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vom 15.09.2018, aktuelle Version,

Mariazellerland

Mariazeller Land
Mürztal bei Neuberg, mit dem Stift

Mürztal bei Neuberg, mit dem Stift

Lage Obersteiermark
Gewässer Erlauf, Salza und einige Nebenbäche
Gebirge Mürzsteger Alpen, Rax-Schneeberg-Gruppe
Geographische Lage 47° 47′ 23″ N, 15° 18′ 21″ O
Mariazellerland (Österreich)
Mariazellerland
Typ Inneralpines Becken
Höhe 845 m ü. A.
Länge ca. 7 km
Besonderheiten mit Talwasserscheide, Landschaftsgliederung der Steiermark: Passlandschaft P.1
Vorlage:Infobox Gletscher/Wartung/Bildbeschreibung fehlt

Das Mariazellerland liegt in einem Tal in der Obersteiermark nahe der niederösterreichischen Grenze. Hauptort ist Mariazell, der mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs.

Geographie

Lage und Landschaft

Das Mariazellerland befindet sich inmitten der Nördlichen Kalkalpen, 50 Kilometer südlich von Sankt Pölten, und 80 Kilometer nördlich von Graz. Es liegt im Winkel zwischen Ybbstaler Alpen nordwestlich, Türnitzer Alpen nordöstlich, Hochschwabgruppe im Südwesten und Mürzsteger Alpen im Südosten.

Der Raum Mariazell bildet eine abgeschiedene inneralpine Beckenlandschaft, zwischen Ötschermassiv, Gemeindealpe und Zellerhüten im Westen, und Koller–Büchleralpen-Zug und Bürgeralpe im Osten, den Abschluss im Süden bilden Tribein und Student. Daher spricht man auch von Mariazeller Becken.[1] Gleichzeitig entwässert die Talung aber teils nach Norden zur Erlauf, die hier im Raum entspringt, teils nach Süden zur Salza, die Ost–West passiert. Daher bildet die Gegend auch eine Passlandschaft, die die Wasserscheide zwischen den beiden Donaunebenflüssen Erlauf und Enns bildet (der Zug Salza–Enns umkreist dabei die Ybbstaler Alpen, und mündet westlich weit oberhalb der Erlauf in die Donau). Deshalb findet sich auch die Bezeichnung Mariazeller Passlandschaft.[2] Die Talwasserscheide Erlauf–Enns liegt genau beim Bahnhof Mariazell in St. Sebastian (ca. 845 m ü. A.) . Zum Mariazellerland gehören dann auch die Nebentäler dieses Beckenraums, insbesondere das des Erlaufsees und das Halltal die Salza aufwärts, in weiterem Sinne auch das Salzatal flussabwärts von Gußwerk und das Aschbachtal zum Seebergsattel, die heute zur erweiterten Gemeinde Mariazell zählen.

Orte

Das Mariazellerland umfasst folgende Gemeinden bzw. Orte:

Mariazell ist dabei seit der Gemeindestrukturreform 2015 die nach Fläche größte Gemeinde der Steiermark mit einer Gesamtausdehnung von 413,5 km².

Geschichte

Historische Ansicht von Mariazell, ca. 1900

Im 6. Jahrhundert n. Chr. nahmen Slawen von dem Land Besitz. 1025 machte Kaiser Konrad II. seiner Schwägerin Beatrix Teile der Grafschaft im Mürztal zum Geschenk. Bei der Schenkung handelte es sich um 100 Huben, zu denen auch das Gebiet des späteren Marktes Mariazell gehörte. Langjährige Streitprozesse endeten im Jahr 1151 zugunsten des Stiftes St. Lambrecht. Es dürfte schon kurz darauf zur Teilung des Pfarrgebietes Mariazell und der Herrschaft Aflenz gekommen sein. Der 21. Dezember 1157 gilt traditionellerweise als Gründungstag von Mariazell. Über die Jahrhunderte entwickelte sich der heute mit Abstand wichtigste Wallfahrtsort Österreichs, hier steht die Magna Mater Austriae. Mariazell war schon im 19. Jahrhundert einer der am stärksten besuchten Fremdenverkehrsorte Österreich-Ungarns.

Am 2. Mai 1907 nahm der Personenverkehr auf der Mariazellerbahn bis Mariazell den Betrieb auf.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Wallfahrts- und Urlaubsort Mariazell stellt die Hauptattraktion des Mariazeller Landes dar. Der Ort ist auch Sitz des Tourismusverbandes Mariazeller Land.

St. Sebastian nördlich von Mariazell beherbergt die meisten Infrastruktureinrichtungen des Mariazellerlandes, u. a. auch den südlichen Endpunkt der Mariazellerbahn. Die Mariazeller Straße B 20 führt von St. Pölten über den Seebergsattel nach Kapfenberg im Mürztal.

Einzelnachweise

  1. Klimaregion Mariazeller Becken (G.10 Mariazeller Becken). In: Klimaatlas Steiermark: Klimaregionen. umwelt.steiermark.at (abgerufen 14. März 2018).
  2. P.1 Mariazeller Passlandschaft. In: Landschaftsgliederung der Steiermark. umwelt.steiermark.at (abgerufen 14. März 2018).