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vom 04.05.2020, aktuelle Version,

Maria Roggendorf

Maria Roggendorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Roggendorf
Maria Roggendorf (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Wullersdorf
Koordinaten 48° 37′ 7″ N, 16° 8′ 11″ Of1
Höhe 242 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 128 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 59 (2001)
Fläche d. KG 2,9 km²
Postleitzahl 2041f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03879
Katastralgemeinde-Nummer 09045
Zählsprengel/ -bezirk Maria Roggendorf (31051 002)

Ortszentrum mit Wallfahrtskirche, Pfarrhof und Kriegerdenkmal
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
128

Maria Roggendorf ist eine Katastralgemeinde und ein Marienwallfahrtsort mit etwa 130 Einwohnern (2018)[1] in der Gemeinde Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich.

Geografie

Maria Roggendorf liegt nördlich im westlichen Weinviertel in Niederösterreich im politischen Bezirk Hollabrunn. Die angrenzenden Ortschaften sind u. a. Hart-Aschendorf und Wullersdorf.

Geschichte

Der Ortsname Ruchendorf wurde 1230 erstmals urkundlich erwähnt, in der frühen Neuzeit bestand hier die Herrschaft Ruckhendorff des später ausgestorbenen Adelsgeschlechtes der Ruckhendorffer (Wappen: Gespalten, vorne viermal schräglinks von Gold und Blau geteilt, hinten Silber ohne Bild). 1784 wurde Roggendorf ein Lokalvikariat und 1782 eine selbstständige Pfarre. Am 22. Juli 1971 beschloss der Gemeinderat die Änderung des Ortsnamens in „Maria Roggendorf“.

Marienwallfahrt

Gnadenbild in der Wallfahrtskirche

Seit 1291 ist im Ort eine Marienkapelle belegt, die damals Filialkirche von Nappersdorf war. Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich eine Marienwallfahrt. 1653 wurde die von Joh. Angelo Canevale erbaute Wallfahrtskirche Maria Geburt fertiggestellt. Nach einem Brand im Jahre 1695 wurde das Gotteshaus von Carlo Antonio Carlone neu aufgebaut und erhielt die heutige Gestalt.

Im 18. Jahrhundert erreichte die Wallfahrt mit mehr als 5000 Pilgern bei großen Marienfesten ihren Höhepunkt. Joseph II. verbot 1785 die Marienwallfahrten. Ab 1924 gab es wieder öffentliche Wallfahrten zum Fest Maria Geburt am 8. September.

Hans Hermann Groër, der spätere Erzbischof von Wien, begann am 13. Oktober 1969 mit Monatswallfahrten im Geist von Fátima, dem bedeutendsten Wallfahrtsort in Portugal. Am 6. August 1988 erhob Papst Johannes Paul II. die Wallfahrtskirche mit dem Apostolischen Schreiben Intra Vindobonensis zur Basilica minor.

Maria Roggendorf verfügt über zwei Gnadenbilder. Ursprünglich wurde wohl die spätgotische Strahlenkranzmadonna (eine Holzplastik) hauptsächlich verehrt, wie die Wallfahrtsbildchen zeigen. Seit den Monatswallfahrten rückte die auf Leder gemalte „zärtliche Muttergottesdarstellung“ (siehe Abbildung) in den Mittelpunkt der marianischen Frömmigkeit.

Klöster

Bei Maria Roggendorf befinden sich zwei Klöster:

Literatur

  • Augustinus Andre: Wallfahrt für die Kirche. Salterrae-Schriftenapostolat, Maria-Roggendorf 1986, ISBN 3-900978-02-6.
  • Hans Hermann Groër: Festschrift Weihe der neuen Orgel der Basilika Maria Roggendorf. Wallfahrtsdirektion, Maria Roggendorf 1994.
  • Gottfried Holzer: Maria Roggendorf. 2. Auflage. Dom, Wien 1986, ISBN 3-85351-104-X.
  • Hermann Maurer: Andachtsbilder von Maria Roggendorf. Unsere Heimat 73, 2002, S. 220ff.
  • Hermann Maurer: Ein weiteres Andachtsbild von Maria Roggendorf. Unsere Heimat 74, 2003, S. 37ff.
Commons: Maria Roggendorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Volkszählung vom 15. Mai 2001 (PDF; 8 kB)
  2. www.kloster-stjosef.at