inne. Er wirkte von 1990 bis 1996 als Präsident der Österreichischen Liga für Menschenrechte und war ab 1990 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Völkerverständigung.

Auszeichnungen

  Commons: Josef Höchtl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ots.at „Überreichung des Berufstitels Professor an Dr. Josef Höchtl“, 4. Juli 2008