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vom 26.10.2016, aktuelle Version,

Leitendorf

Leitendorf (Stadtteil)
Ortschaft
Katastralgemeinde Leitendorf
Leitendorf (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Leoben (LE), Steiermark
Gerichtsbezirk Leoben
Pol. Gemeinde Leoben
Koordinaten 47° 22′ 9″ N, 15° 5′ 33″ O
Höhe 543 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 2446 (2001)
Gebäudestand 409 (2001)
Fläche d. KG 4,99 km²
Postleitzahl 8700 Leitendorf
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 15676
Katastralgemeinde-Nummer 60326
Zählsprengel/ -bezirk Oberleitendorf, Leitendorf-Ost, Leitendorf-West (61108 061/070/071)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

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Leitendorf ist eine Katastralgemeinde und ein Stadtteil von Leoben, hat eine Ausdehnung von 5,0 km² und liegt im Südwesten der Stadt. Im Osten wird die Ortschaft durch die Mur begrenzt, südlich von ihr befindet sich Göss, im Westen Hinterberg sowie im Norden der Stadtteil Waasen.

Geschichte

Leitendorf entwickelte sich erst relativ spät. So verzeichnete man 1840 nur 114 Einwohner in 24 Häusern, wovon sich lediglich 7 im Dorf selbst befanden. Ab 1860 nahm die Einwohnerzahl rapide zu, denn in dem rein ländlichen Gebiet entstanden immer mehr Industrieunternehmen; 1921 waren 3088 Einwohner statistisch erfasst.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde der erste Ringofen für feuerfestes Material von Franz Endres in Betrieb genommen. 1921 ging das im Volksmund „Feuerfeste“ genannte Werk an die steirische Magnesit Industrie AG.

Wegen der vermehrten Ansiedlung von Industrie und dem Ausbau der Eisenbahnlinien wurde immer mehr Wohnraum gebraucht, sodass schon um 1900 Arbeiter- und Eisenbahnerwohnungen errichtet wurden. Am Mareckkai, benannt nach einem ehemaligen Bürgermeister von Leoben, entstand schon relativ früh ein Villenviertel. In der Folge wurden Schulen gebaut: das erste Gymnasium von Leoben und 1954 die Volksschule Leitendorf. Mit 29. Jänner 1977 wurde in Leitendorf das zu diesem Zeitpunkt einzige Hallenbad Leobens eröffnet; bei der Eröffnung hielt unter anderem der damalige Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger eine Rede.[1] Nachdem das Hallenbad viele Jahre lang leer stand, wurde es ab dem Sommer 2015 abgerissen, um Platz für ein neues Studentenwohnheim, sowie Wohnmöglichkeiten für Lehrlinge und Auszubildende zu schaffen.[2]

Ursprünglich als Ort für Zuchtviehversteigerungen konzipiert, wird die an der Kreuzung „Josef-Heißl-Straße/Pichlmayergasse“ bzw. „Ferdinand-Hanusch-Straße/Pichlmayergasse“ liegende Oberlandhalle heute auch für Veranstaltungen anderer Art genutzt.

Wirtschaft

Der Stadtteil zeigt sich heute als Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiet. Markant ist die Abbaustelle des Kalkwerks am Galgenberg, den viele aufgrund seines Aussehens als zweiten Erzberg bezeichnen. Der Freizeitbedarf wird mit einem Kinocenter, dem sogenannten star center mit einem Cineplexx sowie zahlreichen Beisln, Bars, Cafés und Restaurants und einer Vielzahl von Geschäften abgedeckt.

Einzelnachweise

  1. Verzeichnis der Reden von Bundespräsident Dr. Kirchschläger (1974–1986) (pdf), abgerufen am 22. Februar 2016
  2. Altes Hallenbad in Leoben-Leitendorf wird zum Studentenheim, abgerufen am 22. Februar 2016