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vom 13.07.2018, aktuelle Version,

Marktkapelle Emmersdorf

Nördliche Straßenfront der Marktkapelle mit Stiegenaufgang
unter der Empore in den Kapellenraum zum Hochaltar

Die Marktkapelle Emmersdorf steht die Häuser überragend im Talgrund an der Donau in der Marktgemeinde Emmersdorf an der Donau im Bezirk Melk in Niederösterreich. Die auf die heilige Maria Magdalena geweihte Kapelle gehört der Marktgemeinde. Die Kapelle steht unter Denkmalschutz.

Geschichte

Die Kapelle wurde 1516 von Paul Frey von Friesing, wohnhaft in Gerersdorf bei St. Pölten, gestiftet, welcher in Emmersdorf öfters auf Sommerfrische im in ähnlichem Baustil wie die Kapelle errichteten Haus auf Nr. 6 wohnte.

Architektur

Die Kapelle hat ein Souterrain als Einstützenraum, welcher bei Hochwasser der Donau geflutet ist, aber damit die eigentliche erhöhte Kapelle vor den Auswirkungen bei Hochwasser etwas schützt. Der Einstützenraum mit einem Rundgewölbe auf einer Mittelsäule wurde bei der Aussenrestaurierung im Jahre 1997 wieder entdeckt. Die nördliche Straßenfront ist mehrfach gestaffelt und hat einen Stiegenaufgang und eine loggienartige Vorhalle mit einem reich verstäbten spätgotischen Spitzbogenportal. Über dem Stiegenaufgang zeigt die Fassade ein Fresko Maria mit Kind aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Der annähernd quadratische Kapellenraum hat ein spätgotisches Netzrippengewölbe auf Konsolen und eine vorspringende Orgelempore auf einem wuchtigen Kreuzrippengewölbe. Der Kapellenraum ist mit übertünchten Fresken ausgestattet, neben dem linken Seitenaltar wurde die Darstellung eines Ritters von einer Restauratorin aufgedeckt und zeigt die Jahresangabe 1537.

Ausstattung

Der Hochaltar zeigt das Altarbild Maria Verkündigung von Franz Hölzl (1896) und im Oberbild Mariä Krönung und darüber die Figur hl. Michael mit der Seelenwaage und trägt die seitlichen Statuen Peter und Paul aus 1674 aus der Werkstatt Matthias Schwanthaler. Links vom Hochaltar ist ein Bild der hl. Maria Magdalena und rechts ein Bild der hl. Apollonia, welcher gerade ein Zahn gezogen wurde. Der rechte Seitenaltar zeigt das Bild hl. Leopold mit einer Ansicht vom Stift Melk, der linke Seitenaltar zeigt das Bild hl. Florian mit einer Ansicht von Emmerdorf um 1670.

Bemerkenswert ist die Tragorgel aus dem 17. Jahrhundert, vor der Restaurierung vermauert auf der Empore, nun restauriert wieder mit Tragtisch, neben dem Hochaltar stehend.[1]

Literatur

  • Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio Niederösterreich nördlich der Donau 1990. Emmersdorf an der Donau, Kapelle hl. Maria Magdalena, S. 187.
  • Karl Schwarz, Josef Kaiserlehner, Erna Schwarz (Text), Alois Neulinger (Fotos): Kirchenführer Emmersdorf. Pfarre Emmersdorf an der Donau 2001, Marktkapelle (Magdalenen- oder Liebfrauenkapelle), S. 21–22.
  Commons: Marktkapelle Emmersdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gerald Götsch: In der Emmersdorfer Magdalenenkapelle wurde vergangene Woche eine Tragorgel aus dem 17. Jahrhundert geweiht. NÖN Bezirk Melk, 26. November 2013