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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ansfelden

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ansfelden enthält die 15 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Ansfelden in Oberösterreich (Bezirk Linz-Land).

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Pfarrhof
ObjektID: 57955
Ansfeldner Straße 11
Standort
KG: Ansfelden
Carlo Antonio Carlone baute 1689 bis 1707 im Auftrag von Pfarrer Mathäus von Weißenberg, später Propst des Stiftes St.Florian, diesen prächtigen, weithin sichtbaren Pfarrhof. Die dem Tal zugewandten Schauseite ist in zwei übereinanderliegende Bogengänge aufgelöst, der untere mit Pfeilern, der obere mit Säulen und stuckverzierter Decke. Wände und Decken des barocken Saals im ersten Stock sind ebenfalls mit schönen Stuckarbeiten geschmückt.[1]

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Schule
ObjektID: 116627
Anton-Bruckner-Straße 10
Standort
KG: Ansfelden
Im Frühjahr 1906 kaufte die Gemeinde Ansfelden die Baugründe für den Schulneubau an. Im Jänner 1907 erfolgte die Vergabe der Arbeiten an den Maurermeister Franz Bachbauer aus Kleinmünchen. Am 27. Oktober 1907 weihte der damalige Propst von St. Florian das fertige Schulhaus ein.[2]

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Post und Tagesheimstätte, ehemals Schule, Gemeindeamt
ObjektID: 96806
Anton-Bruckner-Straße 12
Standort
KG: Ansfelden
Baumeister Franz Derndorfer aus Neuhofen errichtete das Haus innerhalb von 14 Monaten. Die Einweihung erfolgte am 7. Jänner 1915. Außer der Gemeindekanzlei und dem Sitzungssaal waren darin die Arztwohnung samt Ordination, die Wohnungen des Gemeindesekretärs und des Gemeindedieners, sowie das Feuerwehrdepot und ein Waagamt untergebracht. 1977 verlegte man das Gemeindeamt in den dichter bevölkerten Ortsteil Haid.[2]

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Wohnhaus, Bruckner-Geburtshaus
ObjektID: 96802
Augustinerstraße 3
Standort
KG: Ansfelden
1706 wurde der 1665 errichtete Schule, ein Holzbau mit Strohdach, abgetragen und durch ein Ziegelgebäude mit Schindeldeckung ersetzt. Joseph Bruckner, der Großvater des Komponisten Bruckner, war von 1777 bis 1822 Schullehrer in Ansfelden. Sein Sohn Anton übernahm seine Stelle. Dessen Sohn, der Komponist Anton Bruckner, ist am 4. September 1824 in diesem Haus geboren. Die Schule musste aus Kapazitätsgründen 1853 neu erbaut und um einen Klassenraum erweitert werden. Bis 1907 war hier die Volksschule Ansfelden untergebracht.[2]

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Friedhof mit Friedhofskapelle
ObjektID: 96807
Friedhofstraße
Standort
KG: Ansfelden
Der Friedhof wurde am 30. November 1887 eröffnet. Da auch die Ansfeldner Priester auf Grund der Josephinischen Reformen nicht mehr auf dem alten Friedhof bei der Kirche im Dorf beerdigt werden durften, errichtet die die Pfarre 1893/94 die Kapelle als Ruhestätte für die Seelsorger der Pfarre und als Ossarium für den Friedhof.[2]

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Kath. Pfarrkirche hl. Valentin und Friedhof samt friedhofseigenen Bauten
ObjektID: 57953

Standort
KG: Ansfelden
Die Anfänge der Pfarre dürften im 11. Jahrhundert liegen, eine Urkunde von 1113 bestätigt erstmals deren Bestand. Um 1700, gemeinsam mit dem Pfarrhof, wurden die bestehenden Teile der Kirche erneuert, erweitert und barockisiert. Heute besteht sie aus einem einschiffigen, sechsjochigen Langhaus mit Wandpfeilern, welche ein flaches Tonnengewölbe mit Stichkappen tragen. Der untere spätgotische Teil des Turms wurde 1728 erhöht und mit einem Spitzhelm versehen. Die Ausstattung der Kirche ist aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Erwähnenswert sind noch die Plastiken „Madonna mit Jesuskind“ aus dem 16. und die der „hl. Barbara“ aus dem 17. Jahrhundert.[1]
Datei hochladen Bürgerhaus, Kindergarten
ObjektID: 124605
Bahnhofstraße 25
Standort
KG: Kremsdorf
Datei hochladen Ehem. Schule
ObjektID: 124606
Im Kornfeld 3
Standort
KG: Kremsdorf
Der St. Florianer Baumeister Breinesberger errichtete die ehemalige Volksschule von Berg in den Jahren 1901/1902. Der Unterricht wurde am 1. September 1902 aufgenommen. Die Schule hatte damals drei Unterrichtsräume und wurde 1922 durch einen Anbau und 1929 durch Aufstockung des Anbaus auf sechs Klassenzimmer erweitert. Das Gebäude beherbergte die Volksschule Berg bis 1968 und bis zur Eröffnung der Hauptschule Haid 2 sechs Klassen der Hauptschule beziehungsweise des Polytechnischen Lehrgangs. Nach der Einstellung des Lehrbetriebs baute die Gemeinde Ansfelden Schule in ein Wohnhaus um.[2]

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Kath. Pfarrkirche Haid, ehem. Autobahnkirche und Pfarrzentrum
ObjektID: 126247
Kirchenstraße 1, 3
Standort
KG: Kremsdorf
Die Haider Kirche wurde am 16. August 1964 geweiht, der Innenraum wurde 1998 neu gestaltet. Der monumentale Kirchenbau wurde von der Architektengemeinschaft Josef Krawina und Walter Schmutzer entworfen und errichtet. Die Kirche hat ein zwanzig Meter hohes Stahlbetondach in der Form eines Tetraeders, das auf einem viereinhalb Meter hohen Sockel mit quadratischem Grundriss steht. Die westliche Fläche des Tatraeders ist in drei Flächen unterteilt die nach innen versetzt sind. Die größere in Form eines gleichschenkeligen Dreiecks ist eine Dachfläche. Die zwei kleineren, ungleichschenkeligen Dreiecke stehen vertikal auf den Kanten dieser Fläche und sind verglast. Der freistehende Glockenturm ist aus Sichtbeton und hat eine Höhe von 38,5 m. [3]
Hauptartikel: Autobahnkirche Haid

Anmerkung: Autobahnkirche und Pfarrkirche erstrecken sich über die beiden Katastralgemeinden Kremsdorf und Rappeswinkel.


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Kath. Pfarrkirche Haid, ehem. Autobahnkirche und Pfarrzentrum
ObjektID: 96798
Kirchenstraße 1, 3
Standort
KG: Rapperswinkel
Bei der Neugestaltung des Innenraumes wurden zwei Deckenflächen mit Ahornpaneelen verkleidet, der Altar etwas in Richtung Raummitte versetzt und drei radiale Bankblöcke mit insgesamt 360 Sitzplätzen aufgestellt. Der Tabernakel ist noch von 1964 und wurde von Peter Dimmel gestaltet. Die künstlerische Gestaltung der Glaswände (1976) lag in den Händen von Lydia Roppolt. Die Meinungsverschiedenheiten wegen der Gestaltung dieser Flächen führten dazu, dass Josef Krawina die Gesamtleitung zurücklegte.
In der Kirche befinden sich auch zwei Kapellen. Die Werktagkapelle, dem Erzengel Raphael wurde 2002 geweiht, bietet Sitzplätze für 70 Personen. Die Meditationskapelle ist etwas kleiner mit variabler Anordnung der Sitzplätze.
Ein, der Kirche vorgelagerter Kolonnadengang verbindet Pfarrhaus, Kirchenbau und Glockenturm.[3]
Hauptartikel: Autobahnkirche Haid

Anmerkung: Autobahnkirche und Pfarrkirche erstrecken sich über die beiden Katastralgemeinden Kremsdorf und Rappeswinkel.

Datei hochladen Franzosenkapelle
ObjektID: 46731
Köttsdorferstrasse
Standort
KG: Kremsdorf

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Landwirtschaftl. Berufs- und Fachschule Ritzlhof, ehem. Ackerbauschule
ObjektID: 96805
Kremstalstraße 125
Standort
KG: Kremsdorf
Die Landwirtschaftl. Berufs- und Fachschule Ritzlhof wurde 1875 als Ackerbauschule des Landes Oberösterreich gegründet. Neben dem bestehenden Vierkanter wurde das Schulgebäude im Stil dieser Zeit errichtet.

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Kath. Pfarrkirche hl. Vitus und ehem. Friedhofsfläche
ObjektID: 96803
Mayr-zu-Berg-Straße 24
Standort
KG: Kremsdorf
Die kleine einschiffige Kirche mit barockisiertem, dreijochigem Langhaus mit einer flachen Hängekuppel ist dem hl. Vitus geweiht. Ein reiches Netzrippengewölbe überspannt den zweijochigen Chor mit Dreiachtelschluss. Der Turm mit Spitzhelm wurde 1671 errichtet. Die Inneneinrichtung ist in neugotischem Stil gehalten.[4]

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Pfarrhof und Mesnerhaus
ObjektID: 58091
Mayr-zu-Berg-Straße 24
Standort
KG: Kremsdorf
1664 über einem bestehenden Erdkeller errichtet, war im Mesnerhaus von 1853 bis 1902 die Berger Schule und die Wohnung des Lehrers untergebracht. Dazu wurde statt der hölzernen Stallung von der Schulgemeinde ein einstöckiger Anbau errichtet. 1905 übernahm das Chorherrenstift St. Florian den Anbau auf Grund einer vertraglichen Vereinbarung mit der Schulgemeinde Ansfelden den Anbau in seinen Besitz.[2]

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Wegkapelle
ObjektID: 49106
Nettingsdorfer Straße 74
Standort
KG: Nettingsdorf

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[5] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Ansfelden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Erwin Hainisch (bearb. von K. Woisetschläger): Dehio Oberösterreich, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich; hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 6. Aufl., Wien 1977, Seite 24
  2. 1 2 3 4 5 6 J.Fuchshuber: J. Fuchshuber, Stadtgemeinde Ansfelden (Hrsg.): Ansfelden einst und jetzt. Band 1, Ansfelden 1988
  3. 1 2 Sakralraum im Umbau. Conrad Lienhardt/ Diözese Linz/ Institut für Verhalten und Raum, abgerufen am 24. November 2014 (Haid, Maria Himmelfahrt).
  4. Erwin Hainisch (bearb. von K. Woisetschläger): Dehio Oberösterreich, Die Kunstdenkmäler Österreichs. Oberösterreich; hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes, 6. Aufl., Wien 1977, Seite 39
  5. Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  6. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.