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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Laszlo Maleczky

Laszlo Maleczky (* 19. April 1965 in Stockholm, Schweden)[1] ist ein österreichischer Opernsänger in der Stimmlage Tenor (Spintotenor bzw. jugendlicher Heldentenor).

Leben

Maleczky wurde als Sohn ungarischstämmiger Eltern in Stockholm geboren. Im Alter von zwei Jahren kam er nach Wien, wo er die Wiener Kunstschule und eine klassische Stimmbildung am Franz-Schubert-Konservatorium für Musik und darstellende Kunst absolvierte. An der Hochschule für Musik und darstellende Kunst spezialisierte er sich auf klassischen Gesang und Bühne. Er absolvierte außerdem eine Schauspielausbildung.

Zu Beginn seiner Bühnenlaufbahn sang Laszlo Maleczky in Operetten- und klassischen Musicalproduktionen. Dann trat er verstärkt auch in Opernrollen auf (Tamino – Die Zauberflöte, Nemorino – Der Liebestrank, Alfredo – La traviata) und singt das lyrische Tenor-Fach. Ab der Saison 1994 war er ständiger Gast an der Wiener Volksoper und wurde dort Ensemblemitglied und Solosänger.[2] Dort trat er unter anderem in den Musicals La Cage aux Folles (als Jean-Claude), My Fair Lady (als Harry) und Der Mann von La Mancha (als Paco) auf.[3] Mit Tobias Moretti stand er dort in der Produktion Die Bernauerin von Carl Orff auf der Bühne.[4]

Ab 2001 war Maleczky wieder freiberuflich tätig und sang unter anderem auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele, im Ronacher Wien, an der Musikalischen Komödie in Leipzig und an Theatern und Festivals in der Schweiz und Deutschland. Bei Produktionen der Operettenbühne Wien war er in den Operetten Gräfin Mariza (als Tassilo) und Der Graf von Luxemburg (als René) zu hören.

Seit der Saison 2003/04 war Maleczky regelmäßig in Opern- und Operettenproduktion am Landestheater Niederösterreich zu sehen. Dort trat er unter anderem als Stanislaus, Alfred, Tassilo, und als Anton Hofer in der Operette Zwei Herzen im Dreivierteltakt von Robert Stolz auf. Erfolgreich sang er dort auch den Tamino.[5]

2007 sang er mit der neu gegründeten Formation Adoro das Debütalbum Adoro ein und ist nun mit Adoro auf Tournee. Seither hat er mit Adoro weitere vier Studioalben veröffentlicht. Diese haben mehrfach Platin- und Goldauszeichnungen in Deutschland und Österreich erhalten. Für das Adoro-Album Träume (2012) ist er Co-Autor bei zwei Liedern. Die Titel sind die beiden Adoro-Neukompositionen Die Liebe ist eine Rose und Ich lebe für dich. Im Oktober 2013 gab Maleczky seinen Ausstieg bei Adoro bekannt.

Von 2007 bis 2009 war Maleczky Künstlerischer Leiter der Burgspiele Güssing im Burgenland.[6][7] Er hat zwei Kindermusicals geschrieben, die eine zeitgemäße Umsetzung von österreichischen Theaterklassikern sind: Das Mädchen aus der Feenwelt nach Ferdinand Raimunds Der Bauer als Millionär und Lump-zapadump-Lumpazi nach Johann Nestroys Der böse Geist Lumpazivagabundus.[8]

Auch für einige Theaterstücke hat er Liedtexte, Lieder und Bearbeitungen verfasst.

2016 veröffentlichte er sein Debütalbum Herzschlag.[9]

Diskografie

Alben:

  • 2008: Adoro
  • 2009: Adoro Deluxe Edition CD + DVD
  • 2009: Für immer und Dich
  • 2010: Glück
  • 2011: Die Liebe meines Lebens
  • 2011: Die Liebe meines Lebens – Deluxe Edition
  • 2012: Ein Abend mit Adoro - LIVE (Live DVD)
  • 2012: Träume
  • 2016: Herzschlag

Einzelnachweise

  1. Neugründung der Firma: Adoro Musik GmbH HRB 136847 Abgerufen am 14. Mai 2016
  2. Porträt von Laszlo Malecky ORF Burgenland 2008, abgerufen am 25. Oktober 2013
  3. Christoph Wagner-Trenkwitz: Es grünt so grün. Musical an der Wiener Volksoper. S. 161, S. 166 und S. 175. Amalthea Verlag, Wien 2007. ISBN 978-3-85002-632-1
  4. LASZLO MALECKY: Ein Portrait des neuen künstlerischen Leiter der BURGSPIELE GÜSSING. Kulturbüro Wien vom 28. April 2007 (online nicht verfügbar)
  5. Kritiken. Webpräsenz von Laszlo Malecky
  6. Burgspiele Güssing (Chronik)
  7. Der Bauer als Millionär Burgspiele Güssing 2007
  8. "Der böse Geist Lumpazivagabundus" und "Lump-zapadump-Lumpazi". Burgspiele Güssing 2008 (Pressestimmen)
  9. Laszlo – „Herzschlag“. CD-Kritik vom 9. September 2016. Abgerufen am 3. Februar 2017.