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vom 13.01.2017, aktuelle Version,

Emil Breisach

Emil Breisach (* 21. März 1923 in Stockerau, Niederösterreich; † 9. Jänner 2015 in Graz, Steiermark[1]) war ein österreichischer Schriftsteller und Kulturmanager.

Leben

Emil Breisach kam 1932 im Alter von neun Jahren von Stockerau nach Graz. Von 1945 bis 1950 studierte er an der Karl-Franzens-Universität Graz Kunstgeschichte, Soziologie, Philosophie und Psychologie. Ab November 1945 arbeitete er als Sprecher und ab 1946 als Leiter der Abteilung Unterhaltung und Kabarett bei der Sendergruppe Alpenland (Radio Graz). Er war beim Studentenbrettl des Grazer Hochschulstudios als Texter und Darsteller beteiligt. Später schrieb er Texte für die Kabarett-Ensembles Treffpunkt Orpheum, Forum-Zoo und Die Tellerwäscher. Von 1958 bis 1967 war Breisach Präsident des Forum Stadtpark. Er war Mitbegründer des Festivals Steirischer Herbst. 1968 gründete er mit Peter Vujica das Musikprotokoll, ein Festival der Neuen Musik, und das Literatursymposion. Von 1968 bis 1988 war er Landes-Intendant des ORF-Landesstudio Steiermark, und initiierte mit der Freilichtgalerie Skulpturen im Park beim ORF-Studio den Österreichischen Skulpturenpark. 1971 bis 1987 hatte er an der Universität Graz einen Lehrauftrag für Medienkunde. Am 12. August 1987 gründete er die Akademie Graz und war deren Präsident bis 2006. 1994 begründete er den Literaturpreis der Akademie Graz und[2] 1998 gründete er mit anderen das Internationale Straßen- und Puppentheater-Festival LA STRADA. 2003 war er Mitorganisator der Ausstellung Steirische Moderne auf der Burg Rabenstein.[3]

Auszeichnungen

Publikationen

Hörspiele

  • Die drei Frauen des Herrn Abermann, 1957[4]
  • Ein Bumerang kommt stets zurück, 1957[4]

Einzelnachweise

  1. Emil Breisach gestorben
  2. akademie-graz.at: Literaturpreisverleihung 2008 Thema: Theatertexte (Dramen), abgerufen am 22. Dezember 2012
  3. Emil Breisach auf den Webseiten des Österreichischen Kabarettarchivs
  4. 1 2 Radiokritik der Woche. (…) Mit Emil Breisachs Funkkomödie (…). In: Arbeiter-Zeitung. Wien 11. Oktober 1957, S. 7, Spalte 1, unten.