Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 15.01.2020, aktuelle Version,

Leykam Buchverlag

Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H. Nfg. & Co. KG
Rechtsform GmbH Nfg. & Co. KG
Gründung 1585
Sitz Graz und Wien, Deutschland  Deutschland
Leitung Wolfgang Hölzl (Verlagsleiter)
Branche Buchverlag
Website www.leykamverlag.at

Der 1585 gegründete Leykam Buchverlag in Graz ist einer der ältesten Verlage in Österreich.

Von Beginn an kooperierte der Verlag eng mit der im selben Jahr gegründeten Universität Graz. Das Verlagsprogramm umfasst bis heute neben der Wissenschaft schwerpunktmäßig Pädagogik, Schulbuch, Sachbuch und Belletristik. Vor allem mit dem Sachbuch will der Verlag einen Beitrag zum gesellschaftspolitischen Diskurs und zur österreichischen und steirischen Identität und Kultur leisten.

Der Leykam Verlag kooperiert im Bereich der Wissenschaft eng mit dem Grazer Universitätsverlag[1], der im Jahr 2006 von der Karl-Franzens-Universität gegründet wurde. Ziel der Kooperation ist es, interessante Forschungsergebnisse der Universität einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Geschichte

Der Leykam Buchverlag gilt als einer der ältesten und traditionsreichsten Verlage Österreichs, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1585 reichen. In diesem Jahr gründete nämlich der aus Bayern stammende Georg Widmanstetter im Auftrag der Grazer Jesuiten-Universität eine Druckerei, die sich über knapp ein halbes Jahrhundert zu einem renommierten Sachbuch- und Literaturverlag entwickelte.[2] Georg Widmanstetter wurde zum Hofbuchdrucker in Graz bestellt, die Firma wurde von ihm und seinen Familiennachfolgern mehr als 200 Jahre geführt.

Der in Wien ausgebildete und vermutlich aus Mainz stammende Andreas Leykam kam 1776 nach Graz und arbeitete zunächst als Gehilfe in der Widmanstetter Hofbuchdruckerei. Nachdem ihm von Kaiser Joseph II. die Erlaubnis erteilt wurde, gründete er 1781/82 seine eigene Druckerei, wodurch das bisherige Druckmonopol der Druckerei Widmanstetter hinfällig wurde. 1806 wurde die Druckerei Widmanstetter in jene von Leykam eingegliedert. Andreas Leykam baute sein Unternehmen zu einem der führenden der Druck-, Verlags- und Papierbranche in der damaligen Habsburgermonarchie aus. Nach seinem Tod wurde das Unternehmen von seinen Erben zunächst als Familienbetrieb und dann als Aktiengesellschaft fortgeführt, bis es letztlich vor rund 130 Jahren in zwei Unternehmen aufgeteilt wurde (die Leykam AG Buch Druck und Verlag, die Leykam Mürztaler AG in der Sparte Papier).

Bis Ende 2012 war der Leykam Buchverlag ein Teil der Leykam Medien AG und wurde dann an die Medienfabrik Graz, die ehemalige Steiermärkische Landesdruckerei, verkauft.[3] Seit 2017 ist der Leykam Verlag im Eigentum der unabhängigen, sich im Privatbesitz befindlichen Beteiligungsgesellschaft GL Invest.

Prominente Autoren

Literatur

  • Theodor Graff, Stefan Karner: Leykam. 400 Jahre Druck und Papier. Zwei steirische Unternehmen in ihrer historischen Entwicklung. Leykam, Graz 1985, ISBN 3-7011-7166-1.

Einzelnachweise

  1. Grazer Universitätsverlag. Kontakt. Grazer Universitätsverlag Hauptbibliothek Beethovenstraße 8. Abgerufen am 16. Juli 2019.
  2. Die Stadt Graz. Ihre kulturelle, bauliche, soziale und wirtschaftliche Entwicklung in den letzten 60 Jahren nebst kurzen geschichtlichen Rückblicken. Herausgegeben aus Anlass der Achthundertjahrfeier 1128–1928. Selbstverlag der Stadtgemeinde, Graz 1928.
  3. Medienfabrik Graz – Druckerei | Digitaldruck | Direct Mailing | Verpackung | Kunststoffkarten | Offsetdruck | Veredelung | Druckagentur. Abgerufen am 16. Juli 2019.